EU-Plan für den Krisenfall: Guthaben deutscher Bankkunden werden gesperrt und eingefroren

in Welt/Wirtschaft

Nachdem nervöse Kunden in Panik gerieten und ihre Konten lerräumten, was letztlich den Zusammenbruch der spanischen Banco Popular verursacht hat, diskutieren gleichermaßen unruhige Beamte der Europäischen Union die Vorzüge des „Einfrierens“ jeglichen Konto-Zugriffs – wobei jedermann daran gehindert würde, Geld abzuheben – bei den ersten Anzeichen eines „Ansturms“ auf die Banken.

Die Befürworter machen geltend, dass Maßnahmen, die hastige Abhebungen stoppen sollen, den Untergang der schwankenden Finanzinstitute zu einem Zeitpunkt Ihrer stärksten Gefährdung verhindern würden – in der Hoffnung, eine Katastrophe, die zumindest so schrecklich wie die von 2008 wäre, abzuwenden – während die Gegner eines solchen Schritts warnen, dass genau der entgegengesetzte Effekt eintreten und Investoren dazu veranlassen könne, ihr Geld bei den geringsten Anzeichen von Schwierigkeiten eiligst abzuziehen.

„Das Bestreben geht dahin, einen Ansturm auf die Banken zu verhindern, so dass, wenn eine Bank in einer kritischen Situation ist, sie nicht gleich über die Klippe geschoben wird,“ sagte ‚eine Person, die mit dem Denken der deutschen Regierung vertraut ist‘ gegenüber Reuters.

„Den Aufsichtführenden die Möglichkeit zu geben, vorübergehend Bankkonten bei notleidenden Finanzinstituten zu blockieren, ist ‚eine machbare Option‘, heißt es in einem von der estnischen EU-Ratspräsidentschaft vorbereiteten Papier, wobei zugleich festgehalten wird, dass die Mitgliedsstaaten sich in dieser Frage nicht einig sind“, berichtet Reuters.

„EU-Länder, die bereits ein Moratorium für Bankauszahlungen in Insolvenzverfahren auf nationaler Ebene zulassen, wie etwa Deutschland, unterstützen laut EU-Offiziellen die Maßnahme.“

Eine flüchtige Autopsie des Scheiterns der Banco Popular im vergangenen Monat führte zu einem Durcheinander von Wirtschaftsbeamten, die herauszufinden versuchten, wie am besten ein ähnliches finanzielles Debakel künftig zu verhindern ist. Die Idee jedoch, den Zugriff der Kunden auf ihre eigenen Mittel abzuschneiden, wenn die Bedingungen dies rechtfertigen, löst eine Menge von Möglichkeiten mit nachfolgenden Überraschungen und weiteren Problemen aus  – sie alle jedoch begünstigen den Staat und die Bankenindustrie gegenüber den einzelnen Kunden.

Während Offizielle behaupten, dass eine Kontozugriffs-Sperre theoretisch verhindern würde, dass eine bereits notleidende Bank untergeht, wenn eine Reihe von Menschen gleichzeitig Geld abheben, zieht der Vorschlag eine angespannte jedoch unantastbare Linie, um einen Regierungsübergriff auf private, individuelle Finanzen zu verhindern.

Dem estnischen Papier zufolge, das Reuters durchgesehen zu haben scheint, schlägt eine zusätzliche Maßnahme die Entwicklung eines Mechanismus vor, mit dem Kunden in einer solchen Situation „mindestens einen begrenzten Geldbetrag abheben“ könnten.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass dies Einleger dazu anregen würde, frühzeitig von einer Bank wegzurennen“, sagte Charlie Bannister von der Banken-Lobby-Gruppe ‚Association for Financial Markets in Europe‘ (AFME) gegenüber Reuters, was auf den oben beschriebenen möglichen „Schleudertrauma-Effekt“ anspielt.

Die Gesandten der Europäischen Union haben diese Geldabhebebeschränkungen am 13. Juli erstmals erörtert, wobei weitere Gespräche für September angesetzt sind, aber die Gesetzgeber müssten sich einig werden, bevor eine Variante des Plans eingeführt werden könnte. Weiter heißt es in Reuters:

Der Plan, falls vereinbart, würde den Gesetzgebungvorschlägen der Europäischen Kommission von November widersprechen, die darauf abzielen, die Befugnisse der Aufsichtführenden zu stärken, um Kontobhebungen auszusetzen, jedoch mit Ausnahme der im Moratorium abgesicherten Einleger, was nach den EU-Vorschriften unter 100.000 Euro (ca. 117.000 Dollar) der Fall ist.

Im Rahmen des von den EU-Staaten erörterten Plans könnten Auszahlungen für fünf Arbeitstage ausgesetzt werden, und die Abhebesperre könnte unter außergewöhnlichen Umständen auf maximal 20 Tage verlängert werden, so das estnische Dokument.

Bestehende EU-Vorschriften erlauben eine zweitägige Aussetzung einiger Auszahlungen durch notleidende Banken, aber das Moratorium gilt nicht für Einlagen.

Tatsächlich sind abgesicherte Einlagen erst jetzt als Ziel für das Abhebe-Moratorium ins Spiel gekommen, während die Behörden zuvor gemeint hatten, ein solcher Schritt könne „sich negativ auf das Vertrauen am Markt auswirken.“

Dennoch haben Wirtschafts- und Bankenprobleme in den letzten Jahren mehrere europäische Nationen getroffen, wie etwa das Zypern-Fiasko, wie Bitcoinist es beschrieben.

Damals im Jahr 2013 war die Bankenkrise von Zypern nur um Haaresbreite von einem totalen wirtschaftlichen Zusammenbruch entfernt. Zypern Banken begehrten verzweifelt nach einer Rettungsaktion seitens der EU und des Internationalen Währungsfonds, und viele Kontoinhaber befürchteten den Verlust ihrer Einlagen. Diese Angst verursachte einen klassischen Ansturm auf die Banken, und die Menschen stürmten zu Banken und Geldautomaten, um so viel Geld abzuheben, wie sie nur konnten.

Unvermeidlicherweise wurde Bargeld knapp, und die Geldautomaten funktionierten nicht mehr. Viele sahen Bitcoin als letzte Option, um ihre Mittel zu sichern.

Bei ohnehin stark eingeschränktem Vertrauen in westliche und zentrale Bankinstitutionen, gibt die Tatsache dass die Insider der Europäischen Union zuerst darauf achten, dass in einer künftigen Krisensituation die Kunden für die schlechte Planung und Misswirtschaft einer Bank bestraft werden, für die Menschen den Anstoß, auf den turbulenten Wellen der Kryptowährungen so weit weg von den Großbanken zu reiten wie möglich.

Wenn man bedenkt, wie die Offiziellen nun versuchen den Zugang zu Bankkonten zu widerrufen, möglicherweise zu einem Zeitpunkt, in dem die Kunden ihn am dringendsten benötigen, so zeigt die Ehe von Staat und Finanzwelt, wie unbedeutend die Bedürfnisse des sogenannten kleinen Mannes sind, wenn die Regierung erst einmal „Grün sieht“.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  http://anonymous-news.com/eu-proposes-freezing-bank-accounts-to-bailout-megabanks/

 

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2 Comments

  1. Das ist kriminelles Verhalten!
    Denen wird es gut gehen, der arbeitenden Schicht aber nicht, die sollen dann noch weiter arbeiten und kein Geld bekommen.
    Ich hoffe Ihr wisst, was man so alles in der Natur essen kann! Ich ja!

  2. Also, was macht man dagegen? Einfach sein Ersparnis in Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum u.s.w investieren und sichern!

    Vorteile:

    – Der Staat kann da nicht so einfach an das Geld kommen bzw gar nicht. Ergo: Sicher!
    – Der Kurs wird in der Zukunft steigen, bedeutet: Gewinn
    – Man wird nicht mehr vom Staat vollkommen überwacht, welche Transaktionen man macht, wie, wo und was: Anonymität und Freiheit
    – Der Staat wird da erstmal dumm dastehen und das System hat erstmal nicht mehr so die Macht.
    – Höhere Sicherheit und eigene Verwaltung seines Geldes: Man ist seine eigene Bank, verwaltet das Geld, Schutz durch starker Verschlüsselung und verschiedene Authentifizierungsmöglichkeiten wie Authenticatoren ( Code/2FA ), Backup Keys (Passphrases), Fingerabdruck und in der Zukunft eventuell IRIS-Scanner und etc..

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