Demokratie in der EU? ARTE enthüllt wie korrupt die lobbygesteuerte Europäische Union wirklich ist

in Geopolitik/Politik/Wirtschaft

Bild: Gettyimages/AFP

The Brussels Business – Wer steuert die Europäische Union? ist ein informativer wie auch zugleich beklemmender Dokumentarfilm von Friedrich Moser und Matthieu Lietaert über die dichten Verflechtungen von Industrie/Lobbyisten und den Mangel an Transparenz und den Einfluss von Lobbyisten auf den Entscheidungsfindungsprozess in Brüssel, der Hauptstadt der Europäischen Union.

Aufgezeigt wird, dass der ERT und die EU-Kommission enge Kontakte haben und Hand in Hand arbeiten. Alle 6 Monate findet ein Treffen statt, das 2 Jahre im Voraus geplant wird. Dabei wird deutlich, dass es sich bei den Treffen um einen “CLUB” von Top-Wirtschaftsvertretern und vereinnahmten bzw. korrupten EU-Politikern handelt. Zu jedem Treffen spricht entweder ein Premierminister oder ein EU-Außenminister. Der neoliberale Masterplan dieses elitären Clubs lautet: liberalisierte Entwicklung des Binnenmarktes, Währungsunion, Deregulierung, Infrastrukturprojekte, flexibilisierter Arbeitsmarkt, Reduzierung (und Privatisierung) öffentlicher Dienstleistungen usw.

Interessant auch Minute 44: Zitat: Pascal Kerneis (Lobbyist von “European Service Forum ESP): “Das Interessante am Internationalen Handel ist: ein internationaler Vertrag von der Europäischen Union unterschrieben, steht über dem EU-Gesetz. Alle Länder der Europäischen Union müssen einen internationalen Vertrag respektieren, den die EU unterzeichnet hat.”

Ganz Europa wird also regiert von einem “Privat-Club von Wirtschaftsvertretern”, der soviel Macht hat, unser Grundgesetz, die nationale und europäische Gesetzgebung und unsere demokratischen Bürgerrechte (von einem “Wohnzimmer in Brüssel” aus) in den Müll zu stampfen.

Du willst uns unterstützen? Klick HIER

loading...

Loading...

4 Comments

  1. Die griechischen Schulden sind gar keine wirklichen Schulden. Das 65% dieser Schulden, über 200 Billiarden Euro, hat Griechenland die letzten 10 Jahre für „Rekapitalisierungen“ und allgemein für Finanzierung der griechischen Privatbanken ausgegeben. Das Geld das für die „Finanzierung“ der griechischen Privatbanken wirklich nötig ist, sollte die Europäische Zentralbank ausgeben und nicht Griechenland selbst, weil Griechenland Euro hat. Auch wenn es unsere Politiker akzeptiert haben .
    Noch etwas was wenige wissen, Holland und England wollten von Island vor ein paar Jahren sehr viele Billiarden bekommen, weil Island solche „Rekapitalisierungen“ Islands Banken gemacht hat. Europäische Gerichte haben aber endgültig entschieden dass Island nichts schuldet, denn die Finanzierung der Banken sollte nicht der Staat machen… Obwohl Island nicht in der EU ist und kein Euro hat… Genau das gleiche wird man auch für Griechenland endscheiden, wenn es soweit kommt.
    Was auch nicht viele wissen, ist das Island (wie auch Griechenland) einen sehr großen Reichtum an Bodenschätzen (Öl und Erdgas) hat…

  2. Im Endeffekt sind die verliehenen Gelder doch nur Luftgeld. Das Geldsystem wird von den Banken verwaltet und die dürfen (eigenen Vereinbarungen untereinander folgend) das 9fache von dem Geld verleihen, das bei ihnen eingezahlt wird. Der Schuldenschnitt scheitert also nur an der Gier der Banker, bzw. an denen, die hinter den Banken stecken. Der Reiche hebt sich halt am Besten vom Rest der Gesellschaft ab, in dem er Diese unter seinem Absatz in den Dreck tritt.

  3. Mit Liberalismus, selbst mit Neoliberalismus, hat dies wenig zu tun. Es ist die organisierte Kungelei von Konzernen und Staatsmacht, Vetternwirtschaft der Elite, die Ausnutzung des Gewaltmonopols des Staates durch private Interessen – also viel Faschismus.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*