Erste Langzeitstudie zeigt: Monsanto’s Roundup verursacht schwere Leberschäden

in Gesundheit/Umwelt

Eine Dosis von in Roundup enthaltenem Glyphosat, die an Ratten verabreicht wurde, lag tausendfach unter dem, was von den Aufsichtsbehörden weltweit zugelassen ist. Dies hat dennoch schwere Schäden an den Lebern der Ratten verursacht werden. Somit ist wissenschaftlich der Effekt für den menschlichen Organismus der gleiche.

Glyphosat ist ein Breitspektrum-Herbizid und Pflanzentrockenmittel, das zur Unkrautvernichtung verwendet wird. Glyphosat wurde 1970 von Monsanto-Chemiker John E. Franz entdeckt. 1974 hatte Monsanto es unter dem Handelsnamen ‚Roundup‘ auf den Markt gebracht.

Seitdem gab es eine Reihe von Kontroversen. Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass die Menge an Glyphosat, die man in den Körpern der Menschen festgestellt hat, rasant zugenommen hat. Es wurde im menschlichen Blut, Urin, Körpergewebe, und fast überall sonst im Körper gefunden.

Im Jahr 2014 fand eine von Moms Across America (MAA) gesponsorte Studie Glyphosat in der Muttermilch amerikanischer Mütter. Hohe Pegel der tödlichen Verbindung wurden in 3 von 10 Proben gefunden. Im Jahr 2016 dann zeigte eine weitere Studie von MAA, dass fünf Kinder-Impfstoffe das tödliche Herbizid Glyphosat enthielten. Es wurde bestätigt, dass die folgenden fünf Impfstoffe die tödliche Glyphosat-Verbindung enthalten:

MMR II (Merk) Impfstoff enthielt 2.671 Teile pro Milliarde (ppb) an Glyphosat.

DTAP Adacel (Sanofi Pasteur) Impfstoff enthielt 0,123 ppb an Glyphosat.

Influenza Fluvirin (Novaris) 0,331 ppb an Glyphosat.

HepB Energix-B (Glaxo Smith Kline) 0,325 ppb an Glyphosat.

Pneumonoccal Vax Polyvalent Pneumovax 23 (Merk) hatte 0,107 ppb an Glyphosat.

Abgesehen von den Impfstoffen, hat man die tödliche Verbindung zum Beispiel auch in Kuhmilch, Rapsöl, Ensure Nährgetränken und Soda festgestellt. Zu Beginn des Jahres 2016 sah sich die Gesundheitsbehörde (FDA) der Vereinigten Staaten durch öffentlichen Druck gezwungen, die Prüfung auf das Vorhandensein von Glyphosat in der Nahrung einzuführen.

In der Tat sind viele Lebensmittel jetzt mit Soja, Mais und Raps hergestellt, die nach Anwendung von Roundup gewachsen waren. Und es sind nicht nur die Menschen, die diese Lebensmittel konsumieren. Manche werden an Nutztiere für die Gewinnung von Fleisch und Milchprodukten verfüttert, die letzlich zum weiteren Verbrauch durch Menschen bestimmt sind.

Für die Vereinigten Staaten, zum Beispiel, zeigen die Statistiken, dass Ackerland seit 1992 mit mehr als 2,6 Milliarden Pfund (ca. 12 Miliarden Tonnen) an Glyphosat durchtränkt worden ist. Viele Samen-und Getreidepflanzen erhalten eine Dosis von Roundup kurz vor der Ernte, in einem Prozess, der als Austrocknung bekannt ist. Dieser Vorgang lässt die Körner und Ernten schnell trocknen, anstatt ihre natürliche Trocknungszeit abwarten zu müssen.

Da die Studien eindeutig belegt haben, dass Roundup seinen Weg in den menschlichen Körper genommen hat, haben unabhängige Forscher ihre Zeit dem Unterfangen gewidmet, die Auswirkungen der tödlichen Verbindung auf den menschlichen Körper vollumfänglich zu verstehen. Die Weltgesundheitsorganisation hat Glyphosat bereits als „wahrscheinlich krebserregende“ Verbindung eingestuft.

In der jüngsten Untersuchung über diese Verbindung haben Forscher des King’s College in London mitgeteilt, dass sich in dieser ersten Langzeitstudie eine Verbindung zwischen Roundup und schweren Leberschäden in Testratten herausgestellt hat. Da die Verbindung schwere Leberschäden bei den Ratten verursacht, ruft  es ebenfalls ähnlich schwere Schäden beim Menschen r. Dies liegt daran, dass Gesundheitsforscher weltweit Schädlichkeitsstudien an Ratten als Risiko-Indikatoren für die menschliche Gesundheit anerkennen. Die Studie wurde im Fachjournal Nature veröffentlicht.

Nach Angaben der Forscher, benutzten sie eine innovative Technologie um zu demonstrieren, dass „extrem niedrige Dosen“ von Roundup, die Ratten durch ihr Trinkwasser verabreicht wurden, über einen Zeitraum von zwei Jahren „nicht-alkoholische Fettleberhepatitis (NASH)“ verursacht hatten. Gesundheitsexperten sagen, dass NASH zu schweren Lebererkrankungen wie Leberzirrhose führen kann, und das Risiko für andere Krankheiten wie Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.

„Die Studie ist einzigartig insofern, als sie die erste ist, die einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Roundup in einer der Lebensrealität entsprechenden Dosis und dem Auftreten schwerer Krankheitsbildern aufzeigt“, schrieben die Autoren in der Studie.

Die Forscher hoben dort hervor, dass Glyphosat nur in „ultra-niedrigen Dosen“ verabreicht wurde – deutlich unter den für den Menschen zugelassen Grenzwerten. In der tat war die Menges des in Roundup enthaltenen Glyphosats, das an die Ratten verabreicht wurde, tausendfach unter dem, was von den Aufsichtsbehörden weltweit zugelassen ist. Aber das hat immer noch Schäden an den Lebern  der Ratten hervorgerufen.

Die Autoren erklärten dazu: „Aufsichtsbehörden weltweit erkennen Schädlichkeitsstudien an Ratten als Risiko-Indikatoren für die menschliche Gesundheit an. Deshalb könnten die Ergebnisse dieser aktuellen Studie schwerwiegende Folgen für die menschliche Gesundheit bedeuten und sollten somit eine sorgfältige Prüfung durch Aufsichtsbehörden und weitere Untersuchungen durch Toxikologen gebieten.“

Die Autoren forderten Aufsichtsbehörden weltweit auf, die aktuellen Sicherheitsgrenzen für Glyphosat zu überdenken, weil die Beweise aus ihrer Studie so krass sind.

Robin Mesnage, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kings College London, Abteilung für Medizinische und Molekulare Genetik, der an der Studie teilnahm, erläuterte gegenüber Al Jazeera in einem Interview, wie hochentwickelte wissenschaftliche Methoden es ermöglichten, die Auswirkungen des Herbizids auf die Gesundheit von Ratten zu analysieren.

„Metabolomik und Proteomik ermöglichen den Nachweis von Hunderten oder sogar Tausenden von Molekülen gleichzeitig, was viel detaillierter ist als mit jeder andere Technik. So konnten wir deutlich sehen, was in den Organen geschieht“, sagte Mesnage.

Unmittelbar nach Veröffentlichung der Studie gab Monsanto, wie üblich, eine Erklärung ab, in der sie die Studie verurteilen und den Forschern den Gebrauch fehlerhafter Daten vorwerfen. Natürlich würde Monsanto der Öffentlichkeit gegenüber niemals zugeben, gefährliche Produkte herzustellen, vor allem nicht auf globaler Ebene.

 

Unterdessen bestätigte ein Pressesprecher für die Staatliche Umweltschutzbehörde der Vereinigten Staaten (EPA), Cathy Milbourn, gegenüber Al Jazeera, dass die Studie des King’s College London derzeit überprüft werde, um gegebenfalls weitere wissenschaftlichen Forschung zu genehmigen – nun ein normaler Prozess unter der neuen Trump-Administration. Desweiteren sagte Milbourn, die Agentur sei noch dabei, zu untersuchen, ob auf Glyphosat basierende Herbizide für den Menschen unbedenlich sind oder nicht.

Viele Beobachter werfen den Regulierungsbehörden in den USA vor, zu nachgiebig gegenüber Monsanto zu sein. Es gibt umfangreichen Beweis dafür, dass gentechnisch veränderte Pflanzen und andere Produkte von Monsanto Schaden für die Öffentlichkeit hervorrufen, gleichwohl haben die Aufsichtsbehörden offensichtlich schlichtweg nichts getan und somit die Gesundheit der Menschen auf der ganzen Welt in Gefahr gebracht – der Profite wegen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von   AnonHQ.com  http://anonhq.com/first-ever-long-term-study-reveals-monsantos-roundup-causes-severe-liver-damage/

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3 Comments

  1. …Monsanto ist wie viele Großkonzerne ein lebensfeindlicher / menschenfeindlicher / umweltfeindlicher Konzern des Todes, diesen sollte man unbedingt boykottieren und somit Bayer, zu welchen dieser Tod bringende Konzern nämlich nun gehört, womit man auch sämtliche Tocherfirmen von Bayer boykottieren sollte. Das Volk / die Menschen bestimmen / entscheiden wieviel macht eine Bank, ein Konzern oder die POlitik erhält, wir können ihnen diese zugestehen oder aber auch nehmen ( persönliche Meinung usw. )…

  2. All das sind schon genug Gründe Glyphosat in der Landwirtschaft endlich zu verbieten und daher kann jeder bei dieser offiziellen EU Bürgerinitiate NEIN zu Glyphosat sagen:
    https://www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/europaeische-buergerinitiative-stop-glyphosat.html

    1 Mio. Stimmen braucht die BI, über 270.000 sind es schon nach 5 Tagen.

    Und wer noch mehr Gründe gegen Monsantos Herbizid Roundup braucht, findet in diesen ARD Magazin FAKT Bericht jede Menge wissenschaftliche Belege, welche gefährlichen Folgen Glyphosat für Mensch, Tier und Ökosystem hat:

    http://www.mdr.de/fakt/glyphosat-teratogene-wirkung-100.html

    In der Reportage wird auch belegt, dass selbst totgeborene und missgebildete Ferkel Glyphosat in sämtlichen Organen haben. Dieser Befund beweist, dass das Glyphosat über die Plazenta der Sau auf die ungeborenen Ferkel übertragen wird und in die Organe eindringt.

    Eine weitere Zusammenfassung der knapp 200 Glyphosat Studien, die belegen, dass Roundup und Co wahrscheinlich krebserregend sind, hat das Umweltinstitut München hier auf 12-PDF Seiten erstellt:

    http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

    Weitere schockierende Fakten wurden auch hier gesammelt:

    https://sascha313.wordpress.com/2016/05/24/toedliche-luegen-glyphosat-bfr-die-schande-fuer-deutschland-das-treiben-der-laemmer/

    Das heißt, alle Informationen sind vorhanden, nun muss Glyphosat nur noch EU- und dann weltweit verboten werden.

  3. Ist ja ein netter Bericht – aber er ändert nichts.
    Selbst in privaten Gärten wird immer mehr Roundup eingesetzt. Warum? Weil es den Leuten egal ist. Hauptsache bequem und billig.
    Mit so ein paar Unterschriften wird kein Politiker dazu gebracht werden, für die Senkung irgendwelcher Grenzwerte zu stimmen, geschweige denn das Zeug zu verbieten. Fakten sind nur für die Fakten, die dieselbe Meinung haben.

    Ich wünschte es wäre anders, aber euer Einsatz ist sinnlos…
    Das einzige was man vielleicht tun kann: die lokalen Bio-Bauern unterstützen und bei denen kaufen. Bio ist nicht perfekt, aber ein Anfang.

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