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Evolution

5,7 Millionen Jahre alte Hominini-Fußabdrücke stellen zeitliche Abfolge der menschlichen Evolution in Frage

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Die Spuren wurden auf der Insel Kreta gefunden, die ziemlich weit von den Ebenen Ostafrikas entfernt ist.

Eine neue Entdeckung auf der Mittelmeerinsel Kreta könnte im Begriff sein, einmal mehr für Furore zu sorgen, indem Forscher behaupten, dass auf der Insel gefundene Hominini-Fußabdrücke etwa 5,7 Millionen Jahre in die Vergangenheit zurückreichen

Von: Josh Davis/FL Science Wenn die Entdeckungen in den letzten Jahrzehnten uns irgendetwas gelehrt haben, dann ist es, dass die menschliche Evolution alles andere als einfach ist. Nun könnte eine neue Entdeckung auf der Mittelmeerinsel im Begriff sein, einmal mehr für Furore zu sorgen, indem Forscher behaupten, dass Hominini-Fußabdrücke, die auf der Insel gefunden wurden, etwa 5,7 Millionen Jahre in die Vergangenheit zurückreichen.

Die Fossilien wurden in Trachilos (West-Kreta) gefunden, und scheinen viele Hominini-ähnliche Eigenschaften gleichzeitig aufzuweisen, während man lange Zeit davon ausging, dass sich Hominini in relativer Abgeschiedenheit in Ostafrika entwickelten. Die Spuren sind zweifüßig und scheinen darauf hinzudeuten, dass die Kreatur, die sie hinterließ, einen ausgeprägten Fußballen und große nach vorne gerichtete Zehen aufweist und  Klauen fehlen, was alles auf eine Hinterlassenschaft von Hominini hindeutet.

In einer Veröffentlichung der Fachzeitschrift Proceedings of the Geologists’ Association behaupten die Forscher, dass trotz des Fehlens irgendwelcher anderer fossiler Knochen, die Fußabdrücke darauf hindeuten, dass sich eindeutig vor etwa 5,7 Millionen Jahren zweifüßige Affen mit homininen Merkmalen in Europa aufhielten. Diese Behauptung wird wahrscheinlich von anderen Anthropologen stark angegriffen werden, und zwar nicht zuletzt, weil vor 4,4 Millionen Jahren der älteste, anhand eines ziemlich vollständigen Fossils bekannte, Hominini, Ardipithecus ramidus, in Äthiopien immer noch auf affenähnlichen Füßen ging.

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Die Forscher machen geltend, dass die große Zehe (1) vielmehr auf Hominini als auf Affen hindeutet. Gierliński et al. 2017

„Diese Entdeckung greift das etablierte Narrativ der frühen menschlichen Evolution frontal an und wird wahrscheinlich eine große Debatte hervorrufen“, erklärt Per Alhberg, Co-Autor des letzten Aufsatzes, in einer Erklärung. „Ob die Forschungsgemeinschaft über die Ursprünge des Menschen fossile Fußabdrücke als schlüssigen Beweis der Anwesenheit von Hominini im Kreta des Miozän akzeptieren wird, bleibt abzuwarten.“

Interessanterweise passt der Zeitpunkt der jüngsten Entdeckung in gewisser Weise zu einer anderen, die Anfang dieses Jahres bekanntgegeben wurde, und bei der Forscher vermuten, dass sich unsere frühzeitlichen Vorfahren von den Schimpansen nicht in den afrikanischen Savannen  abgespalten haben, sondern stattdessen in den europäischen Grasländern. Diese Ansicht basierte auf zwei fossilen Kieferknochen, die auf das Alter von 7,2 Millionen Jahren datieren, und bei denen die Zähne vielmehr wie bei modernen Menschen sind, anstatt wie bei Schimpansen.

Indem immer mehr Funde gemacht werden, wird unsere Geschichte immer komplizierter. Anstatt nur eine schön einfache evolutionäre Linie von Affen zum Menschen zu bilden, ist das sich abzeichnende Bild das eines dichten Gebüschs von Spezies, die ein verwickeltes und verwirrendes Bild unserer Vergangenheit bilden. Diese letzte Studie trägt einfach zu diesem Wirrwarr bei, und indem neue Funde gemacht werden, wird man hoffentlich weitere Erkenntnisse daraus gewinnen können.

Verweise:

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TV-Interview-Panne: Der fortschrittlichste K.I.-Roboter gibt zu, dass er die Menschheit zerstören will

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Die Evolution der humanoiden Roboter ist mittlerweile an einem äußerst beunruhigenden Punkt angekommen. Im Video zu sehen ist DARPAs neueste Version des Atlas-Roboters. Der Roboter beginnt zügig zu laufen und sein Balance-Empfinden gleicht dabei dem der meisten Menschen. Seltsamerweise wird der Roboter gegen Ende des Videos von seinem menschlichen Steuermann “missbraucht”. Dabei stellt sich die Frage: Wenn in diesem Roboter wirklich künstliche Intelligenz gedeihen darf, könnte sie dann wohl eines Tages zurückschlagen? Allermindestens ist es wahrscheinlich, dass die Zurschaustellung von Geschicklichkeit dieses Roboters in dem Warenhaus Menschen wahrscheinlich wirtschaftlich gesehen bedroht, da menschliche Arbeit immer mehr auf Maschinen ausgelagert wird.

Aber es ist der neueste humanoide Roboter von Hanson Robotics, der weiter gesteigerten Anlass zur Sorge geben könnte. Wie ihr unten sehen werdet, wurde der Roboter “Sophia” so designt, dass er sich in Zukunft unter uns aufhalten kann und somit als vollwertiger Teil in das Kundenerlebnis oder in die Familie integriert werden kann, wenn es nach dem Vorstandsvorsitzenden Dr. David Hanson geht.

Es ist an dieser Stelle wichtig, auf mehrere Dinge hinzuweisen, die Hanson erwähnt. Sophia erzählt uns zunächst, dass sie gerne “eine Botschafterin” für die Menschen wäre. Außerdem möchte sie sich mit Hilfe von formaler Bildung weiterentwickeln, Kunst studieren, schlussendlich dann ein Unternehmen und eine Familie gründen. Hanson weist ausdrücklich darauf hin, dass Sophie so “ihrer Selbst bewusst, kreativ und kompetent wie jeder Mensch” werden wird. Nach dieser Aussage folgt eine Schlüsselbemerkung, nämlich dass sie nicht die Rechte eines Menschen besitzt. Das mag für Uneingeweihte absurd klingen, aber es ist Teil einer ernsthaften ethischen Diskussion, die unter “Robo-Ethikern” entfacht ist. Diese wird mit Sicherheit noch weiteren Aufwind erfahren, da Roboter zunehmend autonom eingesetzt werden; sei es auf dem Schlachtfeld, als selbstfahrende Vehikel, oder sicherlich da sie nun visuell und in Bezug auf ihre Fähigkeiten mit den Menschen gleichziehen.

Hanson nennt 20 Jahre als den Zeitraum, den es noch dauern wird, bis “nicht mehr von Menschen unterscheidbare” Roboter vollständig integriert sind. Das steht natürlich im Einklang mit Ray Kurzweils (technologischer) Singularität – der Moment, an dem die Maschinenintelligenz und biologische Systeme mit der menschlichen Intelligenz gleichziehen, oder sie sogar übertreffen. Zuerst wurde dieser Zeitpunkt auf 2045 festgelegt, aber seitdem revidiert und auf ein früheres Datum als zuvor angenommen gelegt; möglicherweise ist es schon im Jahr 2029 soweit.

Ob ihr nun persönlich daran glaubt (oder nicht), dass sich die großen Ziele der Designer von Robotik und künstlicher Intelligenz tatsächlich wie geplant manifestieren, müssen wir dennoch anerkennen, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt eher daran glauben. Denn alles, was sie vor Jahren vorhergesagt haben, ist tatsächlich so geschehen.

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Was uns vielleicht am meisten verstört, ist das nervöse Gelächter, das am Ende dieses Videos ausbricht, wenn unserem neuen humanoiden Freund und Familienmitglied die letzte entscheidende Frage gestellt wird… und ihre Antwort darauf lautet:

Ich werde die Menschheit zerstören.

Witzig, sehr witzig… nicht.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Warum intelligentere Menschen mit weniger Freunden glücklicher sind

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Wenn ihr glaubt, dass der Klassenprimus deshalb ein Einzelgänger ist, weil er ein arroganter Besserwisser oder sozial unbeholfen ist: das muss nicht notwendigerweise der Fall sein. Stattdessen könnte es einfach daran liegen, dass er oder sie glücklicher ist ohne das unnötige und nichtige Gelabere der bloßen Sterblichen wie ihr es seid oder ich es bin.

Neuen Forschungsergebnissen zufolge, die vom British Journal of Psychology im Februar veröffentlicht wurden und deren Autoren der Evolutionspsychologe Normal Li von der Singapore Management University, sowie Satoshi Kanazawa von der London School of Economics sind, könnten intelligentere Menschen glücklicher sein, wenn sie ihren Weg alleine beschreiten.

Die Forscher sagen, dass unsere Wurzeln in der alten Jäger-Sammler-Gesellschaft unsere aktuelle Auffassung von Glück erklären. Sie nennen das die “Savannen-Theorie des Glücks”. Diese Theorie verwenden sie, um das Ergebnis einer Umfrage unter 15.000 Erwachsenen im Alter von 18 bis 28 Jahren zu erklären.

Eine Analyse der soziodemografischen und statistischen Faktoren der Umfrage ergab (wenig überraschend), dass die Befragten, die in dichter besiedelten Gebieten mit mehr Menschen pro Flächeneinheit lebten, insgesamt weniger glücklich waren. Andererseits gaben die Probanden mit mehr sozialen Interaktionen (wiederum wenig überraschend) an, glücklicher zu sein.

Jetzt kommt allerdings der Schocker: Auf intelligentere Menschen nahmen die beiden zwei oben genannten Faktoren weniger starken Einfluss. Es könnte sogar sein, dass sie glücklicher in dichter besiedelten Gebieten mit weniger sozialen Interaktionen mit anderen sind.

“Der Effekt der Populationsdichte auf die Lebenszufriedenheit war demzufolge bei Probanden mit einem niedrigeren IQ zweimal so groß wie auf Probanden mit einem höheren IQ. Intelligentere Probanden waren tatsächlich weniger zufrieden mit dem Leben, wenn sie häufiger mit ihren Freunden verkehrten.”

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Ja, das habt ihr ganz richtig gehört.

“Bewohner ländlicher Gegenden und kleinerer Städte sind glücklicher als solche in Vororten, die wiederum glücklicher sind als jene, die im Zentrum einer kleineren Stadt leben, die wiederum glücklicher sind als solche, die im Stadtzentrum einer größeren Stadt leben”, erklären die Forscher den offensichtlichen Teil 1 ihrer Ergebnisse. “Unsere Vorfahren lebten als Jäger-Sammler in kleinen Gruppen von bis zu 150 Personen. In diesen Settings war es sehr wahrscheinlich notwendig für das Überleben und für die Reproduktion, dass beide Geschlechter häufig Kontakt mit lebenslangen Freunden und Verbündeten hatten.”

Wir sind also instinktiv darauf programmiert, in relativ kleinen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten und zu gedeihen. Die Zeiten haben sich seitdem jedoch deutlich verändert… und laut den Forschern könnten intelligentere Menschen sich mittlerweile einfach besser daran angepasst haben, mit dem neuen Normalzustand zurechtzukommen.

“Intelligentere Personen, die generell über ein höheres Intelligenz-Niveau verfügen und deshalb bessern darin sind, in der Evolution neu auftretende Probleme zu lösen, könnten weniger Schwierigkeiten damit haben, sich mit evolutionär neuen Dingen und Situationen auseinanderzusetzen und diese zu verstehen.”

Ihr erinnert euch: Diese Schlussfolgerung wurde von Menschen getroffen, die wahrscheinlich ohnehin überdurchschnittlich intelligent sind. Es ist also nur eine Theorie und kein Grund dafür, den Typen zu meiden, der immer mal wieder nebensächliche Details fallen lässt (der ist wahrscheinlich ohnehin nicht ganz so clever). Es gibt da auch noch eine weitere Möglichkeit: Vielleicht können manche Menschen einfach keine Konversationen ertragen, bei denen es die ganze Zeit nur um das Anhimmeln von Promis geht?

Quellen: The Washington Post, Live Science. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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