Erdogan zu Syrien: Türkei wird nach Militärmission in Afrin nach Idlib weiterziehen

in Geopolitik

Von rt.com

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat verkündet, Ankaras Syrien-Operation nach Idlib auszuweiten, sobald die gegenwärtige Mission in Afrin abgeschlossen ist. Er wolle Afrin und Idlib den „syrischen Schwestern und Brüdern“ zurückgeben.

Wir wollen, dass unsere syrischen Brüder und Schwestern in ihr Land zurückkehren, und jetzt wollen wir in Idlib dasselbe tun, was wir in Afrin getan haben“, sagte Erdogan im Rahmen einer Rede in Ankara.

Zuvor hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die USA erneut dazu aufgefordert, sich aus der syrischen Stadt Manbidsch zurückzuziehen. Die türkischen Streitkräfte seien bestrebt, die Stadt an ihre „wahren Besitzer“ zurückzugeben, drohte Erdogan unverhohlen.

Bei einem Treffen der Parlamentsfraktion seiner regierenden AKP erklärte der türkische Präsident am Dienstag, dass „zahllose Terroristen“ durch die jüngste türkische Offensive in Afrika „inaktiv gemacht“ worden seien. Er versprach, dass die Operation weitergehen würde und spottete über Washingtons Kritikpunkte:

Wann werden sie damit fertig werden, dass wir diese Frage stellen, wann haben sie ihre Operationen in Afghanistan beendet? Wann haben sie ihre Operationen im Irak beendet? Es ist 18 Jahre her.

Erdogan versprach auch, dass die Türkei ihren Verteidigungssektor ausbauen und die Abhängigkeit von ausländischen Verteidigungssystemen verringern würde.

Letzte Woche hatte US-General Joseph Votel, Leiter des Zentralkommandos der Vereinigten Staaten, erklärt, dass ein Rückzug aus der strategisch wichtigen Stadt Manbidsch „nicht etwas ist, das wir in Betracht ziehen“. Ankara hatte zuvor die US-Streitkräfte aufgefordert, die Stadt zu verlassen, die derzeit von US-unterstützten kurdischen Gruppen gehalten wird.

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2 Comments

  1. Mit der Befreiung von Afrin wird die Türkei der PKK und deren Sponsoren einen schweren Schlag versetzen.Die oben erwähnten Fakten sind nichts neues. Seit Jahren versucht die Türkei diese nach außen hin zu artikulieren, präsentiert dieselben Fakten und Beobachtungen. Jedoch scheint es so, als ob eine härtere Gangart nötig war, um die türkischen Interessen zu vermitteln und die rote Linie zu verdeutlichen.Angesichts der türkischen Militäroffensive haben nicht nur die Medienkanäle, sondern auch ausländische Regierungen ihre Syrien-Politik revidiert. Die USA zum Beispiel, sah sich gezwungen, eine neue Position in der Syrien-Krise einzunehmen. Obwohl diese Position sich weiterentwickeln muss, wurde klar, dass Washington nicht länger in der Konfortzone ihrer alten Position ausharren kann. Nachdem die USA erkannte, das der Austausch mit der Türkei wichtig ist, wechselte man dort innerhalb weniger Monate die eigene Haltung – und die YPG Unterstützung wurde ausgelagert.
    Nur wenige Tage nachdem Präsident Erdoğan Reportern mitgeteilt hatte, dass er nicht von sich aus den US-Präsidenten Trump anrufen werde, erhielt Erdoğan einen Anruf vom Weißen Haus, worin ein Gesprächswunsch Seitens Trump geäußert wurde.Sicherlich werden einige Menschen im Weißen Haus Große Anstrengungen unternommen haben, den Inhalt des Gesprächs zu verzerren – jedoch wissen wir, dass solche Gespräche ausnahmslos aufgezeichnet werden. Es wäre ziemlich einfach, die erwähnte Aufzeichnung publik zu machen, um zu beweisen, dass das US-Außenministerium hierbei etwas manipulieren wollte. Glücklicherweise hat die Türkei das jedoch nicht nötig. Die breite Öffentlichkeit in der Türkei glaubt ihrem Präsidenten und ist sich bewusst, dass Erdoğan vor laufender Kamera stets Klartext spricht und sich nicht scheut, öffentlich die Wahrheit zu sagen. Meiner Meinung nach, steht für die USA ziemlich viel auf dem Spiel, jedoch verrät ein Blick auf das „Time Magazine“, dass die USA sowieso nicht mehr viel zu verlieren haben. Amerika Allein – welch glorreicher neuer Name für den Amerikanischen Traum.Bedauerlicherweise werden die Türkei-EU Beziehungen wegen Politikern wie Merkel & Co. untergraben. Wenn die EU-Bürger diesen Fakt realisieren würden, dann könnten solche Politiker erst gar nicht als Stellvertreter gewählt werden.Obwohl die PKK in Ländern wie Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und der Schweiz als verbotene Organisation eingestuft wird, kann die Terrorgruppe durch ihre Ableger Demonstrationen und Treffen in diesen Ländern organisieren,Der PKK-Terrorismus stellt derzeit für jedes EU-Land eine große Bedrohung dar, und die türkischen Europäer sind sehr besorgt darüber. Darüber hinaus bedroht die PKK auch die Sicherheit, die öffentliche Ordnung und den gesellschaftlichen Frieden der EU-Länder.Man spielt regelrecht mit dem Feuer .

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