Australien suspendiert Syrien-Operationen nach russischen Androhungen

in Geopolitik/Welt

Australien kündigte am Dienstag an, dass es in Syrien Luftangriffe aussetzt, nachdem der Abschuss eines syrischen Militärjets durch die USA am vergangenen Wochenende zu der Erklärung Moskaus geführt hatte, dass man Flugzeuge der US-geführten Koalition fortan als militärische Ziele behandele.

Am Montag kündigte Russland an, dass alle Flugzeuge der US-geführten Koalition westlich des Euphrat-Flusses in Syrien als potenzielle Ziele betrachtet und mit Raketensystemen verfolgt würden.

Am vorigen Sonntag haben die USA zum ersten Mal während des sechsjährigen Krieges einen syrischen Militärjet abgeschossen.

Moskau hat den amerikanischen Schritt verurteilt und teilte mit, dass es mit sofortiger Wirkung aus der gemeinsamen Konfliktentschärfungs-Vereinbarung mit Washington aussteige, welche Kollisionen vermeiden sollte.

Doch sagte ein britischer Regierungssprecher am Dienstag gegenüber MiddleEast Eye, dass die Konfliktvermeidungsmaßnahmen weitergingen.

„Als Vorsichtsmaßnahme sind Angriffsoperationen der Australischen Steitkräfte (ADF) in Syrien vorübergehend ausgesetzt worden“, heißt es in einer Erklärung des australischen Verteidigungsministerium vom Dienstag dieser Woche.

Das britische Verteidigungsministerium bestätigte jedoch, dass man nicht plane, dasselbe zu tun.

„Die Luftoperationen werden fortgesetzt, und die Konfliktvermeidungsgsmaßnahmen sind in Kraft“, sagte ein Regierungssprecher zu MEE.

Konfliktvermeidungsmaßnahmen gehen weiter

„Wir fordern Russland auf, diese Maßnahmen weiterhin zu nutzen. Wir wollen, dass alle Parteien sich auf den Kampf gegen Daesh im Irak und Syrien konzentrieren“, sagte der Sprecher unter Verwendung der arabischen Abkürzung für die Terrorgruppe ISIS (Islamischer Staat in Irak und Syrien).

Moskau beschuldigte Washington, dass es den Pakt der Sicherheitskooperation missachtet habe, indem es nicht über die Entscheidung, das syrische Flugzeug abzuschießen, informiert habe, obwohl russische Flugzeuge zur gleichen Zeit in der Luft gewesen seien.

Washington entgegnete, dass man „tue, was wir können, um unsere Interessen zu schützen.“

Das US-Zentralkommando sagte, dass der abgeschossene syrische Militärjet dabei war, Bomben in der Nähe von US-unterstützten SDF-Streitkräften in der Stadt al-Rasafa außerhalb von Raqqa abzuwerfen.

Die Stadt liegt knapp westlich des Euphrat, aber der Schwerpunkt der US-geführten Koalition beim Kampf gegen ISIS liegt normalerweise östlich des symbolträchtigen Flusses.

Der Generalstabschef sagte, die Vereinigten Staaten arbeiteten daran, die Kommunikationslinie zur „Konfliktentschärfung“  mit Russland wiederherzustellen.

Marine-General Joseph Dunford sagte, es gäbe noch Kommunikation zwischen einem US-Lufteinsatzzentrum in Katar und russischen Bodentruppen in Syrien und fügte hinzu: „Wir werden diplomatisch und militärisch in den kommenden Stunden arbeiten, um die Konfliktentschärfung wiederherzustellen.“

Australien bestätigte, dass die Operationen im Irak weitergingen.

„Das ADF-Personal beobachtet die die Lage im Luftraum über Syrien genau, und eine Entscheidung über die Wiederaufnahme der ADF-Lufteinsätze in Syrien wird zu gegebener Zeit erfolgen“, so sagte man in Australiens Verteidigungsministerium.

„Der Schutz der australischen Streitkräfte wird regelmäßig überprüft in Reaktion auf eine Reihe von potenziellen Bedrohungen“, so hieß es.

Die syrische Regierung hat laut staatlichen Medien seine Auffassung geäußert, dass das Verhalten der USA „ohne Zweifel die Wahrheit über die US-Unterstützung für denTerrorismus offenbart“.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  http://anonymous-news.com/australia-suspends-syria-operations-after-russian-threats/

 

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