10 wichtige Dinge, die Sie über Bitcoin wissen sollten

in Welt/Wirtschaft

Lassen Sie uns in dem Ansturm auf Bitcoin einen Moment innehalten, um die Bedeutung von allem zu überdenken.

Nachdem Bitcoin unlängst die 10.000-Dollar-Marke überschritten hat, scheint es mittlerweile auch der Massenmedien-Finanzpresse klar geworden zu werden, dass diese Sache von Bedeutung ist. Da war große Hektik, um Informationsrückstände aufzuholen. Einige haben ihre Ansicht unterstrichen, das Ganze sei ein Schwindel. Andere tun es als eine „Blase“ ab, die zusammenfallen werde (tatsächlich legen sämtliche Finanzmodelle nahe, dass eine Korrektur erforderlich ist). Einige fordern ein Verbot, so als ob es möglich wäre, ein mathematisches Protokoll zu untersagen.

So viel Verwirrung da draußen! Nachdem wir diese Technologie bereits seit 2010 verfolgen, sind hier die zehn wichtigsten Punkte über Bitcoin und den Kryptowährungs-Sektor insgesamt.

  1. Er ist nicht etwa die Erfindung irgendeiner Regierung.

Seit der Antike wird behauptet, dass Geld (richtiges, „ordentliches“ Geld) die Domäne der Regierung sei, zumindest zum Schutz, aber auch um Druck auszuüben und zu steuern. Im späten 19. Jahrhundert entwickelte sich eine ganze Schule des wirtschaftlichen Denkens um diesen Gedanken herum: die Staatliche Theorie des Geldes. Georg Friedrich Knapps Abhandlung mit diesem Namen erschien 1905 (in englischer Übersetzung 1924) und half, die Verstaatlichung von Geld in den jeweiligen Zentralbanken zu festigen. Bitcoin zeigt nun aber, dass diese Theorie falsch ist. Gutes Geld entsteht durch Austausch und Unternehmertum, wie Carl Menger einst sagte.

  1. Er wurde nicht von der Wissenschaft erfunden.

Das Bitcoin-Protokoll wurde von einem anonymen Programmierer auf einer kleinen E-Mail-Liste veröffentlicht und dann öffentlich gemacht. Ökonomen – von Politikwissenschaftlern und Soziologen ganz zu schweigen – waren völlig außen vor. Das ist insofern faszinierend, als die intellektuelle Hierarchie die Wissenschaft an die Spitze zu stellen pflegt und alle anderen darunter einordnet. Die Gelehrten beherrschen den Lauf der Geschichte und alle anderen sind ihre Nutznießer, so heißt es – als gäbe es eine Produktionsstruktur für Ideen. Das Problem mit dieser Theorie entstand im Zeitalter des Kapitalismus, als die Praktiker, und nicht die Theoretiker, die guten Einfälle bekamen. Dann kam die Gegenreaktion im 20. Jahrhundert: Die Experten sollten die Gesellschaft führen. Jetzt entdecken wir etwas Erstaunliches: Die besten Ideen kommen eigentlich von denen, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.

  1. Es geht nicht nur um Bitcoin.

In mancherlei Hinsicht sind die hochfliegenden Renditen diseser Schlagzeilen-Kryptowährung eine Ablenkung von der Genialität der zugrunde liegenden Technologie: das dezentralisierte Hauptbuch, das Blockchain genannt wird. Diese Technologie hat einen Finanzsektor hervorgebracht, der genau so groß ist wie Bitcoin selbst, mit Tausenden von Anwendungen, einschließlich jeder Art von Vertragsabschlüssen. Blockchain könnte sogar zu einem Umbruch in der Beziehung zwischen Individuum und Staat führen. Der entscheidende Punkt, den man bei dieser Technologie verstehen sollte, ist folgender: Es ist ein besserer Weg als jemals zuvor, Eigentumsansprüche zu dokumentieren und durchzusetzen. Das macht den eigentlichen Wert dieser Technologie aus.

  1. Die überkommenen Regeln werden nicht funktionieren.

Diese Technologie ist völlig neu, während die bestehende finanzielle und regulatorische Maschinerie auf  überkommener Technologie basiert, um in einer bestimmten Art und Weise zu funktionieren. Der Versuch die Regeln „passend zu machen“, wird nicht funktionieren. Er wird nur Verwirrung erzeugen und den Forztschritt verzögern, kann ihn jedoch nicht verhindern. Die bestehenden Bürokratien und Interessengruppen werden kämpfen und kämpfen, aber nichts kann diese Revolution verhindern, die grenzenlos und digital ist und sich der Kontrolle entzieht. Darüber hinaus schmälert jede Verordnung die Wettbewerbsfähigkeit und stärkt die etablierten Unternehmen. Glauben Sie denn, dass wenn die Regierungen beispielsweise das Hufeisen, die Elektrizität, den Verbrennungsmotor oder das Fliegen verboten hätten, diese Ideen wirklich dauerhaft verhindert worden wären? Regierungen sind ein Ärgernis, nicht die Autoren der Geschichte.

  1. Geld wird wettbewerbsfähiger sein.

Viele Menschen sehen in dem aktuellen Geschehen einen Kampf zwischen dem Dollar und Bitcoin. Das ist indes zu stark vereinfacht. Der eigentliche Kampf findet zwischen nationalen Geldmonopolen und einem neuen Wettbewerbssystem statt. Diese Konkurrenz spielt sich zwischen Krypto-Währungen und Krypto-Anlagevermögen ab. Die Menschen wollen gern wissen, wer der Gewinner sein wird. Auch das ist überkommenes Denken der althergekommenen Welt. Der Wettbewerbsprozess wird niemals aufhören. Ein Sieg wird immer nur vorübergehend sein, und ein neuer Herausforderer wird aufsteigen und den Spitzenplatz einnehmen. Dies ist eine neue Welt. Keine derzeit lebende Person kann wissen, wie das ist, denn Geld ist für so lange vor Marktdruck geschützt worden. Insbesondere müssen sich die Amerikaner an eine Welt gewöhnen, in welcher der Dollar nicht mehr „König“ sein wird.

  1. Bank- und Kreditwesen werden sich ändern.

Die gesamte Institution des Zentralbankwesens beruht auf der Idee eines Geldmonopols, das eine vollständige Kontrolle und makroökonomische Steuerung ermöglicht. Krypto, also Digital-Geld, muss nicht Nummer Eins werden, um dieses Konstrukt zu zerstören. Es muss lediglich das Monopol brechen. Bei einer Marktkapitalisierung von mittlerweile einer halben Billion Dollar könnte dies bereits geschehen sein. Darüber hinaus verweben dezentralisierte Netzwerke Geld- und Zahlungssysteme, so dass die bisherigen Zahlungsabwickler als nächstes fallen werden. Täglich kommen neue Spieler hinzu.

  1. Diejenigen ohne Bankverbindung haben plötzlich Rechte

Es wird geschätzt, dass die Zahl der Menschen ohne Bankkonto weltweit bei zwei Milliarden beträgt. Dies ist sicherlich noch eine Unterschätzung. Denken Sie an die Entwicklungsländer, aber beschränken Sie sich nicht darauf. Menschen ohne Zugang zu Finanzinstituten sind überall, und zwar aus einer Reihe verschiedener Gründe. Vielleicht fürchten sie sich vor dem Eindringen in ihre Privatsphäre. Oder sie haben einen Lebensstil und Einkommensquellen, die vom Standard abweichen. Sie haben möglicherweise keine feste Anstellung. Oder sie sind zu jung. Vielleicht ist es eine Familienangelegenheit oder sie fürchten sich davor, vom System eingenommen zu werden. Wie dem auch sei, sie behalten immer noch wirtschaftliche Rechte, und Blockchain-Technologie gibt ihnen zum ersten Mal Optionen. Dies ist die Bevölkerung, die das Unternehmertum in diesem Sektor fördern wird.

  1. Niemand wird verantwortlich sein.

Blockchain hat keinen zentralen Fehlerpunkt und keine übergeordnete Kontrollkraft. Finanzintermediäre sind nicht völlig verschwunden, aber sie werden nicht mehr wesentlich sein. Die Systeme der Vergangenheit haben sich zu Kartellen entwickelt. Die Systeme der Zukunft werden zunehmend dezentral mit ununterbrochener finanzieller Mittlerfunktion sein. Jeder, der umfassende Kontrolle sucht, wacht jeden Tag in der Realität zerbrochener Illusionen auf. Dies gilt im Hinblick auf große Finanzunternehmen und auch für Regierungen. Die traditionelle politische Argumentation beruht auf der Annahme, dass eine einzige Vision Vorrang hat. Die dezentrale Zukunft wird in der Realität des vollständigen Bruchs damit begründet sein. Keine Ideologie kann das aufhalten.

  1. Es ist eine Vorlage für alles.

Bei Bitcoin geht es nicht wirklich um Bitcoin. Es geht vielmehr um menschliche Freiheit. Wir leben nicht gern in Käfigen, die andere für uns errichtet haben. Das Ziel des menschlichen Lebens ist es, einen Weg zur Freiheit zu finden. Regierungen und ihre Lakaien lachten und verwarfen diese ganze Revolution, etwa seit 2009 bis jetzt. Daraus kann nichts werden, sagten sie. Nun ist es zu spät.

  1. Niemand kennt die Zukunft.

Niemand hätte damit rechnen können, dass dies passieren würde. Niemand kann wissen, was uns bevorsteht. Die Zukunft wird von Vielen bestimmt werden. Dieses scheinbare Chaos wird sich im Laufe der Zeit ordnen und das Leben auf der Erde enorm verbessern. Und genau so sollte es auch sein.

 

Verweise:

 

 

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