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Datenschutz

Das ist Signal, die sicherste App für eure Nachrichten – sogar Snowden verwendet sie

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Wie kann man noch guten Gewissens wirklich der Nachrichten-App trauen, die man standardmäßig verwendet – auch wenn die App über End-zu-End-Verschlüsselung verfügt? Edward Snowden hat vor mehreren Nachrichten-Apps gewarnt, die nicht ausreichend gesichert sind oder eure Informationen mit der Regierung und Geheimdiensten teilen – und manche sogar mit der Polizei. Stellt euch die Frage: Wem vertraut ihr mehr? Den Firmen, die ihre Apps vermarkten wollen; oder Snowden, ein Geheimdienstagent, der mehrere Jahre für die CIA und die NSA gearbeitet hat, also für die mächtigsten Nachrichtendienste der Welt?

Wie wir bereits in einem vorherigen Artikel erläutert haben, schützt die End-zu-End-Verschlüsselung eure Nachrichten nicht in vollem Umfang – die Verschlüsselung reicht nicht aus, um eure Spuren zu verdecken. Das liegt daran, dass ein gewisser Teil der Nachrichten-App immer noch on ist und eure Informationen aufzeichnet. Wenn sie einmal aufgezeichnet sind, speichert die App dann eure Informationen – etwa Telefonanrufe und Nachrichten – auf anderen Telefonen. Das kann in letzter Konsequenz dazu führen, dass persönliche Informationen geleakt werden.

Ein idealtypisches und perfektes Beispiel für einen solchen Fehler stammt aus den Reihen von Apple. Apples iMessage-App, über die ich neulich in meinem Artikel „Apple zeichnet eure Nachrichten aus iMessage auf und schickt die Daten an die Polizei“ (Artikel ist auf Englisch) geschrieben habe, erörtern wir, wie Apples Nachrichten-App unter anderem eure Kontakte, Orte und Nachrichten abspeichert. Apple kann eure privaten Informationen jederzeit auf Zuruf an die örtlichen (oder staatlichen) Strafverfolgungsbehörden übergeben.

Wenn ihr bereits zu denjenigen gehört, welche die Open Source- und End-zu-End-gesicherte App Signal verwenden, dann seid ihr damit viel sicherer als ohne.

Die Nachrichten-App Signal verfügt ohne Zweifel über den am meisten gesicherten End-zu-End-Verschlüsselungsservice, den es zurzeit gibt. Zu einem früheren Zeitpunkt 2016 verlangte das Federal Bureau of Investigation (FBI) eine enorme Menge an Informationen über 2 spezifische Ziele, die Signal verwendeten. Obwohl die Behörde in der Lage dazu war, die Informationsherausgabe über eine Vorladung von Signal zu erzwingen, waren die Informationen für die Untersuchung ohnehin fast komplett nutzlos. Der Vorgang war Teil einer Untersuchung von einer bundesstaatlichen Grand Jury in Virginia.

Die App Signal speichert sehr wenige Informationen über ihre Nutzer, wie auch in diesem aktuellen Gerichtsfall ersichtlich und bewiesen wurde. Signals „Open Whisper System“ (OWS) übermittelt nicht einfach nach Aufforderung alles an die Regierung.

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Zum Glück für die Öffentlichkeit zeigt das, dass Signal eine der besseren Apps ist, die man verwenden sollte, wenn man auf der Suche nach Sicherheit und Privatschutz für die eigene Kommunikation ist. Signal ist sogar so gut, dass der Whistleblower Edward Snowden selbst sie verwendet.

Das FBI hatte verlangt, dass Signal die folgenden Informationen über die zwei Verdächtigen preisgibt:

  • E-Mail-Adresse des Abonnenten
  • Informationen zum Bezahlmittel
  • Mit dem Nutzer assoziierte IP-Adresse
  • E-Mail-Adressen
  • Chroniken
  • Cookie-Daten des Browsers

Die ACLU (American Civil Liberties Union; „Amerikanische Bürgerrechtsorganisation“) schrieb dazu in einem Abschnitt ihres entsprechenden Beitrags. „Wie die Dokumente zeigen, hat sich aus den Bemühungen der Regierung nicht viel ergeben – nicht deshalb, weil OWS sich weigerte, der Vorladung der Regierung Folge zu leisten (das haben sie nämlich getan), sondern weil die Firma ganz einfach diese Art von Informationen über ihre Kunden nicht speichert, welche von der Regierung verlangt wurden (und die viel zu viele Tech-Firmen nach wie vor ansammeln).“ Nachdem der fehlgeschlagene Versuch der Regierung aufgedeckt worden war, fügten sie hinzu: „Alles, was OWS ihnen zur Verfügung stellen konnte, waren die Tage und Zeitpunkte, zu dem ein Account erstellt wurde und wann er sich zum letzten Mal mit den Signal-Servern verbunden hat.“

Anlage A

Die Vorladung, die OWS auf ihrer Website veröffentlicht haben, ist eine Information für die Öffentlichkeit, dass die Firma keine privaten Informationen über ihre Kunden preisgeben wird – hauptsächlich aus dem Grund, weil sie dazu nicht in der Lage sind. Auf dem oben gezeigten Screenshot sind tatsächlich alle Informationen dargestellt, die sie über ihre Kunden haben.

Quellen: AnonHQ, Open Whisper Systems, Security Affairs, ACLU (American Civil Liberties Union), OWS (Subpoena).

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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WhatsApp gibt nun Ihre persönlichen Daten an Facebook weiter – So können Sie es verhindern

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Die weltweit beliebteste Instant-Messaging-App wird Ihre persönlichen Informationen – einschließlich Ihrer Telefonnummer und ihrer Kontaktlisten an ihren Mutterkonzern Facebook weitergeben, um Ihnen dabei zu ‘helfen’, Freunde zu finden und Ihre Facebook-Werbeanzeigen und Produkterfahrungen zu verbessern.

Laut der neuen, in die Privatsphäre eingreifenden Geschäftsbedingungen, wird WhatsApp als Teil der größten Veränderung seiner Datenschutzrichtlinie damit beginnen, Telefonnummern, Profildaten, Statusmeldungen und den Online-Status an Facebook weiterzugeben, was Unternehmen einen neuen Zugang ermöglicht, um potenzielle Kunden zu erreichen. Die aktualisierten Datenschutzbestimmungen ebnen Unternehmen auch den Weg, WhatsApp-Nutzern Nachrichten zu schicken – was im Endeffekt bedeutet, dass Sie danach ungewollte Werbeanzeigen auf Ihrem Mobiltelefon bekommen werden. Das Unternehmen kündigte dies in einem Blogeintrag vom 25. August an:

“Wir werden Ihre WhatsApp-Nummer nicht an andere weitergeben, einschließlich Facebook, und wir werden Ihre Telefonummer weiterhin nicht verkaufen, teilen, oder an Anzeigenkunden weitergeben. Aber durch eine weitreichendere Koordination mit Facebook, werden wir in der Lage sein, bestimmte Dinge zu tun, wozu die Nachverfolgung grundlegender Messgrößen gehört, etwa wie oft Leute unsere Dienste in Anspruch nehmen, oder wie wir besser Spam auf WhatsApp bekämpfen können.”

“Und durch die Verbindung Ihrer Telefonnumer mit den Facebook-Systemen kann Facebook Ihnen bessere Freundschaftsvorschläge anbieten und relevantere Werbung anzeigen, wenn Sie bei ihnen ein Konto angelegt haben. Zum Beispiel könnten Sie eine Anzeige von einem Unternehmen sehen, mit dem Sie bereits zu tun haben, anstatt von einem, von dem Sie noch nie etwas gehört haben.”

Als Facebook 2014 WhatsApp für 19 Milliarden Dollar aufkaufte, stellte der WhatsApp-Mitgründer Jan Koum “die Angelegenheit klar”:

Respekt vor Ihrer Privatsphäre hat für uns höchste Priorität…und wir haben wirklich nicht vor, daran etwas zu ändern. Wenn die Partnerschaft mit Facebook bedeuten würde, dass wir dafür unsere Werte aufgeben müssten, hätten wir diesen Schritt nicht getan. Stattdessen bilden wir eine Partnerschaft, die es uns erlauben wird, weiterhin unabhängig und autonom zu arbeiten.”

Als kürzlich lückenlose Verschlüsselung eingeführt wurde, versicherte uns WhatsApp erneut, dass jeder Anruf, den Sie tätigen und jede Nachricht, jedes Foto, Video, jede Datei und Sprachbotschaft, die Sie senden, standardmäßig lückenlos verschlüsselt ist, einschließlich von Gruppenchats, wenn Sie und Ihre Kontake die neueste Version der App benutzen.

Jedoch scheint WhatsApp bei den Versprechungen einen Rückzieher gemacht zu haben und hat damit natürlich weltweit für Ärger gesorgt. Pamela Clark-Dickson, Analystin bei dem Technik-Beratungsunternehmen Ovum sagte der BBC:

“Als WhatsApp von Facebook gekauft wurde, hat es den Nutzern versichert, dass es unabhängig bleiben würde. Nun gibt es Telefonnummern an Facebook weiter – manche könnten sagen, dass dies ein Vertrauensbruch ist. In gewisser Weise ist es nun dazu zurückgekehrt, was es nach eigener Aussage nicht tun würde.”

MAN KANN SICH IMMER NOCH FÜR DAS ABMELDEN ENTSCHEIDEN

Man hat nur ein 30-Tage-Zeitfenster, um WhatsApp daran zu hindern, seine Telefonnummer an Facebook weiterzugeben. Wenn Sie die neuen Nutzungsbedingungen nicht akzeptiert haben, wählen Sie die kleinere “Weiterlesen”-Option unter der grünen Schaltfläche “Zustimmen” aus und heben Sie die Auswahl beim Kästchen mit der Aufschrift “Teile mein WhatsApp-Kontoinformationen mit Facebook…” auf.

Wenn Sie bereits WhatsApp auf Ihrem Mobiltelefon aktualisiert, oder den neuen Nutzungsbedingungen zugestimmt haben, gehen Sie zum Menu “Einstellungen” und klicken Sie auf den Reiter “Konto”. Dort müssen Sie die Auswahl beim Kästchen “Teile meine Kontoinformationen” aufheben. Glückwunsch, Sie haben vorläufig sowohl erfolgreich Ihre Erlaubnis widerrufen als auch Ihre Privatsphäre wiederhergestellt!

whatsapp

In die Privatsphäre eindringende Datenschutzregelung im Visier

Die Informationsbeauftragte (ICO) Großbritanniens, Elizabeth Denham, untersucht die letzte Datenschutzrichtlinie von WhatsApp, um sicherzustellen, dass Sie mit dem Data Protection Act übereinstimmt; ein Unternehmen, das gegen das Datenschutzgesetz verstößt, kann durch die ICO mit einer Geldstrafe bis zu einer Höhe von 500.000 Britischen Pfund bestraft werden.

Einige könnten in Erwägung ziehen, dass es Ihnen einen besseren Service bieten würde, während andere durch den Mangel an Kontrolle beunruhigt sein könnten. Unsere Rolle ist, solche Vorgänge wie diesen offenzulegen, um sicherzustellen, dass Unternehmen gegenüber der Öffentlichkeit für Transparenz sorgen, wie ihre persönlichen Daten weitergegeben und die Endkunden geschützt werden, indem sichergestellt ist, dass die Gesetze befolgt werden. Während Organisationen keine vorherige Erlaubnis vom ICO einholen müssen, um Änderungen dabei vorzunehmen, wie sie mit persönlichen Daten umgehen, müssen jegliche Veränderungen in Übereinstimmung mit den Datenschutzgesetzen vorgenommen werden.

Währenddessen behauptet das Electronic Privacy Information Center (EPIC), dass die neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp gegen ein Anerkenntnisurteil der Federal Trade Commission verstoßen, das von dem Unternehmen verlangt, eine klare Zustimmung zu erhalten, bevor es die Nutzer dazu auffordert, den neuen Nutzungsbedingungen zuzustimmen. Engadget schreibt, die Datenschutzgruppe plane auch, eine Beschwerde gegen WhatsApp und Facebook wegen des Verstoßes gegen Statuten der Verordnung der Federal Trade Commission vorzubringen, die vor “unfairen oder betrügerischen Taten oder Praktiken” warnt.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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So findest du heraus, welche Regierungsbehörde dich auf deinem Smartphone ausspioniert

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Mittlerweile ist es wohl für niemanden mehr überraschend, dass unser “Großer Bruder” – also die Regierung – uns tatsächlich ausspioniert. Mit Hilfe unserer Computer und elektronischer Gerätschaften, unter anderem auch Handy und Smartphone, kann die Regierung Informationen über euch lesen, so als hättet ihr sie in einem Tagebuch niedergeschrieben, welches ihr unter eurem Kopfkissen versteckt.

Aber welche Regierungsbehörde spioniert euch tatsächlich auf eurem Mobiltelefon aus? Um diese Information zu ergattern, müsst ihr zunächst in eure Einstellungen gehen und dort eine Sektion namens “Status” oder “Über dieses Gerät” finden. Vergewissert euch, dass eure WLAN-Verbindung (WiFi) währenddessen abgeschaltet ist. Sobald ihr dort seid, solltet ihr hier die IP-Adresse eures Telefons finden.

Cell-Phone-Status[1]

Falls ihr die IP-Adresse eures Mobiltelefons nicht findet, könnt ihr auch wie folgt vorgehen: Deaktiviert die WLAN-Funktion (WiFi) und geht mit dem Mobiltelefon auf die Seite Whatismyip.com. Dort wird euch dann direkt die IP-Adresse angezeigt.

Sobald ihr die IP-Adresse eures Mobiltelefons gefunden habt, könnt ihr jetzt einen Browser öffnen (entweder auf eurem Telefon oder auf einem Laptop / Computer) und die Seite Who.is ansteuern.

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Wenn ihr die Website aufgerufen habt, könnt ihr die IP-Adresse eures Mobiltelefons oben in die Suchleiste eingeben. Gebt sie dort ein; auf einer neuen Seite erhaltet ihr dann die folgende Anzeige. Dort könnt ihr alle Informationen über das Netzwerk und den Betreiber (Carrier) eures Telefons abrufen.

Who-Is[1]

Wie ihr auf dem oben abgebildeten Screenshot sehen könnt, wird die IP-Adresse unseres Mobiltelefons derzeit vom DoD (Department of Defense) Network Information Center (etwa: Netzwerk-Informationszentrum des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums) überwacht.

Wenn mehrere von euch jetzt versuchen, die IP-Adresse eurer Mobiltelefone zu tracken um herauszufinden, welche Regierungsbehörde eure Telefonnummer gerade überwacht, dann seid nicht überrascht, wenn viele von euch bei derselben Regierungsorganisation landen. Es gibt wenige andere Regierungsstellen, die solche Aktionen durchführen.

Ihr könnt euch davor schützen, indem ihr eure IP-Adresse “verschleiert”. Das gelingt, indem ihr euch mit gesicherten WLAN-Netzwerken verbindet und einen bezahlten VPN-Service verwendet. Das hilft sehr dabei, die Schnüffelei von eurer Regierungsorganisation zu reduzieren.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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