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Costa Rica

Costa Rica verbietet als erstes lateinamerikanisches Land den Jagdsport

in Tierrechte/Welt

Im Jahr 2012 war Costa Rica das erste lateinamerikanische Land, in dem der Jagdsport mit einer einstimmigen Entscheidung vom nationalen Kongress verboten wurde. Es war ein Schritt nach vorne auf dem Weg zum Schutz der Wildtiere – das wohl wertvollste Kapital dieses Landes.

Vor dem Verbot strömten Jäger aus aller Welt nach Costa Rica, um Pumas oder Jaguare zu jagen, oder um diese Wildtiere zu fangen und sie dann auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Die Bevölkerung des Landes startete eine Initiative zum Schutz der wild lebenden Tiere. Die Petition mit über 177.000 Unterschriften wurde dann beim Kongress eingereicht.

Die Großkatzen waren indes nicht die einzigen Opfer der unersättlichen Gier der Jäger. Fallensteller fingen Papageien und Seeschildkröten ein und schmuggelten sie nach außerhalb des Landes. Die Leute verlangten 5.000 Dollar (rund 4.750 Euro) pro Person für Jagdtouren – und die Bevölkerung hatte genug davon.

In dem Land leben mehr als 4,5 Millionen Menschen und es heißt, dass Costa Rica eine der Nationen auf der Welt mit der größten Biodiversität ist. Auf Unterstützung im Kongress stieß auch die Entscheidung, die Zoos des Landes zu schließen und die Tiere wieder in ihre natürlichen Lebensräume zurückzuführen.

Wer gegen das neue Jagdgesetz verstößt, wird mit bis zu vier Monaten Haft bestraft und muss eine Gebühr von 3.000 Dollar (rund 2850 Euro) entrichten.

Artikel von livingtheorganicdream.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:


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Kokain im Wert von knapp 50 Millionen € in Coca-Cola-Fabrik gefunden

in Gesundheit/Welt

Hunderte Kilo Kokain sind am vergangenen Freitag in einer Coca-Cola-Fabrik in Frankreich gefunden worden. Aufgrund der Menge gehört die Beschlagnahmung zu den größten, die jemals auf französischem Boden stattgefunden haben.

Französische Beamte sagen, dass das Kokain in Rucksäcken entdeckt wurde, die sich in einer Lieferung Orangensaftkonzentrat aus dem Ursprungsland Costa Rica befanden. Die 370 Kilo „echtes Coke“ (Die Coca-Cola Company besitzt das Warenzeichen für den Namen Coca für ihr Cola-Getränk, umgangssprachlich sagt man Coke dazu; das englische Wort coke bedeutet Kokain), das in der Fabrik gefunden wurde, hat Aussagen zufolge einen Verkaufswert von knapp 50 Millionen Euro (ca. 55 Millionen US-Dollar); die lokalen Behörden bezeichneten den Fund als eine „ziemlich böse Überraschung“.

Die Behörden wissen momentan noch nicht, wer hinter dem Kokain steckt, aber in Signes, einer Stadt in Südfrankreich, werden nun erste Ermittlungen aufgenommen. Angestellte der Fabrik sind als mögliche Verdächtige bereits ausgeschlossen worden.

„Die ersten Untersuchungen im Rahmen der Ermittlungen haben ergeben, dass die Angestellten in keiner Weise involviert sind“, heißt es laut dem regionalen Vorstand von Coca-Cola, Jean-Denis Malgras.

Coca-Cola wurde ursprünglich Pemberton’s French Wine Coca genannt und bestand aus einer Mischung aus peruanischen Coca-Blättern, Kolanuss, Damiana (eine Turnera) und Kokaethylen (Kokain mit Alkohol versetzt). Der Drogist Stith Pemberton erfand seine French Wine Coca in Atlanta, Georgia in den USA; das Getränk war im Südosten der Vereinigten Staaten sehr beliebt.

Das Coca-Cola-Rezept war ein streng gehütetes Geheimnis. Im Jahr 1891 berichtete eine Zeitung aus Atlanta jedoch, was viele bereits vermutet hatten: Coca-Cola enthielt Kokain. Coke musste daraufhin die Vermarktungsstrategie ändern und bezeichnete die Produkte daraufhin als „erfrischend“, anstatt auf medizinische Vorzüge hinzuweisen. Coca-Cola entfernte im Jahr 1903 das Kokain aus seinem Getränk; Grund dafür waren rassistisch motivierte Ängste innerhalb der weißen Gesellschaft.

So heißt es in der New York Times:

„Jeder, der einen Nickel hat, egal ob schwarz oder weiß, konnte nun das mit Kokain versetzte Getränk zu sich nehmen. Weiße aus der Mittelschicht machten sich Sorgen, dass Erfrischungsgetränke zu dem aus ihrer Sicht explodierenden Kokainkonsum von Afroamerikanern beitragen könnten. Zeitungen aus den Südstaaten berichteten, dass ’schwarze Kokain-Teufel‘ weiße Frauen vergewaltigten und dass die Polizei außerstande war, sie aufzuhalten.“

Im Jahr 1914 wurde Kokain schließlich in den Vereinigten Staaten für illegal erklärt, aber es sollte noch bis 1929 dauern, bis Coca-Cola das Rezept ohne Kokain fertiggestellt hatte. Vor diesem Jahr konnten die psychoaktiven Komponenten der Kokablätter in der Limonade immer noch in kleinen Mengen nachgewiesen werden.

Das Coca-Cola-Erfrischungsgetränk ist seit 1929 komplett kokainfrei, aber der Extrakt des Kokablattes wird bis heute noch als aktive Zutat bei der Herstellung der international beliebten Limonade verwendet. Das Ecgonin-Alkaloid, mit dem Kokain seinen beschleunigenden Effekt auf das Gehirn ausübt, wird aus dem Kokablatt extrahiert, bevor es verarbeitet wird.

Die Stepan Corporation ist ein Konzern aus New Jersey, der chemische Weiterverarbeitung betreibt. Die Firma führt diese Extraktion bei den Kokablättern für Coca-Cola durch. Stepan hat eine Vereinbarung mit der DEA (Drug Enforcement Administration, US-amerikanische Drogenbehörde); die Firma darf als Einzige das Kokablatt in die Vereinigten Staaten importieren. Einhundertfünfundsiebzigtausend Kilogramm Kokablätter werden jedes Jahr von Stepan in die Vereinigten Staaten eingeführt. Der Verkaufswert einer solch großen Menge Kokain entspricht laut den Vereinten Nationen ungefähr 21 Milliarden US-Dollar, also knapp 18,8 Milliarden Euro.

Was passiert also mit dem Kokain, das von Stepan verarbeitet wird? Es wird in gepanzerten LKWs aus der Fabrik weggeschafft und dann an Mallinckrodt verkauft, ein Pharma-Konzern, dessen US-amerikanisches Hauptquartier sich in St. Louis, Missouri befindet.

Der Extrakt des Koka-Blattes wird als Merchandise No. 5 bezeichnet.

Übersetzt aus dem Englischen von The Anti-Media.


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