Russland entwickelt Hyperschall-Tarnkappenbomber, der Atombomben aus dem Weltraum starten kann

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Der Bomber wird von einem normalen Heimatflugplatz starten, um im russischen Luftraum zu patrouillieren. Auf Befehl wird er in den Weltraum aufsteigen, ein Ziel mit nuklearen Sprengköpfen angreifen und dann zur Heimatbasis zurückkehren.

Im Juli 2016 behauptete Oberstleutnant Alexej Solodovnikov, ein Raketentechnik-Dozent an der russischen Akademie für Strategische Raketensysteme in St. Petersburg, der Kreml entwickele einen hypersonischen strategischen Bomber, der mit nuklearen Sprengköpfen aus dem Weltraum zuschlagen kann. Das Erprobungsmodell des russischen nuklearfähigen strategischen Weltraum-Bombers wird (mit Hilfe von Moskau’s Zentralem Institut für Aero-Hydrodynamik, TsAGI) bis zum Jahr 2020 entwickelt werden.

Das Konzept sieht vor, dass der Bomber von einem normalen Heimatflugplatz starten wird, um im russischen Luftraum zu patrouillieren. Auf Befehl wird er in den Weltraum aufsteigen, ein Ziel mit nuklearen Sprengköpfen angreifen und dann zur Heimatbasis zurückkehren.

“Wir arbeiten mit dem russischen Zentralen Institut für Aero-Hydrodynamik zusammen an der Gestaltung der Flugzeugzelle und den Merkmalen des Flugzeugs. Ich denke, dass sein Fluggewicht 20-25 Tonnen erreichen muss, um ein Kampfflugzeug zu sein. Es wird in der Lage sein, im Raketenmodus auf Überschallgeschwindigkeit zu beschleunigen (rund 3.800 mph, entsprechend über 6.100 km/h) … und jeden Punkt auf der Erde in weniger als zwei Stunden zu erreichen (bei Flug mit fünffacher Schallgeschwindigkeit).

“Das Triebwerk wird ein Mantelstromtriebwerk sein, das bedeutet, es wird in der Atmosphäre arbeiten und dann in den Weltraum-Modus wechseln können, um ohne Luft zu fliegen – alles innerhalb eines Korpus. Zwei Triebwerke – eines für das Flugzeug, und ein weiteres für das Raumschiff – werden für das Antriebskonzept des Bombers miteinander kombiniert werden. Im Flugzeug-Modus wird das Triebwerk mit Kerosin-Kraftstoff betrieben. Für die Raumfahrt wird es Methan und Sauerstoff verwenden.”

Generaloberst Sergej Karakayev, Befehlshaber der russischen strategischen Raketentruppen, bestätigt, dass das Modell-Triebwerk für den Bomber in der Serpukhovo-Nebenstelle der Militärakademie gebaut und erfolgreich getestet wurde. Er bestätigte auch, dass Russland plane, das Triebwerk demnächst in  internationalen militärtechnischen Foren vorzustellen.

“Ein Triebwerk für ein vielversprechendes Weltraumflugzeug ist an der Akademie für Strategische Raketensysteme entwickelt worden. Die Funktionsfähigkeit wurde bestätigt. Im Moment überprüfen wir die Details, was etwa ein Jahr dauern wird. Dann werden wir einen Entwurf machen, der völlig anders als der derzeitige sein könnte.

“Sobald über die Pläne entschieden ist, werden wir damit beginnen, das eigentliche Triebwerk zu bauen. Im zweiten Entwicklungsjahr – 2018 – werden wir die Hardware bauen. Möglicherweise dränge ich etwas zu sehr – und einige Probleme könnten aufkommen -, aber bis 2020 sollten wir ein voll funktionsfähiges Ergebnis haben.”

Der sogenannte PAK-DA Tarnkappen-Bomber (was im Englischen für ‘Prospective Aviation Complex for Long-range Aviation’ steht, übersetzt Künftiges Luftverkehrskonzept für Langflugstreckenbetrieb) ist als Überschallflugzeug – das für Radar unsichtbar sein wird – vom Tupolev Design Bureau entwickeln worden, das schon für die berüchtigten Tu-95 ‘Bear’ strategischen Bomber verantwortlich zeichnete. Es ist als besser getarnte Version der TU-160 Überschallbomber beschrieben worden, und als Gegenstück zum derzeit in Entwicklung befindlichen B-21 Tarnkappenbomber der US-Luftwaffe.

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Die Ankündigung verbreitete sich wie ein Lauffeuer und wurde von den meisten Massenmedien und wissenschaftlichen Zeitschriften aufgegriffen. Allerdings verneinte das russische Verteidigungsministerium die Berichte und sagte, die Medien hätten “die Worte eines Vertreters der Militärakademie über eine angebliche Entwicklung eines Raumbombers falsch interpretiert.”

“Die Entwicklung einiger ‘Weltraumbomber’ “in der Serpukhovo-Nebenstelle der Akademie für Strategische Raketensysteme kommt nicht in Betracht. Eine solche Konstruktion und Entwicklung fällt jedenfalls nicht in die Zuständigkeit der Bildungseinrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums. Die Worte eines Lehrers der Militärakademie über die hypothetischen Möglichkeiten seiner eigenen theoretischen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Verteidigungs-Triebwerktechnologie sind offensichtlich fehlinterpretiert worden.”

Seltsamerweise hatte der stellvertretende russische Verteidigungsminister Yuri Borisov im April 2016 selbst bestätigt, die Arbeit an der Entwicklung des PAK-DA Tarnkappen-Bombers werde nicht gestoppt. Allerdings wird das Projekt wohl verzögert aufgrund Moskau’s Plan, die Produktion der Tu-160M2 fortzusetzen. Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete:

“Es war zunächst geplant, dass die Auslieferung der PAK-DA an die russische Armee in den Jahren 2023 bis 2025 beginnen sollte, und die ersten Test-Flüge waren für 2019 bis 2020 geplant. Es wurde dann später bekannt, dass die Schaffung des neuen russischen strategischen Bombers sich wegen des Vorhabens verzögert, die Serienproduktion von Tu-160M2 wieder aufnehmen, deren Beginn für 2023  geplant ist.”

Interessanterweise hatte das russische Verteidigungsministerium im Oktober 2016 angekündigt, der PAK-DA Bomber (der bis Ende 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll) werde die aktuelle Flotte von Tu-160, Tu-95MS und Tu-22M3 ersetzen.

Laut einem Bericht in RT geht man davon aus, dass der neue Tarnkappen-Bomber ein Gebiet von 6.740 nautischen Meilen abdeckt und ca. 30-40 Tonnen Waffen trägt, einschließlich Luft-Boden-und Luft-Luft-Raketen, sowie konventionelle und Lenkwaffensystem-Bomben.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com http://anonhq.com/russia-set-to-launch-hypersonic-stealth-bomber-that-can-drop-nukes-from-space/

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2 Comments

  1. …gut so : ) Hoffentlich teilt Russland diesen mit China, damit wäre die Welt schon einmal vor der USA / NATO / EU / ”ISRAEL” / FRANKREICH / ENGLAND / SAUDI ARABIEN & KUWAIT sicherer ( persönliche Meinung… )…

  2. “über 6.100 km/h)” Die Fluchtgeschwindigkeit für den Orbit zu erreichen, beträgt im Schnitt runde 8.500 Kilometer/Stunde, grob. Also prüfen Sie nochmal nach, was Sie hier mit Weltraumflugzeug meinen. Für den Orbit reicht das wirklich nicht.

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