Lämmer erfolgreich in künstlicher Gebärmutter herangewachsen – als Nächstes auch Menschen?

in Gesundheit/Welt

Acht unreife Lammföten wurden am Leben gehalten und wuchsen über vier Wochen hinweg in einer „künstlichen Gebärmutter“ deutlich heran.

Wenn Babys vorzeitig geboren werden, können sie eine ganze Reihe von gesundheitlichen Problemen haben, je nachdem, wie früh sie geboren sind, und viele dieser Probleme können ihrem Tod in den ersten Lebensjahren verursachen oder zu einem schmerzreichen Dasein mit Krankenhausbesuchen und Medikamenten führen. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge werden jährlich weltweit 15 Millionen Babys vorzeitig geboren, und es ist die Haupt-Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren. Etwa eine Million frühgeborene menschliche Babys sterben jährlich, aber das könnte sich alles ändern mit einer neuen Entwicklung von Forschern.

Wissenschaftler am Kinderkrankenhaus von Pennsylvania in den USA haben eine ‚Künstliche Gebärmutter‘ entwickelt, welche die Aktivitäten des Uterus und der Plazenta repliziert und bereits mit großem Erfolg beim Heranwachsen von Lammföten zu „Baby-Lämmern“ funktioniert hat. In den Tests gelang es den Wissenschaftlern, acht extrem frühreife Lammföten für vier Wochen in ihrer ‚Gebärmutter‘ am Leben zu halten, und sie beobachteten, wie ihre Lungen und Gehirne wuchsen, Wolle spross, ihre Augen sich öffneten, sie herumzappelten, zu schlucken lernten, und nach genauer Untersuchung scheinbar über normale Organfunktionen verfügten.

„Wir haben ein System entwickelt, das so genau wie möglich die Umgebung der Gebärmutter reproduziert und die Funktion der Plazenta ersetzt“, sagte der führende Autor Dr. Alan Flake gegenüber der Fachpublikation New Scientist. „Die Vorstellung ist wie komplette Science-Fiction, dass man einen Embryo nehmen und ihn mittels der Maschine durch den frühen Entwicklungsprozess bringen kann, ohne dass die Mutter das entscheidende Element dabei ist.“

Grafik: Kinderkrankenhaus von Philadelphia

Die Maschine wird ‚Biobag‘ (übersetzt etwa ‚Bio-Beutel‘) genannt, und ihr Erfolg kann auf die Tatsache zurückgeführt werden, dass es im Prinzip eine versiegelte Umgebung darstellt, die mit Wasser und Salzen gefüllt ist, um die Nährstoffe, die in der Regel von einem Uterus geliefert werden, nachzuahmen. Das Gerät verwendet ein pumpenloses System, um die Flüssigkeiten kontinuierlich zu zirkulieren, und ein Sauerstofflieferant, der an der Nabelschnur der Tiere befestigt ist, nutzt ihre eigenen Herzschläge, um Sauerstoff bereitzustellen.

Dank wissenschaftlicher Fortschritte konnten viele Babys überleben, die zwischen der 22. und 24. Woche geboren wurden, aber erst nach Monaten in Inkubatoren der Neugeborenen-Intensivstation, mit der traurigen Gewissheit, dass sie chronische Gesundheitsprobleme haben werden, falls sie zu den 30 bis 50 Prozent von ihnen zählen, die am Leben bleiben. Das Ziel für die Ärzte in dieser Studie ist es, Babys, die nach 24 Wochen geboren werden, in dem Biobag zu platzieren und sie dort zu hegen bis sie 28 Wochen alt sind, was ein viel lebensfähigeres Alter ist.

„Unsere Absicht wäre es nicht, sie in unserem System zu unterstützen, bis sie ein molliges 40-wöchiges Schwangerschaftsbaby sind“, sagte Dr. Partridge, einer der Forscher im Kinderkrankenhaus, in einem mit der Studie veröffentlichten Video. „Die Idee ist, die kritische Phase zu überbrücken, wenn sie wirklich kämpfen, und sie bis zu einem Punkt zu führen, wo sie es selbst schaffen können.“

Beim Menschen müssten Ärzte das verfrühte Baby per Kaiserschnitt holen, und dem Fötus würde eine Dosis von Betäubungsmittel verabreicht werden. Sie würden den Stromkreis des Systems mit der Nabelschnur durch eine Vene verbinden, und sobald das Blut richtig fließt, würde die Schnur von der Mutter abgelöst werden.

Flake und sein Team sprechen derzeit mit der US-Gesundheitsbehörde über weitere Forschungsarbeiten, um diesen Biobag zu einer lebensfähigen Lösung für „unreife“ menschliche Babys zu entwickeln, aber die Wissenschaftler sagen, dass es Jahre dauern würde, bis er auf den Markt komme, vorausgesetzt, dass er überhaupt Akzeptanz findet.

„Wir sind in einem Prozess, uns mit der Gesundheitsbehörde auszutauschen, und so ist es durchaus möglich, dass wir in ein bis zwei Jahren eine klinische Studie durchführen könnten“, sagte Flake.

Einige Wissenschaftler sind der Ansicht, dass der Biobag, obwohl effektiv, zu einigen ethischen Bedenken führen könnte, welche die Arbeitsplatz- und die Abtreibungspolitik beeinträchtigen. Sie machen sich Sorgen, dass Chefs etwa Mütter bitten könnten, den Biobag zu benutzen, um einen langen Mutterschaftsurlaub zu vermeiden, oder dass Babys unnötigerweise einer stressigen Situation ausgesetzt werden, in der ihr Überleben nicht sichergestellt werden kann.

Das Team weiß, dass sie an einigen Probleme arbeiten müssen. Der Beutel müsste für Menschen-Babys dreimal kleiner sein als für Lämmer, die Fruchtwasser-Lösung ist noch nicht optimiert, und das System funktioniert nicht für Babys, die vaginal geboren werden. Allerdings sind die Ärzte zuversichtlich, dass sie in der Lage sind, Lösungen für alle diese Fragen zu finden und sehen der Zukunft mit wissenschaftlicher Begeisterung entgegen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  True  Activist http://anonhq.com/baby-lambs-successfully-grown-artificial-womb-humans-next/

 

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3 Comments

  1. finde ich zum würgen -……..“Leaked“ Underground Dulce Base A………..vielleicht sollten die “ Menschen “ dort einziehen ,da können sie bestimmt noch mehr lernen !Selbstverständlich für die Wissenschaft –

  2. Dazu noch der AI-gestützte Fickroboter für $15tds, von dem ich kürzlich in der Renegade Tribune las und eine künstliche Eizelle und schon ist der Traum der Bewohner der Manosphere wahr geworden: keine Frauen mehr. Bravo.

  3. Ich habe schon lange nicht so etwas verstörendes gelesen!
    Wie kann man so verantwortungslos sein und überhaupt ZULASSEN dass so etwas überhaupt entwickelt wird?!

    Das bringt uns nur noch mehr in diese transhumanistischen Szenarien rein.
    Das man in so einem Beutel Föten halten kann, geht bestimmt irgendwann mit Sicherheit, aber was ist mit dem Kind?
    Einem Fötus Betäubungsmittel geben?! Geht’s noch? Hinzu kommt, dass Lebewesen, die noch im Mutterleib heranreifen, ständig Kontakt zur Mutter hat, das ist ihr einziger Bezugspunkt. Sie hören ihren Herzschlag, spüren die Wärme, die Emotionen, alles was dazu gehört.
    Dass das ein degenerieren zur Folge hätte von der Menschheit wird verschwiegen. Schon im Mittelalter haben die ein Experiment gemacht mit Säuglingen, die nur gefüttert wurden, sonst aber keine Zuneigung bekommen haben, die Folge war, dass alle gestorben sind.
    Wollen wir das wirklich ? Oder wird uns das von den GEISTESKRANKEN nur vorgesetzt?

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