Künstliche Intelligenz ersetzt Management bei weltgrößtem Hedge-Fonds

in Welt/Wirtschaft

(ANTIMEDIA) – Das bevorstehende Ausweiden des globalen Arbeitsmarktes durch künstliche Intelligenz und roboterhafte Automatisierung ist wohlbekannt. Verschiedene Schätzungen deuten darauf hin, dass der amerikanische Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2025 um 30% schrumpfen könnte. Die Einschätzung der Vereinten Nationen ist gar noch düsterer. Sie prognostizieren, dass zwei Drittel der menschlichen Arbeitskräfte innerhalb der nächsten zehn Jahre ersetzt werden. Normalerweise sind die hauptsächlich betroffenen Sektoren in solchen Verlustberichten die Bereiche Herstellung, Handel und Jobs als Arbeiter. Indes sind gemäß einer neuen Analyse auch Büro-Arbeitsplätze nicht immun, und der größte Hedge-Fonds der Welt ist im Begriff, seine Manager durch künstliche Intelligenz zu ersetzen.

Die Firma Bridgewater Associates, die Vermögenswerte im Umfange von 160 Milliarden US Dollar verwaltet, hat ein Ingenieurteam damit beauftragt, KI-Software zu erstellen, welche die Entscheidungsfindung automatisiert und Emotionen aus der Finanzanalyse heraushält. Das Vorhaben leitet der gleiche Mann, David Ferrucci, der hinter IBM’s Supercomputer Watson stand, welcher im Jahr dafür 2011 berühmt wurde, Menschen bei Jeopardy geschlagen zu haben!

Nun entwickelt Ferrucci die ehrgeizige PRIOS-Management-Software, die nach Bridgewater’s Erwartungen innerhalb von nur fünf Jahren drei Viertel ihrer Entscheidungen treffen wird. Laut Devin Fidler, einem Forschungsleiter, der für das Institute of the Future an einem ähnlichen Projekt arbeitet, ist Bridgewater’s Zielsetzung durchaus vertretbar.

„Menschen können einen schlechten Tag haben, und das beinflusst dann ihre Wahrnehmung der Welt und die Entscheidungen, die sie treffen. In einem Hedge-Fonds kann das enorme Auswirkung haben“ sagt Fidler. Er geht davon aus, dass eine der größten Herausforderungen darin bestehen wird, die im Unternehmen arbeitenden Menschen dazu zu bewegen, das Wort einer Maschine zu akzeptieren.

Er erklärt:

„Die Leute neigen nicht dazu, eine von einer Maschine kommende Nachricht zu akzeptieren.

In Unternehmen, die wirklich gut in der Datenanalyse sind, werden Entscheidungen sehr oft von einem statistischen Algorithmus getroffen, aber die Entscheidung wird sodann von jemandem vermittelt, der sie möglicherweise in einen emotionalen Kontext setzt.“

Futurist Zoltan Istvan sagte zuvor gegenüber Anti-Media, dass die Automatisierung den Arbeitsmarkt so wesentlich dezimieren werde, dass ein Allgemeines Grundeinkommen erforderlich wird. Er teilt Fidler’s Einschätzung nicht und weist darauf hin, dass die Menschen der Führung durch Maschinen bereits seit Jahren folgen, wenn es besipielsweise um Autopilot- und GPS-Systeme geht. Menschen haben durchaus Vertrauen in algorithmische künstliche Intelligenz gefasst, genau jenen Mechanismus, der die Automatisierung für Unternehmen so finanziell lukrativ macht.

Istvan empfiehlt, sich mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass Arbeitsplätze verschwinden werden, und zwar nicht nur Stellen im gewerblichen Bereich.

„Die Fakten sind sehr einfach: Künstliche Intelligenz wird jeden Job besser machen.

Die einzige Ausnahme mag die Karriere als Künstler sein, da diese Tätigkeiten subjektiv angelegt sind, indes werden sämtliche Arbeitsplätze mit manuellen und ausführenden Tätigkeiten demnächst zur Diposition stehen, und KI und Roboter-Hersteller können zuschlagen. “

Für eine Untersuchung von Accenture, einem digitalen Beratungsunternehmen, sind 1.770 Manager in 14 Ländern gebeten worden, die Auswirkungen künstlicher Intelligenz einzuschätzen.

Die Autoren kamen zu folgendem Ergebnis:

„Künstliche Intelligenz wird sich letztlich erweisen, billiger, effizienter und möglicherweise unparteiischer in ihrem Handeln zu sein als Menschen.“

Es sieht so aus, als dass Arbeitsplätze von Angestellten ebenso sehr betroffen sind, wie diejenigen von Arbeitern.

„Banker werden aussterben wie zuvor die Dinosaurier“, sagt Istvan.

Gibt es irgendwelche Arbeitsplätze, die sicher sind? Istvan glaubt, dass Künstler und Kreative auf einzigartige Weise der Übernahme durch Automatisierung widerstehen können sollten. Angesichts der Übernahme der Arbeitsplätze von Hedge-Fonds-Managern und Bankern, muss man sich jedoch fragen, wie lange Kreativität noch das Hoheitsgebiet des Menschen bleiben wird. Ein Schriftstellerraum mit Robotern könnte Netzwerken und Studios Milliarden an Geld sparen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von Anti-Media http://theantimedia.org/artificial-intelligence-management-hedge-fund/


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1 Comment

  1. Ein Thema was schwierig ist,denn sie wissen nicht was sie tun,es ist logisch das die Künstliche Intelligenz keinen Urlaub macht,nicht krank wird usw aber ein Grundeinkommen sehe ich eher als -das wird es nicht geben an -denn es geht ja letztendlich nur darum eine Menge zu erwirtschaften wozu die Roboter benutzt werden .Solange man kein Grundeinkommen sieht wird es eine Illusion bleiben.
    Thema Grundeinkommen mal weggelassen…und man sieht nur die Künstliche Intelligenz ….nein nicht gut.

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