Kakao und Kaffee statt Kokain: UN will Kolumbien mit historischem Abkommen gegen Kokaanbau helfen

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Die Vereinten Nationen wollen Kolumbien helfen, den für viele Konflikte verantwortlichen Kokaanbau im südamerikanischen Land auf freiwilliger Basis zurückzudrängen.

Bauern sollen mit Hilfe eines millionenschweren Projekts anstatt auf den Grundstoff für Kokain auf die Ernte anderer Agrarprodukte setzen, teilte das UN-Büro zur Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) am Freitag in Wien mit.

Kolumbien stellte für das Vorhaben rund 270 Millionen Euro zur Verfügung. UNODC-Direktor Juri Fedotow bezeichnete das für vier Jahre ausgelegte Abkommen als historisch. Mit zuletzt rund 900 Tonnen im Jahr ist Kolumbien der größte Kokainproduzent der Welt. In Europa wird nach Schätzungen pro Jahr Kokain für fast sechs Milliarden Euro abgesetzt. (dpa)