Hungersnot ausgerufen im Südsudan während 100.000 Menschen vom Hungertod bedroht sind

in Gesundheit/Menschenrechte/Welt

Hilfsorganisationen berichten, dass 40% der Bürger des Landes „dringend Hilfe benötigen“, und warnen davor, dass Millionen von Menschen davon bedroht sind, innerhalb der nächsten sechs Monate zu sterben.

Am Dienstag, gaben auf einer Pressekonferenz in Juba, Südsudan, UN-Organisationen, das Welternährungsprogramm, UNICEF, und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) eine Hungersnot-Erklärung ab. Wie verlautet, sind bereits Menschen dabei an Hunger zu sterben, und weitere 1 Million Menschen sind unmittelbar am Rande des Hungertodes. Die Krise betrifft fast 5 Millionen Menschen, mehr als 40% der Bevölkerung des Landes.

In der Tat benötigt das Gebiet den Hilfsorganisationen zufolge dringend Hilfe. Laut Joyce Luma vom Welternährungsprogramms ist die Hungersnot im Sudan weitgehend „von Menschenhand geschaffen“, da sie ein Effekt der politischen Unruhen ist, die das Land seit 2013 erfasst haben. Serge Tissot von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, kommentierte:

„Unsere schlimmsten Befürchtungen wurden wahr. Viele Familien haben alle Mittel ausgeschöpft, die sie zum Überleben haben.“

Wegen der Not haben Überlebende keine andere Wahl, als zu essen, was immer sie finden können. Emma Jane Drew, Oxfam’s Programm-Manager für Humanitäre Hilfe im Südsudan, stellte in einer Stellungnahme fest, dass „die Menschen an den Rand des Untergangs gedrängt wurden“und eigentlich nur noch überleben von dem, was sie in den Sümpfen zu essen finden können.

„Gefährdete Personen, die wegen des Konflikts außerhalb der Reichweite von lebensrettender Hilf sind, zahlen den ultimativen Preis“, fügte sie hinzu.

Foto: LATimes

Obwohl die Hungersnot erst vor kurzem ausgerufen wurde, ist das Rätsel im Südsudan über Jahre hinweg eskaliert. „Ernährungsunsicherheit, Hunger, Unterernährung verschlimmerten sich seit dem Beginn des Konflikts vor drei Jahren immer mehr“ erklärt George Fominyen, ein Sprecher des UN-Ernährungsprogramms. Das Problem ist, dass humanitäre Gruppen große Schwierigkeiten haben, die am schwersten betroffenen Gebiete zu erreichen.

„Wir müssen mit 10 bis 15 Menschen sprechen und sie fragen, ob es möglich ist, ein Team zu schicken“, sagte er. „Sie können nicht einfach dorthin gehen ohne vorherige Zustimmung.“

Falls nicht „eine erhebliche Finanzspritze“ – etwa 205 Millionen US Dollar – innerhalb der nächsten sechs Monate gesichert werden kann, werden die Mittel des UN Ernährungsprogramms am Ende sein.

„Wir sind sehr besorgt darüber, dass wir nicht die nötigen Ressourcen haben“, gestand Fominyen. „Wir könnten schon Ende Juni all unsere Nahrungsvorräte verbraucht haben. Die Bedürfnisse sind so riesig. Jedes Mal betritt man eine neue Front, beginnt eine neue Schlacht. „

Man hört viel über die syrische Flüchtlingskrise, aber was nur wenige wissen, ist, dass Afrika seine größte Flüchtlingskrise erlebt, in der Menschen im Südsudan vor dem Bürgerkrieg aus ihrer Heimat fliehen und nach Uganda migrieren. 1,5 Millionen Menschen flohen aus dem Sudan erst letzte Woche, was einen Eindruck davon gibt, wie sehr sich die Situation verschlechtert.

Süd-Sudan, eine relativ junge Nation, hat bereits zuvor eine Hungersnot erlebt. NZHerald weist darauf hin, dass es im Jahr 1998 in der Region Bahr El Ghazal nach einer ausgedehnten Dürre und Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen zu einer Hungersnot gekommen war. Beamte warnen jetzt davor, dass ein „totaler ethnischer Bürgerkrieg“ bevorstehen könnte.

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Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  TrueActivist.com

 


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