Geschmiert und gekauft? Abgeordnete erhalten 26,5 Millionen Euro aus anonymen Quellen

in Wirtschaft
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Bundestagsabgeordnete haben seit 2013 mindestens 26,5 Millionen Euro dazuverdient. Vor allem Parlamentarier von CDU und CSU sind Top-Nebenverdiener. Manches Zusatzeinkommen wirft Fragen auf.

Die Abgeordneten des Bundestags haben in der ablaufenden Wahlperiode mindestens 26,5 Millionen Euro durch Nebeneinkünfte hinzu verdient. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Otto-Brenner-Stiftung hervor, die von abgeordnetenwatch publik gemacht wurde. An der Spitze der Nebenverdiener stehen Abgeordnete von CDU und CSU. Die Abgeordneten müssen ihre Nebeneinkünfte in zehn Stufen von mehr als 1000 bis 3500 Euro in der ersten Stufe bis zur letzten Stufe von mehr als 250 000 Euro monatlich angeben.

Die Top 20 der Nebenverdiener im Bundestag

in dieser Wahlperiode (Bruttozuflüsse), Stand Juli 2017

Demnach hatten 178 und somit jeder vierte der 655 in dieser Wahlperiode im Bundestag vertretenen Abgeordneten meldepflichtige Einkünfte von mehr als 1000 Euro im Monat beziehungsweise 10 000 Euro im Jahr. Der Mindestverdienst lag seit der letzten Wahl im Jahr 2013 zusammengerechnet bei 26,5 Millionen Euro, wenn innerhalb der zehn Stufen immer der niedrigste Betrag angenommen wird. Wird bei den Berechnungen der Höchstwert der jeweiligen Einkommensstufe angenommen, liegen die Nebeneinkünfte der Bundestagsabgeordneten sogar bei bis zu 48,7 Millionen Euro.

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Abgeordnetenwatch kritisiert auch die Nebenverdienste von ehemaligen Ministern aus der Unionsfraktion. Der ehemalige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erhält vom Lobbyverein der arabischen Industrie- und Handelskammern monatlich zwischen 3500 und 7000 Euro. Seit er im Jahr 2014 zum Präsidenten der „Ghorfa Arab-German Chamber of Commerce and Industry“ gewählt wurde, summieren sich Ramsauers Einkünfte auf mindestens 129.500 Euro.

Ex-Gesundheitsministerin auf Honorarliste der Pharmalobby

Der frühere CDU-Forschungsminister Heinz Riesenhuber bekommt seit 2014 Geld von der Schweizer Beteiligungsgesellschaft HBM Healthcare Investments AG, insgesamt mindestens 350.000 Euro. Vom Kohlekonzern RAG erhält Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) in der laufenden Wahlperiode ein Honorar zwischen 120.000 und 200.000 Euro.

 

Quelle: dpa, faz.net

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3 Comments

  1. “Abgeordnete”, frei gewählt durch das politisch mündige deutsche Volk,
    ähh, wohl eher durch eine politisch ahnungslose wie bildungsresistente
    Bevölkerung. Dieses “Parlamentarier/innen” oder doch besser, diese
    Negativselektion politischer Minusselen stopfen sich anschließend
    vollkommen moralbefreit wie hemmungslos ihre Taschen voll.
    Als Gegenleistung fungieren sie sodann als willfährige und ferngesteuerte Abnickautomaten die sich noch nicht einmal entblöden z.B. die Hartz-4
    Gesetze ständig zu verschärfen, Steuern und Abgaben laufend nach oben
    zuschrauben und bei sämtlichen Rechtsbrüche der NWO-Merkel einfach wegzuschauen.
    Das nennt man dann wohl gelebte Demokratie, ich lach mich tot!

  2. Unlegitimiert, rechtswidrig, korrupt!! Gegen diese Attribute getraut sich kein Bundestagsabgeordneter zu klagen, denn dann käme mal die Wahrheit aufs Tapet!
    Der dumme Michel lässt sich von einer kriminellen Truppe regieren!

  3. Das sind unsere gewollten Könige, so wollten wir es doch haben.
    Jetzt haben wir sie und sind dennoch nicht damit zufrieden.
    Es liegt doch alles in unserer “aller” Hand es zu ändern.

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