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Früherer LAPD-Detektiv behauptet in einer Dokumentation, dass Puff Daddy 2Pac ermordet hat

in Kriminalität

Die späten 1990er waren ein schwieriger Zeitpunkt für Hip Hop- oder Rap-Musik-Anhänger, insbesondere für die afro-amerikanische Community.

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Zwei prominente Persönlichkeiten der Musikindustrie, beide Afro-Amerikaner, wurden unter seltsamen Umständen ermordet, was eine spannungsgeladene Atmosphäre unter führenden Akteuren der Industrie auslöste. In der Nacht des 7. September 1996 wurde Tupac Amaru Shakur – bekannt unter seinem Künstlernamen 2Pac – von einer unidentifizierten Person in Las Vegas, Nevada, erschossen, nachdem er einen Boxkampf zwischen Bruce Seldon und Mike Tyson besucht hatte. 2Pac und sein Team waren Berichten zufolge auf dem Weg in einen Club, als kurz vor Mitternacht die Schüsse fielen.

Am 9. März, sechs Monate nachdem 2Pac niedergeschossen wurde, wurde Christopher George Latore Wallace – auf der Bühne als The Notorious B.I.G bekannt – von einem weiteren unidentifizierten Angreifer in Los Angeles, Kalifornien, erschossen.

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Diese beiden Todesfälle führten zu allenmöglichen Theorien, darunter Beschuldigungen und Gegen-Beschuldigungen, die in den Medien kursierten. Nachdem all die Untersuchungen und forensischen Analysen über diese Vorfälle durchgeführt wurden, wurde bis heute niemand wegen der beiden Erschießungen offiziell angeklagt. Des Rätsels Lösung hinter dem Tod der Rapper blieb ungelöst.

Jedoch hat eine kürzlich auf Netflix veröffentlichte Dokumentation wieder die Verschwörungstheorien über die beiden abscheulichen Vorfälle beflügelt. Ein sich im Ruhestand befindlicher Detektiv des Los Angeles Police Department (LAPD), der darauf angesetzt war, die Vorfälle zu untersuchen – besonders denjenigen von 2Pac – hat in der Dokumentation behauptet, dass Sean John Combs (Puff Daddy) hinter dem Tod von 2Pac stecke.

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Der frühere LAPD-Detektiv Greg Kading soll eine spezielle Task Force geleitet haben, das 2006 die beiden Erschießungen neu untersuchte. Kading wurde damit beauftrag, die Vorfälle neu aufzurollen, weil B.I.G.s Mutter, Voletta Wallace, eine Zivilklage gegen das LAPD vor einem Bundesgericht einreichte, indem sie behauptete, dass das Department die Beteiligung eines Polizeioffiziers an der Ermordung ihres Sohnes vertuschte. Basierend auf B.I.G.s Verdienstmöglichkeiten schätzte die Zivilklage die dadurch verursachten Gewinneinbußen auf 500 Millionen Dollar. Es war Kadings Aufgabe, die Theorie – die bei der Klage vorgebracht wurde und zusammen mit vielen anderen kursierte – zu widerlegen.

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In der Dokumentation behauptete Kading, dass Puff Daddy ein Mitglied der Crips-Gang namens Duane Keith „Keffe D“ Davis anheuerte, um 2Pac und seinen Manager, Marion Hugh „Suge“ Knight, für einen Betrag von 1 Million Dollar zu töten. Er sagte, in der schicksalshaften Nacht des Vorfalls, betätigte Keffe Ds Neffe, Orlando „Baby Lane“ Anderson, den Abzug der Waffe, die danach 2Pac tötete. Der Film, der Kadings Enthüllung dokumentiert, trägt den Titel Murder Rap. Seine Premiere war ursprünglich 2015 und basiert auf Kadings Buch gleichen Namens von 2011.

Laut Kading heuerte Suge Knight das Mitglied der Bloods-Gang Wardell „Poochie“ Fouse zur Vergeltung an, um The Notorious B.I.G für 13.000 Dollar umzubringen. B.I.G. war ein enger Verbündeter von Puff Daddy.

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Kading enthüllte, dass er im Laufe der Untersuchung der Vorfälle in der Lage war, Keffe D in eine Situation zu locken, in der er ein verifizierbares Geständnis über die Ereignisse ablegen musste, das zu 2Pacs Mord führte, da er sonst mit schwerwiegenden Vorwürfen für ein anderes Verbrechen rechnen musste.

Dazu befragt, warum das LAPD keine formelle Anklage gegen Puff Daddy erhob, antwortete Kading, indem er erklärte, wie sich das Department dazu entschloss, dies wegen Puff Daddys Promistatus nicht zu tun. Er behauptete auch, dass die zwei Männer, Anderson und Fouse, die eigentlich den Abzug drückten, nun beide tot sind.

Tatsächlich gab Kading zu, dass seine offizielle Rolle bei dem Fall nicht notwendigerweise darin bestand, die Mörder der Rapper zu finden, sondern nach Beweisen dafür zu suchen, die demonstrieren, dass das LAPD kein Komplize bei den Morden war, besonders im Fall von B.I.G., damit die Zivilklage durch das Gericht abgewiesen wird. Laut Kading wurde die Neuuntersuchung der Morde sofort fallengelassen, als sein Team genug Beweise fand, um das LAPD zu entlasten.

Als das LAPD von der Huffington Post kontaktiert wurde, um die Behauptungen des früheren Detektivs zu kommentieren, lehnte dies das Department ab. Auch Puff Daddy weigerte sich, zu den von Kading in der Dokumentation vorgebrachten Behauptungen Stellung zu nehmen.

UNITED STATES - JULY 14: Sean "Puffy" Combs in recording studio at 321 W. 44th St. (Photo by Andrew Savulich/NY Daily News Archive via Getty Images)

Jedoch ist dies nicht das erste Mal, dass Puff Daddy mit dem Tod der beiden Rapper in Zusammenhang gebracht wurde. Bereits 2010 wurde Puff Daddy Berichten zufolge in einem Radio-Interview über seine möglichen Verbindungen mit dem Tod von B.I.G. befragt.

Puff Daddy beantwortete die Frage, was manchen Beobachter zu dem Glauben veranlasste, dass er etwas über den Vorfall wusste. Er antwortete: „Das sind Straßen-Angelegenheiten.“

Aber 2011, in Folge der Veröffentlichung von Kadings Buch, das offiziell Puff Daddy die Schuld am Tod von 2Pac gab, sagte Puff Daddy LA Weekly, dass Kadings Behauptungen rein fiktional und vollkommen lächerlich seien.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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