Die Nazis sind zurück: Tschetschenien eröffnet die ersten Homosexuellen-Konzentrationslager der Welt

in Menschenrechte/Welt

Mehr als 100 homosexuelle Männer wurden in einem „prophylaktischen Streich“ wegen ihrer „nicht-traditionellen sexuellen Orientierung oder dem Verdacht solcher“ illegal festgesetzt – in Nazi-artigen Konzentrationslagern quer durch Tschetschenien, wo sie angeblich mit Elektroschocks gefoltert und zu Tode geprügelt werden.

Mehr als 100 homosexuelle Männer wurden in einem „prophylaktischen Streich“ wegen ihrer „nicht-traditionellen sexuellen Orientierung oder dem Verdacht solcher“ illegal festgesetzt – in Nazi-artigen Konzentrationslagern quer durch Tschetschenien. Sie werden angeblich mit Elektroschocks gefoltert und mehrmals am Tag geschlagen.

Internationale Menschenrechtsaktivisten und die russische Zeitung Novaya Gazeta haben herausgefunden, dass die Männer im Alter zwischen 16 und 50 Jahren verhaftet wurden, nachdem eine lokale Schwulen- und Lesben-Rechte-Gruppe, GayRussia.ru, erfolglos Genehmigungen für Schwulen-Paraden beantragt hatte.

Unter den Häftlingen sind Vertreter tschetschenischer Muftiate (territoriale Verwaltungsbezirke der Muslime), darunter prominente, einflussreiche und religiöse Führer aus dem nächsten Umfeld des Oberhauptes der Republik, sowie zwei bekannte tschetschenische TV-Persönlichkeiten.

Am Morgen kettete dieser Schwulen-Lesben-Aktivist sich selbst mit Handschellen auf der Brücke an aus Protest gegen die Verfolgung und Ermordung von Homosexuellen in Tschetschenien  —

Der Novaya Gazeta Bericht, der auf vom russischen Schwulen- und Lesben-Netzwerk gesammelten Aussagen beruht, behauptet, die tschetschenischen Behörden hätten mehrere Lager eingerichtet, in denen homosexuelle Männer in außergerichtlichen Ehrenmorden getötet oder zum Verlassen des Landes gezwungen würden. Svetlana Zakharova vom russischen Schwulen- und Lesben-Netzwerk  sagte gegenüber MailOnline:

„Homosexuelle Leute wurden zusammengetrieben und eingesperrt, und wir arbeiten daran, Leute aus den Lagern zu evakuieren.  Diejenigen, die entkommen konnten, sagten, sie seien im selben Raum festgehalten worden, und die Leute würden in Gruppen von insgesamt etwa 30 oder 40 zusammengehalten. Sie werden mit elektrischen Stromschlägen gequält und schwer geschlagen, manchmal bis zum Tode.“

Alvi Karimov, Sprecher von Ramzan Akhmadovich Kadyrow (Oberhaupt der Teilrepublik Tschetschenien), sagte gegenüber der Interfax Nachrichtenagentur, dass der Bericht „eine absolute Lüge“ sei, und „ein Versuch, die tschetschenische Republik zu verleumden“:

„Man kann nicht  Menschen festhalten und verfolgen, die in der Republik einfach nicht existieren. Wenn es solche Leute in Tschetschenien tatsächlich gäbe, müssten die Strafverfolgungsorgane überhaupt gar nicht tätig werden, weil ihre Verwandten sie bereits irgendwo hinschicken würden, von wo aus es keine Rückkehr gibt. „

Magomed Deniev, Chef des Presse-Dienstes des tschetschenischen Innenministeriums, legte gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti nahe, dass es sich bei dem Bericht um einen „Aprilscherz“ handeln könnte. Doch Ekaterina Sokirianskaia, Projektleiter der International Crisis Group für Russland und Nordkaukasus, bestätigte die Berichte des Guardian.

„Ich habe davon gehört, dass es in Grozny (der tschetschenischen Hauptstadt) geschehen ist, außerhalb von Grozny, und unter Leuten ganz verschiedenen Alters und völlig verschiedener Berufszugehörigkeiten. Die extreme Tabuisierung des Themas bedeutete, dass ein Großteil der Informationen an zweiter oder dritter Hand stammt, und bis jetzt gibt es keine vollständig überprüfbaren Fälle.

„Es ist so gut wie unmöglich, Informationen von den Opfern oder ihren Familien zu bekommen, aber die Menge an Hinweisen, die ich von verschiedenen Leuten empfange, macht es schwer, nicht zu glauben, dass Inhaftierungen und Gewalt tatsächlich stattfinden. „

Tanya Lokshina, der russische Programmdirektor bei Human Rights Watch, behauptete, dass die von Novaya Gazeta veröffentlichten Informationen mit den Berichten übereinstimmen, die Human Rights Watch vor kurzem aus zahlreichen Quellen vor Ort erhalten habe:

„Seit einigen Wochen fegt eine brutale Kampagne gegen Schwule und Lesben durch Tschetschenien. Strafverfolgungsbehörden und Beamte von Sicherheitsbehörden unter Kontrolle des rücksichtslosen Oberhaupts der Tschetschenischen Republik, Ramzan Kadyrow, haben Dutzende von Männern unter Verdacht der Homosexualität zusammengetrieben, unter Anwendung von Folter und Demütigung der Opfer. Einige der Männer sind gewaltsam verschwunden. Andere wurden in ihre Familien zurückgebracht, wobei sie nach all den erlittenen schweren Schlägen „kaum noch lebten“. Mindestens drei Männer sind anscheinend seit dem Beginn dieser brutalen Kampagne gestorben.

„Es ist schwer zu übertreiben, wie verletzlich Schwule und Lesben in Tschetschenien sind, wo Homophobie intensiv und beherrschend ist. Schwulen und Lesben droht nicht nur Gefahr durch behördliche Verfolgung, sondern auch durch „Ehren-Tötungen“ seitens ihrer eigenen Verwandten wegen Befleckens der Familien-Ehre.“

Mittlerweile hat Amnesty International eine Petition ins Leben gerufen, die von Tschetschenien verlangt, damit „aufhören, schwule Männer zu entführen und zu töten“. Eine Reihe von Menschenrechtsaktivisten hat ebenfalls eine Untersuchung verlangt, um sicherzustellen, dass die Täter vor Gericht gestellt werden:

Nach Berichten über Konzentrationslager für Schwule in Tschetschenien, Anti-Homophobie-Proteste gegen Putin vor der russischen Botschaft in Berlin —

Mark Toner, der stellvertretende Sprecher des US-Außenministerius, appelierte desweiteren an die russischen Behörden, „ihre Stimme zu erheben und Maßnahmen zu ergreifen, um die Freilassung aller zu Unrecht Festgenommen zu gewährleisten, eine unabhängige und glaubwürdige Untersuchung durchzuführen und alle Täter verantwortlich zu machen. “

„Wir verurteilen die kategorische Verfolgung von Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder jeglichen anderen Basis. Wir sind zutiefst befremdet durch die jüngsten öffentlichen Erklärungen von tschetschenischen Behörden, die Gewalt gegen Schwule und Lesben dulden und zu ihr anspornen.“

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com  http://anonhq.com/the-nazis-are-back-chechnya-opens-worlds-first-gay-concentration-camps/

 

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2 Comments

  1. Ach kommt Leute ihr glaubt diesen Scheiß doch nicht auch noch. Das hat sich irgendein Russophobe ausgedacht und die Informationsquellen verweisen auf sich gegenseitig. Schon mal recherchiert, ob die Schwulenverbände in Tschetschenien davon wissen? Mal in entsprechenden Foren dieses Landes nachgefragt?
    Nein?
    Das solltet ihr aber.

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