Wissenschaftler entdecken riesige versteckte Kammer innerhalb der Großen Pyramide von Gizeh

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Archäologen haben seit langem vermutet, dass es versteckte Kammern innerhalb der Großen Pyramide von Gizeh gibt – eines der „Sieben Weltwunder der Antike.“ Aber erst kürzlich wurde diese Möglichkeit durch die Wissenschaft bestätigt. In jüngster Zeit bstätigten Forscher mit dem ‚ScanPyramiden‘-Projekt, dass sich ein „flugzeuggroßer“ Hohlraum in der Mitte der 5.000 Jahre alten Struktur befindet. Das  ist die erste Entdeckung dieser Art seit dem 19. Jahrhundert.

Die Forschung begann vor zwei Jahren, als ein Team von Wissenschaftlern ankündigte, dass sie mit Hilfe der Teilchenphysik versuchen würden, tief in die Große Pyramide von Gizeh – auch bekannt als die Pyramide des Khufu – einzudringen, ohne dabei etwa ihr Äußeres zu beschädigen. Ihr Plan war es, interne Strukturen abzubilden, die für Forscher unzugänglich sind. Was sie fanden, war ungewöhnlicher als irgendjemand vorhergesehen hatte.

Dank ihrer Bemühungen wissen wir jetzt, dass es innerhalb der großen Pyramide einen großen Hohlraum gibt, der wenistens 30 Meter lang ist. die Wissenschaftler sind durch die Entdeckung einigermaßen verblüfft.

„Dies ist ein Novum“ sagte Mehdi Tayoubi, einer der Mitbegründer des ScanPyramiden-Projekts. „Es könnte aus einer oder mehreren Strukturen bestehen … vielleicht ist es eine weitere Große Galerie. Es könnte eine Kammer sein, es könnte vieles sein.“

„Ich denke, dass der Hohlraum seit dem Bau der Pyramide versteckt war“, fügte er hinzu.

Das Team verwendete kosmische Bildgebungsverfahren, um das Verhalten von Myonen – subatomaren Teilchen aufzuzeichnen. Wenn Myonen von der Erdatmosphäre herunterregnen, werden sie von härteren Objekten absorbiert oder abgelenkt, was sie verlangsamt. Durch die Anwendung der Teilchenphysik konnten die Forscher die Bahnen der Teilchen untersuchen und bestimmen, welche Teile der Pyramide aus Stein bestehen – und welche offene Räume sind. Ihre Arbeit wurde vor ihrer Veröffentlichung in der Zeitschrift Natur durch Forscher-Kollegen begutachtet.

Tayoubi erklärte, dass die Gruppe entschlossen war, die Pyramide mit zerstörungsfreien Analysetechniken zu untersuchen. Als die Hightech-Methode dann funktionierte, war jeder fast sprachlos. Er sagte dazu, „Die erste Reaktion war eine große Aufregung, aber dann wussten wir, dass es geraume Zeit brauchen würde, dass wir in diesem wissenschaftlichen Prozess sehr geduldig sein müssten.“

Er fuhr fort:

„Die gute Nachricht ist, dass der Hohlraum tatsächlich da ist. Jetzt sind wir sicher, dass es ihn gibt. Wir wissen, dass dieser Hohlraum eine beachtliche Größe hat. Ich weiß nicht, was es sein könnte. Ich denke, es ist jetzt an der Zeit, dass Ägyptologen und Spezialisten der alten ägyptischen Architektur mit uns zusammenzuarbeiten, um uns einige Hypothesen zu geben.“

Das ScanPyramiden-Team hofft, dass kleine Roboter durch winzige Risse oder Löcher in das Innere eindringen und weitere Informationen liefern können.

Peter Der Manuelian, ein Ägyptologe an der Harvard University, der nicht Teil des Forschungsteams war, sagte:

„Das ist das Gute an dem Myonenprojekt, es gibt überhaupt keinerlei Beschädigungen an der Pyramide. Ich hoffe, dass in Zusammenarbeit mit den für Altertümer zuständigen ägyptischen Behörden weitere Erkundungen in Gang gesetzt werden. Das Studium der Pyramiden hat sich bereits so lang hingezogen. Jeder neue Beitrag ist da immer eine sehr willkommene Ergänzung unseres Wissens.“

Verweise:

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