Top Anti-Korruptions-Journalist durch Gift getötet, während er an Bericht über korrupte Öl-Firmen im Jemen arbeitete

in Kriminalität/Welt

Jemen ist mitten in einem blutigen Bürgerkrieg. Der Krieg ist ein Stellvertreterkrieg zwischen der Islamischen Republik Iran und dem Königreich Saudi-Arabien. Im Jahr 2014 verbündeten sich Rebellengruppen der Houthi-Bewegung mit Truppen, die loyal gegenüber dem ehemaligen Präsidenten des Landes, Ali Abdullah Saleh, sind und nahmen weite Teile des Landes ein – einschließlich der Hauptstadt Sana’a. Die Houthis gehören der schiitischen Partei des Islam an und haben deshalb Unterstützung aus dem Iran – eines der wesentlichen schiitisch geprägten Länder im Nahen Osten.

Der derzeitige Präsident, den die Houthis aus dem Amt zu drängen suchen, Abd Rabbuh Mansur Hadi, ist ein Sunnit und hat die Unterstützung von Saudi-Arabien, dem bedeutendsten sunnitisch geprägten Land in der Region. Die Vereinigten Staaten unterstützen Saudi-Arabien mit Luftangriffen im Land gegen die Houthis. Während der Kampf ungebremst weitergeht, nutzen Milizen und gierige Politiker, sowohl im Jemen selbst als auch im Ausland, die Kriegssituation aus, um die wenigen Ressourcen des Landes auszubeuten. Jemen war bei Kriegsbeginn ein armes Land. Der Krieg hat ein Klima geschaffen, in dem Korruption gedeiht, und darüber bricht die Nation zusammen. Leider zahlen die wenigen Menschen, die selbstlos die Interessen der Bevölkerung gegen korrupte Beamte schützen wollen, sei es im Jemen oder auch im Ausland, den Höchstpreis für das Opfer, welches sei erbringen: mit dem Tod.

Ein prominenter Anti-Korruptions-Journalist des Landes, Mohammed al-Absi, wurde getötet, indem man seine Nahrung vergiftet hatte. Vor seinem Tod soll al-Absi die korrupten Praktiken der Ölgesellschaften und mächtigen Milizenführer in dem Land untersucht haben. Im Dezember 2016 war al-Absi anscheinend mit seinem Cousin zusammen bei einem Abendessen in der Hauptstadt Sana’a. Gleich nach dem Essen fielen beide in Bewusstlosigkeit und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Al-Absi Cousin überlebte, al-Absi hingegen nicht. Aufgrund der seltsamen Begleitumstände des Vorfalls sponserten Menschenrechtsaktivisten die Kosten, um seine sterblichen Überreste nach Jordanien zu bringen und dort eine unabhängige Autopsie durchführen zu lassen. Der Autopsiebericht hat nun bestätigt, dass al-Absi durch die Nahrung vergiftet wurde, die er gegessen hatte. Da es keine korrekt funktionierende Regierung im Jemen gibt, ist die Strafverfolgung wirkungslos und erlaubt einer umfänglichen Gesetzlosigkeit, im Land Fuß zu fassen.

Sowohl der jemenitische Journalisten-Verband (YJS) als auch die die Internationale Journalisten-Vereinigung (IFJ) haben sich in dem Ruf nach einer offiziellen Untersuchung über den Tod von al-Absi zusammengetan.
Lokale Medien berichten, dass al-Absi ein prominenter Enthüllungsjournalist war, der Ölfirmen untersuchte, die im Besitz der Houthi-Führung sind. Er hatte im Laufe der Jahre eine Reihe von Berichten veröffentlicht, die sich auf Korruption konzentrierten und dabei vor allem in der Energiewirtschaft, und im Zusammenhang mit Waffengeschäften. Nach al-Absi’s Tod haben Menschenrechtsaktivisten, die seine Arbeit unterstützten, mehrere seiner Dokumente veröffentlicht und dabei umfangreiche Korruption unter den Mächtigen Miliz [Houthi] Führern und Öl-Unternehmen offenbart.

Eines der veröffentlichten Dokumente betrifft den Sprecher der Houthi-Miliz, Mohammed Abdul Salam, der eine Ölgesellschaft besitzen soll. Laut dem Dokument, leitet Abdul Salam das Öl des Landes in Gebiete unter Kontrolle seiner Milizen, um es auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Man geht davon aus, dass ein Teil der Gewinne aus diesem schmutzigen Geschäft dazu benutzt wird, Waffen zu kaufen, wodurch der brutale Konflikt geschürt wird, der einen so schweren Tribut von den unschuldigen Zivilisten fordert.. Die Vereinten Nationen erklärten, der Krieg im Jemen sei dafür verantwortlivh, dass mehr als 14 Millionen Menschen – etwa die Hälfte der Bevölkerung des Landes – ohne Nahrung dastehen.

In dieser Zahl sind mehr als 370.000 Kinder erhalten, die an schwerer akuter Unterernährung leiden. Schwere akute Unterernährung ist ein Zustand, der sich einstellt, wenn ein Kind wegen des Mangels an Nahrung nur ein sehr geringes Gewicht hat. Das Kind wird sichtbar gebrechlich, schwach und abgemagert wie ein Skelett, dem Tode nah.

Es wird geschätzt, dass rund 500.000 Kinder unter fünf Jahren an Unterernährung im Land leiden. Zwei Drittel dieser unglückseligen Kinder sollen so krank zu sein, dass sie bald sterben, wenn sie nicht sofort Hilfe erhalten. Doch anstatt sich darauf zu konzentrieren, gegen diese drängenden Probleme anzuzukämpfen, töten die Kriegsparteien diejenigen, die erreichen wollen, dass Korruption und andere abscheuliche Verbrechen in dem Land unverzüglich gestoppt werden.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com   http://anonhq.com/top-anti-corruption-journalist-poisoned-death-covering-corrupt-oil-companies-yemen/

 

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