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Eine Journalistin fand gerade den tatsächlichen Preis der “kostenlosen” Singlebörse Tinder heraus – und er ist erschreckend hoch

in Onlinewelt/Welt
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Im Rahmen eines Artikels, der sich aus persönlicher Sicht mit dem Leben im modernen Zeitalter auseinandersetzt, machte die französische Journalistin Judith Duportail für The Guardian gerade detaillierte Angaben darüber, was passierte, nachdem sie die Singelbörse Tinder darum bat, ihr all ihre persönlichen Daten zu schicken.

Mit der Hilfe eines Aktivisten für Privatsphäre und eines Anwalts für Menschenrechte, kam Tinder ihrer Bitte nach. Aber sie sagt, dass der schiere Umfang an Informationen, die sie erhielt, “viel mehr” war “als als sie sich erhofft hatte”. Dazu ein Auszug aus ihrem Artikel, der am Dienstag veröffentlicht wurde:

Es kamen etwa 800 Seiten zurück, die Informationen wie meine Facebook-“Likes” beinhalteten, meine Fotos von Instagram (selbst nachdem ich das damit verknüpfte Konto gelöscht hatte), meine Ausbildung, den Altersbereich der Männer, an denen ich interessiert war, wieviele Male ich eine Verbindung hergestellt hatte, wann und wo jede Online-Konversation mit jeder einzelnen meiner Übereinstimmungen stattgefunden hatte…die Liste geht noch weiter.

Die Journalistin erzählt, dass als sie sich die Daten ansah, “erstaunt darüber gewesen” sei, “wieviele Informationen [sie] freiwillig preisgegeben hatte: über Örtlichkeiten, Interessen und Jobs, bis hin zu Bildern, Musikgeschmack und was [sie] gerne isst”.

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Bezüglich der Frage, warum die Singlebörse so viele persönliche Daten über die Nutzer speichern will, notiert Duportail, dass Tinder nichts unternimmt, um die Tatsache zu verbergen, dass alle Kontoinformationen – selbst private Unterhaltungen – Freiwild sind, wenn es darum geht, was den Werbekunden verkauft werden soll.

“Persönliche Daten kurbeln die Wirtschaft an”, sagte Allesandro Acquesti, Professor für Informationstechnologie an der Carnegie Mellon University, zu Duportail. “Die Daten von Endkunden werden zu Werbezwecken gehandelt und weitergegeben.”

Paul-Olivier Dehaye, der Aktivist, der Duportail bei ihrer Auseinandersetzung mit Tinder behilflich war, sagt, dass der Befund der Journalistin eine Gesellschaft widerspiegele, die sich zunehmend darauf verlege, die persönlichen Daten von Einzelpersonen – abgesehen von der Werbeindustrie – zunehmend dazu zu verwenden, um ihre Zukunft zu beeinflussen:

Wir entwickeln uns zu einer immer undurchsichtigeren Gesellschaft, hin zu einer immer ungreifbarerern Welt, in der Daten, die über uns gesammelt werden, immer größere Bereiche unseres Lebens bestimmen. Letzten Endes wird unsere ganze Existenz davon beeinflusst werden.

Verweise:

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WhatsApp wird Ende 2016 auf Millionen Smartphones nicht mehr funktionieren – Ist Ihres auch dabei?

in Onlinewelt
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WhatsApp beendet seine Unterstützung für ältere Smartphone-Betriebssysteme, da der zu Facebook gehörende Messaging-Gigant durch eine für 2017 vorgesehene technologische Aktualisierung, die darauf abzielt, seine Funktionen zu erweitern, die Kompatibilität mit älteren Smartphones auslaufen lässt.

Der mit über einer Milliarde Nutzern weltweit populärste Messaging-Service WhatsApp wird Ende 2016 auf Millionen Smartphones aufhören zu funktionieren. Nur wenn die Nutzer das Betriebssystem ihrer älteren Smartphones aktualisieren oder auf neuere Smartphones umsteigen, kann dies verhindert werden.

Im Februar kündigte WhatsApp an, dass es seine Unterstützung für ältere Smartphone-Betriebssysteme zum Jahresende einstellen werde, indem der sich im Besitz von Facebook befindliche Messaging-Riese 2017 durch ein technisches Upgrade zur Erweiterung seiner Funktionen, die Kompatibilität mit älteren Smartphones nicht weiter aufrecht erhält.

Tweet: “Achtet darauf, WhatsApp-Mitbenutzer, pennyjamesITV erklärt Änderungen für alte Smartphones”

In einem offiziellen Blog-Beitrag erklärte ein WhatsApp-Sprecher:

Im Ausblick auf die kommenden 7 Jahre, möchten wir unsere Bemühungen auf die mobilen Plattformen, die von der überwiegenden Mehrheit verwendet werden, fokussieren. Deshalb werden wir den Support für WhatsApp Messenger für die folgenden mobilen Plattformen zum Jahresende 2016 einstellen:

  • BlackBerry OS und BlackBerry 10
  • Nokia S40
  • Nokia Symbian S60
  • Android 2.1 und Android 2.2
  • Windows Phone 7
  • iPhone 3GS/iOS 6

Diese mobilen Geräte waren ein wichtiger Teil unserer Geschichte, aber sie bieten nicht die Funktionalitäten, die wir brauchen, um die Funktionen unserer App in der Zukunft zu erweitern.

Es war eine sehr schwere Entscheidung für uns, aber die richtige, um es Menschen besser zu ermöglichen, mit Freunden, Familie und denen, die für sie wichtig sind, über WhatsApp in Kontakt zu bleiben. Wenn du eines der betroffenen mobilen Geräte verwendest, empfehlen wir dir ein Upgrade auf ein neueres Android, iPhone oder Windows Phone vor dem Jahresende 2016, damit du WhatsApp weiterhin verwenden kannst.

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UPDATE: WhatsApp verlängert den Support für BlackBerry OS, BlackBerry 10, Nokia S40 und Nokia Symbian S60 bis zum 30. Juni 2017.

Mobile Plattfomen, die 2017 nicht in der Lage sein werden, WhatsApp auszuführen, beinhalten Android 2.1 und Android 2.2, Windows Phone 7 und iPhone 3GS/iOS6. Jedes iPhone 4, 4S oder 5, das nicht auf iOs 10 aktualisiert wurde – Apples neues Betriebssystem für iPhone und iPad – wird ebenfalls WhatsApp nicht unterstützen. Jedoch dehnt WhatsApp seinen Support bis zum 30. Juni 2017 für BlackBerry OS, BlackBerry 10, Nokia S40 und Nokia Symbian S60 aus.

WhatsApp hat bereits damit begonnen, eine Menge neuer Features zu seiner Anwendung hinzuzufügen. Videoanrufe und animierte GIFs wurden letzten Monat auf iPhone-, Android- und Windows-Geräten an den Start gebracht. Neue Kamera-Funktionen kamen dazu, damit die Nutzer Emojis einfügen oder Bilder zeichnen und bei Chats Videos anhängen können. WhatsApp sorgt bereits bei all seinen Nachrichtenübermittlungen für eine durchgängige 256-Bit-Verschlüsselung, ergänzte jedoch kürzlich eine zweistufige Verifizierung, um durch eine zusätzliche Sicherheitsstufe Identitätsdiebstahl einzudämmen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com

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Edward Snowden warnte soeben alle davor, Googles neue Messaging App zu benutzen

in Onlinewelt
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Wenn Sie nicht wollen, dass die Strafermittlungsbehörden in der Lage sind, Ihre gesamte Kommunikation zu druchkämmen, benutzen Sie unter keinen Umständen Googles neueste Messaging App Allo, wie soeben Edward Snowden warnte:

Was ist #Allo? Eine Google-App, die jede Nachricht speichert, die Sie je senden und die sie der Polizei auf Anfrage zur Verfügung stellt,

klärte der Whistleblower in einem Tweet auf.

Google hatte zuvor behauptet, dass eine durchgängige Verschlüsselung integriert wäre, indem “Nachrichten vorübergehend und in nicht-identifizierbarer Form gespeichert werden”, ähnlich wie bei seinem voraussichtlich in Zukunft größten Konkurrenten WhatsApp. Jedoch kündigte das Unternehmen am Mittwoch drastische Anti-Piraterie-Veränderungen an – genau am gleichen Tag, an dem es die App einführte.

Wenn die User daran denken, eine Unterhaltung im “anonymen Modus” zu beginnen, wie es bei den Google-Suchen getan werden kann, werden ihre Unterhaltungen nicht unbeschränkt gespeichert, indem immer noch eine durchgängige Verschlüsselung bereitgestellt wird. Aber Konversationen, die nicht ausdrücklich auf diese Weise begonnen werden, werden für immer gespeichert, wodurch sie für sämtliche Strafermittlungsbehörden verfügbar sind, die um die Informationen ersuchen.

Wie Snowdon betont, sollte jeder umdenken, der glaubt, dass es für die Polizei, den Bundesnachrichtendienst oder die NSA schwierig sei, auf diese Komunikationen zuzugreifen:

Was man von #Allo halten soll? Letztes Jahr hat unser geheimer Gerichtshof entschieden, 100% der Anfragen zur Überwachung zuzustimmen. Dazu gehörte auch Allo.

Wie Guardian diesen April berichtete, lehnte der U.S. Foreign Intelligence Surveillance Court (FISC) (US-Außenspionagedienst) – der geheime Gerichtshof, der vordergründig die Inlandsspionage kontrolliert, und der über die Rechtmäßigkeit von Anfragen des FBI und anderer Behörden entscheidet, um Zugang zu den Daten der Leute zu bekommen – 2015 nicht ein einziges von beinahe 1.500 Ersuchen ab.

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“Der Gerichtshof erhielt laut eines Vermerks des Justizministeriums letztes Jahr 1.457 Anfragen wegen der NSA und des FBI, um die Berechtigung zum Abfangen von Kommunikationen zu erhalten, einschließlich E-Mails und Telefonanrufen […] Der Gerichtshof lehnte keinen der Anträge zur Gänze oder auch nur in Teilen ab, besagte der Eintrag”, so Guardian.

Zu Allo gehört, dass die Benutzer eine zusätzliche Hilfestellung von Big Brother erhalten – wozu Features wie “Smart Reply”und “Google Assistant” gehören. Während Letzteres “Fragen beantwortet und Ihnen bei der Suche nach bestimmten Dingen hilft, die direkt in Ihrem Chat vorkommen”, so ein RT-Bericht, setzt Ersteres künstliche Intelligenz dafür ein, um Antworten vorherzusagen, wodurch die Reaktion derart vereinfacht wird, dass sie wie auf Knopfdruck erfolgen kann.

Jedoch liegen hierin teilweise die Bedenken über die Privatsphäre begründet – dass Bequemlichkeit eben auch ihren Preis hat.

“Wie ist Allo in der Lage, jedes beliebige Wort und jedes witzige Emoji vorauszusagen? ‘Je mehr Sie es nutzen, umso mehr wird es sich im Laufe der Zeit verbessern’, was im Grunde bedeutet, dass sie möglichst viele Ihrer Daten sammeln und speichern und dann künstliche Intelligenz dafür benutzen, um ihre Antworten zu erraten”, schreibt Zero Hedge.

Wie The Verge letzte Woche berichtete, entschied sich Google dafür, (unsere ohnehin schon zunehmend schwindende) Privatsphäre zugunsten eines verbesserten Smart Reply-Features zu übergehen, da künstliche Intelligenz besser funktioniert, wenn ihr mehr Daten zur Verfügung stehen.

Und das ist natürlich der entscheidende Punkt bei den Bedenken Snowdens und anderer Befürworter der Privatsphäre. Je mehr Daten Google sammelt, desto mehr stehen der zunehmend unkontrollierten und paranoiden Regierung zur Verfügung, die Sie andererseits glauben machen will,  dass Sie nichts zu befürchten haben, wenn Sie sich nichts zu Schulden kommen lassen.

Nur weil Sie nicht in kriminelle Aktivitäten verwickelt sind oder keinen Terroranschlag planen, heißt das noch lange nicht, dass die Regierung nicht gerne alles über Sie wissen würde. Als nur eines von vielen Beispielen sei darauf hingewiesen, dass Umweltschutzaktivisten auf den bekanntermaßen umfassenden Beobachtungslisten des Staates so gefährlich wie Radikale eingestuft werden, die für den Islamischen Staat kämpfen.

Selbst diejenigen, die sich nicht als politisch oder anderweitig engagiert einschätzen, könnten sich dafür interessieren, wer in ihrem Leben herumschnüffelt. Man darf bezweifeln, dass irgendjemand einen Google-Technikfreak oder Polizisten dazu einladen würde, sich neben einen hinzusetzen und alles mitanzuschauen, was man tut – aber wenn man vorhat, Allo zu benutzen, ist es im Prinzip genau das, was man im Begriff ist zu tun.

Übersetzt aus dem Englischen von UndergroundReporter.org

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