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Wie Anonymous mal eben Donald Trump, den Geheimdienst und das FBI zum Narren hielt

in Onlinewelt
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Vereinigte Staaten — Anonymous hat gerade eben Donald Trump, seine Wahlkampfhelfer, den Geheimdienst und das FBI aufs Kreuz gelegt mit einem einzigen brillanten Schachzug.

Um die White Rose Society und die White Rose Revolt zu unterstützen, die sich in Reaktion auf die faschistischen Neigungen von Trump und seinen Unterstützung formierten, lancierte Anonymous #OpWhiteRose und der milliardenschwere Präsidentschaftsanwärter tappte direkt in die ‘Falle‘.

Am Freitag verkündete Anonymous, sie hätten Trumps persönliche Informationen online veröffentlicht inklusive solcher Details wie seine Handynummer und seine Sozialversicherungsnummer. Die Gegenreaktion von der Trump-Front erfolgte prompt; ebenso eine Ankündigung des Geheimdienstes und des FBI, dass eine Untersuchung diesbezüglich eingeleitet worden sei.

Die Informationen waren jedoch weder gehackt noch geleakt worden. Tatsächlich war alles, das Anonymous gepostet hatte bereits seit Jahren online — und auch für alle sichtbar gewesen.

Anonymous RedCult veröffentlichten ein zweites Video, in dem sie die Finte erklärten. Der Sprecher der Gruppe erklärt darin, dass diese Informationen “bereits seit 2013 online sind”. Weiterhin heißt es dort: “Die Regierung und die Vollzugsbehörden haben es sich zum Ziel gesetzt, diejenigen zu verhaften, die verantwortlich für den Versuch zeichnen, Mr. Trumps Accounts und Telefoninformationen illegal zu hacken.”

Dass die Strafvollzugsbehörden auf jeder Ebene so vorschnell auf dieses Nicht-Verbrechen ansprangen und die dafür Verantwortlichen verhaften wollten — ohne überhaupt zu hinterfragen, ob überhaupt ein Verbrechen begangen worden war — zeichnet ein lebhaftes Bild von genau den faschistischen Tendenzen, die Anonymous damit beweisen wollte.

RedCult zeigte einen Ausschnitt der ABC News-Berichterstattung über den Nicht-Hack. In den Medien wird darüber berichtet, als habe es sich dabei um ein ernsthaftes Verbrechen gehandelt. Um es noch einmal zu wiederholen: Die Informationen über Trump waren vorgeblich bereits seit Jahren im Internet verfügbar — und der Sprecher weist darauf hin: “Trump will Amerika in eine faschistische Diktatur verwandeln, in der jeder dafür verhaftet werden kann, weil er einfach nur Informationen online veröffentlicht.”

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Das ist zugegebenermaßen gar nicht so weit von der Wahrheit entfernt.

Denn Trump richtet seinen Hass willkürlich und wahllos gegen die Presse, gegen Demonstranten, Aktivisten und überhaupt gegen jeden, der nicht seine verdrehte Vision für die Zukunft teilt. Anonymous könnte also einen wichtigen Beweis dafür geliefert haben.

“Unser Dank geht an Trump und die Trump-Wahlkampfhelfer. Unser Dank geht an die Polizei, das FBI und den Geheimdienst dafür, dass sie alle Teil unseres kleinen Experiments waren. Es zeigt, wie wir uns das so genannte Neue Amerika vorstellen können”, stellt der Sprecher fest.

Wie auch immer ihr zu dem Kollektiv namens Anonymous steht: Dieses Experiment war ein erschreckender und einfacher ‘Erfolg’ — in gewissem Sinne.

Obwohl der Lacher diesmal auf Kosten von Trump ging, wird deutlich, dass seine faschistischen Neigungen nichts sind, über das man einfach so hinweglachen sollte.

Von Claire Bernish bei theantimedia.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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