Richter gewährt wohlhabendem Vergewaltiger Freispruch, da er den Übergriff auf das Schulmädchen nicht „genossen“ habe

in Kriminalität/Welt

In einem schockierenden Urteil sprach ein mexikanischer Richter einen 21-jährigen begüterten Mexikaner von dem Strafvorwurf frei, einen Teenager vergewaltigt zu haben – weil er es ’nicht genossen hat‘, er ’seinen sexuellen Appetit nicht befriedigen konnte‘, und er ’nicht die Absicht hatte, zu kopulieren.‘

Es sind nicht nur die etablierten Massenmedien. Verlogene Politiker und die mit ihren Sternen versehenen Hollywood-Koryphäen verteidigen ebenfalls ihre hochkarätigen Kinderpornographen und bewegen sich auf die Normalisierung der Pädophilie zu.

Die Justiz, ein unabhängiges Rechtssystem und gemeinhin hoch angesehen als der letzte Weg für Menschen, die Gerechtigkeit suchen, zieht dabei nach. Und es scheint mittlerweile zur Norm geworden zu sein.

Im Jahr 2015 sprach das Southwark Crown Gericht einen saudischen Millionär frei, der einen Teenager vergewaltigt hatte, aufrgund seiner Einlassung, er sei „zufällig gestolpert und in das Mädchen eingedrungen“. Das Mädchen schlief sich in einer Nacht mit viel Alkohol auf dem Sofa in seiner Plüsch-Wohnung in Maida Vale, West-London, aus als er ‚hinfiel‘.

Im Jahr 2016 sprach das Oklahoma Berufungsgericht in Strafsachen einen jungen Mann frei, der wegen gewaltsam erzwungenen Oralverkehrs angeklagt war, mit der Begründung, dass erzwungener Oralverkehr an einer bewusstlosen oder berauschten Person keine Vergewaltigung im Rechtssinne darstelle.

In einem neulich ergangenen schockierenden Urteil sprach ein mexikanischer Richter einen 21-jährigen begüterten Mexikaner von dem Strafvorwurf frei, einen Teenager vergewaltigt zu haben – weil er es ’nicht genossen hat‘, er ’seinen sexuellen Appetit nicht befriedigen konnte‘, und er ’nicht die Absicht hatte, zu kopulieren.‘

Am 22. März sprach Richter Anuar Gonzalez Hemadi den Angeklagten Diego Gabriel Cruz Alonso vom Vorwurf der Pädophilie frei, mit dem Argument, dass „ein beiläufiges Reiben nicht als sexueller Akt angesehen werde ohne ein Element der Absicht, ein sexuelles Verlangen zu befriedigen.“

Alonso war beschuldigt worden, die 17-jährige Daphne Fernandez (eine Mitschülerin an einer exklusiven katholischen High School) in einen schwarzen Mercedes gezwungen und im Auto mit seinen drei wohlhabenden Freunden belästigt zu haben, sowie sie zu einem ihrer Häuser gebracht zu haben, bevor sie nach einer Silvesterparty in der Stadt Boca Del Rio im Jahr 2015 vergwaltigt wurde.

Laut The Guardian wurde gerichtlich festgestellt, dass Alonso die Brüste des Opfers berührte und mit den Fingern in sie eindrang, gleichwohl erklärte der Richter, dass er ohne „fleischliche Absicht“ gehandelt habe und somit nicht eines Übegriffs schuldig sei. Richter Hemadi bürdete eigentlich dem Mädchen auf, sich gegen seine Vergewaltigung zu verteidigen und erklärte, es sei zu keinem Zeitpunkt „hilflos“ gewesen, weil es den Platz im Auto gewechselt habe.

„Die Aussage der Minderjährigen liefert keine Anhaltspunkte – das heißt, eine Andeutung, obszöne Worte, körperliche Nähe, und die spezifische Situation – dafür, dass das Verhalten [des Beklagten] sexuellen Missbrauch mit erotischen Absichten darstellt oder sexuelle Triebe befriedigen wollte.

Berühren oder beiläufiges Reiben, sei es an einem öffentlichen oder privaten Ort, wird nicht als Sexualakt gewertet, wenn das Element der Absicht, ein sexuelles Verlangen auf Kosten des [der] passiven Betroffenen zu befriedigen, nicht vorhanden ist. Man kann die Tatsache berücksichtigen, dass keine Absicht vorhanden war, zu kopulieren.“

Der Fall löste Empörung in Mexiko aus, und das Netzwerk für Rechte der Kinder bezeichnete Hemadi’s Entscheidung als „absurd“ und sagte: „Das Urteil stellt einen ernsthaften Rückschritt für das Bemühen dar, Mädchen und Jugendlichen, die Opfer sexueller Gewalt sind, Zugang zu Gerechtigkeit zu geben, und es setzt einen Präzedenzfall für Straflosigkeit.“

Javier Fernández, Daphne’s Vater reagierte auf das Urteil mit der Bermerkung: „Mit diesem rechtlichen Schutz wäre jedermann in der Lage, ein junges Mädchen ohne strafrechtliche Konsequenzen zu berühren.“

„Es ist undenkbar. Ich bin überrascht und wütend. Zwei Jahre Streiten, Kämpfen, Rudern gegen den Strom, nur damit sie zu diesem Schluss gelangen. Sie sind mit der Haftanodnung davon gekommen. und nun geben sie ihm Rechtsschutz zwei Jahre später. Das ist ein schlechter Witz, es ist absurd.“

Alonso’s Freispruch hat auch Menschenrechtsaktivisten wütend gemacht, da das Urteil die Wahrnehmung verstärkt, dass Männer mit Geld und politischen Verbindungen frei herum laufen können – selbst wenn sie krimineller Aktivitäten für schuldig befunden wurden. Estefanía Vela Barba, eine Aktivistin für Gleichstellungsfragen, sagte gegenüber dem Guardian:

„Er berührte sie sexuell sie, aber da er es nicht genossen hat, ist es kein sexueller Missbrauch? Da es bei der Tat kein Vergnügen gab, war sie beabsichtigt, Demütigung zu verursachen. Sie berührten sie, sie belästigten sie, also für den Richter, wenn die Absicht nicht Vergnügen war, ist es keine sexuelle Nötigung. Die Tatsachen sind unstreitig. Es ist nicht eine verrückte Frau, die das sagt, es kommt aus dem Mund des Richters, und er sagt ernstlich, dass wenn sie dich gegen deinen Willen berühren, es möglicherweise nicht Missbrauch ist.“

Nach der weitverbreiteten Aufruhr hinsichtlich dieses bizarren Urteils – das gegen die Rechte eines Opfers von Sexualdelikten verstößt und zudem das Scheitern des mexikanischen Justizsystems in Fällen von Elite-Geschäftsleuten und Politikern hervorhebt – hat der mexikanische Bundesgerichtshof angekündigt, dass Richter Hemadi unbefristet suspendiert worden sei, dass sein Verhalten als Bezirksrichter untersucht werde, und dass Alonso während des Berufungsverfahrens hinter Gittern bleiben wird.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com  http://anonhq.com/judge-acquits-affluent-rapist-because-he-didnt-enjoy-assaulting-the-schoolgirl/

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1 Comment

  1. „Er drang mit dem Finger in sie ein, hatte aber keine fleischliche Absicht“ Aha. Wahrscheinlich wollte er nur mal die Temperatur messen.

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