Der „lautlose Holocaust“ wird oft vergessen …

in Kriminalität/Menschenrechte/Welt

Völkermord. Das ist ein hässliches Wort mit hässlichen Assoziationen. Das 20. Jahrhundert hat viele Völkermordereignisse erlebt. Man muss sich fragen, wie soetwas immer wieder passieren konnte. Rassismus, Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Intoleranz, Vorurteile, das sind nur einige der Ursachen, die eine Gesellschaft von einem kleinen Brandherd zu einem riesigen Flächenbrand bringen können, der außer Kontrolle gerät. Völkermord ist Massenmord, vorsätzlich, geplant und von Einzelpersonen entweder auf Befehl hin ausgeführt, oder von denen, die freiwillig mitmachen. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass Völkermord durch die Handlung von Einzelpersonen ausgeführt wird. Der Begriff Völkermord bedeutet laut Oxford-Wörterbuch „die vorsätzliche Tötung einer großen Gruppe von Menschen, vor allem jener, die einer bestimmten ethnischen Gruppe oder Nation angehören.“

Das Freie Wörterbuch ergänzt die Bedeutung folgendermaßen: „nationale, rassische, religiöse oder ethnische Gruppe.“ Das Völkerrecht qualifiziert Völkermord, sei es während eines Krieges oder in Friedenszeiten, stets als Verbrechen. Gemäß der im Jahre 1948 beschlossenen Konvention der Vereinten Nationen über Völkermord werden diejenigen, die des Völkermordes in irgendeiner Form für schuldig befunden werden, bestraft – gleichwohl geschieht dies nur höchst selten. Der Holocaust, von dem der Begriff Völkermord geprägt wurde, ist nur eine von vielen Formen des Massenmordes an ethnischen Gruppen. Wir sind alle vertraut mit den Ereignissen in Ruanda (1994) und Bosnien (1995). Über Armenien, wo im Jahre 1915 Hunderttausende Menschen entweder in die Wüste vertrieben wurden, wo sie dann starben, oder sie wurden massakriert, wird nur wenig gesprochen. Der Völkermord, der 1932 in der Ukraine begann, hat schätzungsweise 7 Millionen Tote hinterlassen.

S21 Völkermord-Museum in Phnom Penh

Bis 1907 hatte der deutsche Kaiser in Namibia fast alle Stämme ausgerottet. Das Abschlachten von Menschen in Kambodscha 1975 ist noch frisch in der Erinnerung vieler, nachdem die Roten Khmer nicht einmal Neugeborene verschonten. Geschätzte 2 Millionen Tote – Männer, Frauen und Kinder, ermordet aus Hass, der aus Rassismus enstanden war. Aber beim Völkermord 1982 in Guatemala wird es nur noch schlimmer. Die Welt muss immer noch Ihre Lektionen lernen von den Toten des 20. Jahrhunderts. Auf der Höhe der Spannungen des Kalten Krieges, begann die guatemaltekische Regierung mit ihrer Armee und Kräften zur Bekämpfung von Aufständen ihre brutale 2 jährige Kampagne gegen die Maya-Indianer. In der Befürchtung, die Maya-Indianer würden „auf einen kommunistischen Umsturz hinarbeiten“, griffen die paramilitärischen Enheiten systematisch 626 Dörfer an. Sie umzingelten ihre Gemeinden, folterten, vergewaltigten, verbrannten Menschen bei lebendigem Leibe, amputierten Gliedmaßen von angepfählten Personen (darunter auch Kinder), weideten schwangere Frauen aus und schnitten ihre Gebärmutter auf, bevor sie ihre Dörfer bis auf den Boden niederbrannten. Ihre Politik der“verbrannten Erde“, hinterließ geschlachtetes Vieh, vergiftete Wasserversorgung, und zerstörte Felder, um eine Masseverwüstung zu gewährleisten.

Die Randale verschonte weder Kinder, noch die älteren Menschen. Die URNG Guerillas, mit denen die Maya-Indianer angeblich einen kommunistischen Umsturz inszenierten, waren verantwortlich für 3 Prozent der während dieser Zeit festgestellten Menschenrechtsverletzungen. Sie waren schlichtweg zu klein, um den Mayas zu helfen oder von der Regierung ernst genommen zu werden. Die guatemaltekische Armee war nach Feststellungen der UN verantwortlich für 93 Prozent der Verstöße.

Während der ganzen Zeit dieses Völkermordes erhielt die guatemaltekische Armee Unterstützung seitens der Vereinigten Staaten und der CIA. Sie lieferten die Waffen und Einrichtungen, die zur Folterung und zum Schlagen von Kindern benutzt wurden. Die CIA kooperierte mit Geheimdienstlern in der guatemaltekischen Armee, „von denen einige auf der CIA-Gehaltsliste standen“. „Der lautlose Holocaust“ sollte der Verbreitung des Kommunismus Einhalt gebieten. Ein einzelner Überlebender eines Dorf-Massakers sagte: „Nachdem sie unsere Frauen getötet hatten, brachten sie unsere Kinder raus. Sie packten ihre Füße und schlugen ihre Köpfe gegen die Pfosten unserer Häuser. Ich hatte sechs Kinder. Sie alle starben, und meine Frau ebenfalls. Mein ganzes Leben lang wird mein Herz deswegen weinen.“

Was lernen wir indes daraus? Dass die menschliche Natur von Natur aus fehlerhaft ist? Jemen wird die nächste Statistik liefern, Syrien, und andere. Und danach die Muslime … und dann vielleicht wir. Am Ende des Zweiten Weltkrieges, als sie die Konzentrationslager in Deutschland reinigten, sagte ein Lutherischer Pfarrer: „Als sie hinter den Juden her waren, war ich nicht jüdisch, und so habe ich nichts getan. Als sie hinter den Homosexuellen her waren, war ich nicht homosexuell, und so habe ich nichts getan. Als sie hinter den Zigeunerm her waren, war ich kein Zigeuner, und so habe ich nichts getan. Als sie hinter mir her waren, … war niemand mehr da, der irgendetwas würde tun können. “ Denken Sie doch mal darüber nach!

Fußnote: In den Artikeln 2 und 3 der UN-Generalversammlung ist skizziert, was Völkermord darstellt:

Artikel 2
(a) Mitglieder der Gruppe zu töten;
(b) Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe;
(c) Absichtlich Lebensbedingungen für die Gruppe herbeizuführen, die auf ihre vollständige oder teilweise körperliche Zerstörung abzielen;                                                                                                                                                                                                                                 (d) Verhängung von Maßnahmen, die Geburten innerhalb der Gruppe verhindern
(e) Gewaltsam Kinder der Gruppe in eine andere Gruppe zu verbringen.

Artikel 3
Die folgenden Handlungen sind strafbar:

(a) Völkermord;
(b) Verschwörung zur Begehung von Völkermord;
(c) unmittelbare und öffentliche Anstiftung zur Begehung von Völkermord;
(d) Versuchter Völkermord;
(e) Teilnahme am Völkermord.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.com  http://anonhq.com/silent-holocaust-often-forgotten/

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3 Comments

  1. artikel, artikel artikel … ist doch alles eine farce.
    die grossen player setzen sich über alle gerichtbarkeiten hinweg, machen ihre eigenen gesetze und die übrigen regierungen kuschen und erfreuen sich ihrer kleinen gewährten privilegien und dass sie aktuell nicht unter die räder kommen.
    was unternehmen wir, mich eingeschlossen? nichts und hoffen, dass wir nicht eines tages zur zielscheibe werden.

  2. Dass die menschliche Natur von Natur aus fehlerhaft ist—–nein, das ist sie nicht ,das 1 Bild passt zur Schädelpyramide-mit Reptilienauge-man sollte sich sinnbildlich mal bewusst machen -da sitzen Dämonen Reptilien oben auf der Pyramide-die mögen die Menschen aber nicht ,denn sie wollen alleine den Planeten beherrschen ,und versuchen so alles zu zerstören,egal was,egal wo,egal wann…immer in der Dunklen Absicht-gegen die Evolution sprich gegen den Menschen-um zu vernichten-seit Jahrhunderten-sinnbildlich -Moloch-Feinstoffliche Wesen ernähren sich vom Leid-

  3. Solange Geld und Macht das aller höchste Gut ist nachdem es zu streben gilt, werden immer und immer wieder, Millionen von Menschen sterben…
    Ganz einfach, leider!

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