A man poses with Congo and China flags on March 28, 2013 , in Brazzaville on the eve of the visit from China's new President Xi Jinping. AFP Photo/ Junior D.Kannah (Photo credit should read JUNIOR D.KANNAH/AFP/Getty Images)

China plant, Afrika durch 60 Milliarden Dollar zu unterstützen

in Welt

Die Volksrepublik China hat bekannt gegeben, die Entwicklung in Afrika innerhalb der nächsten drei Jahre mittels einiger Projekte  durch einen Betrag von 60 Milliarden Dollar zu unterstützen.

Diese Erklärung verkündete Chinas Staatspräsident Xi Jinping auf der sechsten Versammlung des China-Afrika Forums, die Anfang Dezember in Johannesburg abgehalten wurde.

In seiner Rede stellte Jinping unmissverständlich klar, dass sein Land den Entschluss gefasst habe, Afrika zu unterstützen, damit der Kontinent Lösungen für seine Probleme finden kann, um Arbeitsplätze zu schaffen und den Lebensstandard der wachsenden Bevölkerung zu heben.

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China ist fest davon überzeugt, dass Afrika den afrikanischen Bürgern gehört – und dass afrikanische Angelegenheiten auch von ihnen bewältigt werden sollten.

Im Rückblick auf die Vergangenheit meinte das chinesische Staatsoberhaupt, dass Afrikas Entwicklung durch die Unterdrückung und Vorherrschaft anderer Weltmächte stagnierte. Er plädierte für eine Kooperation zwischen China und dem afrikanischen Kontinent, aus der beide Seiten Vorteile ziehen könnten.

Wir sind Verbündete in der Aufgabe der Befreiung und Freiheit im Angesicht des Kolonialismus und der Apartheid. Dementsprechend war es völlig natürlich, dass sich über die Jahre eine Win-Win Partnerschaft für Entwicklung und Fortschritt gebildet hat. Die China-Afrika Beziehungen haben heute ein bisher historisch unerreichtes Level an Wachstum erreicht. Lasst uns gemeinsam eine neue Ära der China-Afrika Win-Win Kooperation und Entwicklung einläuten.

2012 sagte China Afrika bereits Unterstützungsgelder in Höhe von 30 Milliarden Dollar zu. Bereits dies festigte die Verbindung Afrikas mit China. Diese neue Stütze wird in viele wichtige Felder einfließen, darunter die Landwirtschaft, erneuerbare Energien, das Bildungs- und Gesundheitswesen, Friedenssicherung und die Infrastruktur.

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Die detaillierte Aufschlüsselung der Finanzierung beinhaltet: 5 Mrd. Dollar für kostenfreie Hilfe und zinsfreie Darlehen, 35 Mrd. für Vorzugsdarlehen und Ausfuhrkredite, 5 Mrd. als Zusatzkapital für den China-Afrika Entwicklungsfonds und für besondere Kredite zur Hilfe von afrikanischen Klein- und Mittelstandsunternehmen, und schließlich 10 Mrd. für das Produktionsvolumen der China-Afrika Kooperation.

China ist seit sechs Jahren in Folge der größte Handelspartner Afrikas. CNN berichtete, dass das Volumen der Handelspartner letztes Jahr auf ein Rekordhoch von 222 Milliarden Dollar angestiegen ist. Die gestiegenden Handelsmöglichkeiten zwischen dem Kontinent und China hätten diese Errungenschaft erst ermöglicht.

Bereits vergangenen September ließ das chinesische Staatsoberhaupt verlauten, in Zukunft mehr in Entwicklungsländer weltweit investieren zu wollen.

Nichtsdestotrotz sagten „westliche“ Beobachter erst kürzlich voraus, dass die Geschwindigkeit und der Umfang der chinesischen Unterstützung sich bald verringern würden – vor allem in den Projekten zum Aufbau der Infrastruktur – da auch die chinesische Wirtschaft momentan leicht stagniert. Das Wirtschaftswachstum Chinas verlangsamte sich im Oktober und sank auf 6,9%, ein neues Tief der letzten sechs Jahre. Nicht zuletzt dadurch wurden Zweifel im Kontext mit den Prognosen der Weltwirtschaft 2016 laut.

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Allerdings sollte das Versprechen über 60 Millarden Dollar gezeigt haben, dass diese Beobachter falsch liegen. Afrikanische Beobachter sehen in dieser neuen chinesischen Überzeugung die Bereitschaft, den Einfluss des Westens auf dem afrikanischen Kontinent zu mindern.

Allerdings stand China in der letzten Zeit in der Kritik, da besorgte Afrikaner befürchten, dass China staatseigene Unternehmen und Arbeiter auf den Kontinent bringen wird, um ihre Projekte zu verwirklichen. Des Weiteren wurden chinesische Staatsbürger, die zum Arbeiten nach Afrika umsiedelten, beschuldigt, auf der Suche nach Gold und anderen wertvollen Metallen Wälder und Gewässer zu zerstören. 2013 verwies Ghana beinahe 1.100 chinesische Staatsbürger des Landes, weil sie die Umweltgesetze des westafrikanischen Landes missachtet hatten.

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