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Nordkoreas Kim will nicht, dass ihr diese 20 Fotos seht

in Menschenrechte/Welt

Der Fotograf Eric Lafforgue hat die andere Seite von Nordkorea eingefangen – das schockierende Ausmaß der Entbehrungen, welche die Einheimischen erleiden müssen – und der Fotograf hat auch einen Preis dafür gezahlt. Nordkoreas Anführer Kim Jong-Un war entschieden dagegen, dass irgendjemand diese Fotos zu Gesicht bekommt. Also hat er Eric angewiesen, die ‚anstößigen‘ Bilder zu löschen, die die Realität des Lebens in dem Land enthüllen – das brutale Leben, das zu führen die Menschen gezwungen werden, die isolierten Städte und die weit verbreitete Armut sowie Unterernährung. Als Eric sich weigerte und die Fotos veröffentlichte, die auch die menschliche Seite der Nordkoreaner zeigen, sowie das autokratische Wesen des kommunistischen Staates, wurde er mit einem lebenslangen Einreiseverbot in das Land belegt. Schaut euch hier einige der mit am meisten ‚anstößigen‘ Bilder an:

Eine Frau steht inmitten einer Menge von Soldaten. Dieses Bild hätte nie geschossen werden sollen, da die Behörden keine Fotos von der Armee erlauben.

„Die nordkoreanischen Behörden hassen es, wenn man diese Art von Foto schießt. Auch als ich ihnen erklärte, das diese Art von Armut überall auf der Welt existiert – und auch in meinem eigenen Heimatland – haben sie es mir verboten, Bilder von den Armen zu schießen.“

Wenn harte Zeiten anbrechen (wie es dort üblicherweise Normalzustand ist), sieht man Kinder, die für die kollektiven Farmgemeinschaften arbeiten.

Eine lange Zeit wurden Verbote von Verkäufen auf dem Schwarzmarkt rigoros durchgesetzt. Verkäufer auf dem Graumarkt sind weitaus üblicher. Sie verdienen ein kleines bisschen Geld damit, dass sie Zigaretten oder Süßigkeiten verkaufen.

„Es ist verboten, die Armut zu zeigen – aber das Zurschaustellen von Reichtum ist auch ein großes Tabu in Nordkorea. In einem Parkt habe ich an einem Sonntagnachmittag dieses Auto gefunden, das zu einem der Mitglieder der Elite von Pjöngjang gehört. Die Besitzer haben dort gegrillt.“

Es ist verboten, Bilder von Soldaten zu schießen, die sich gerade entspannen.

Das ist kein Zirkus – sondern das sind Arbeiter in einem Land mit niedrigen Sicherheitsstandards.

Die Paranoia ist im nordkoreanischen Denken fest verhaftet. Ich habe dieses Bild auf einem Volksfest aufgenommen, es zeigt eine erschöpfte Mutter und ein Kind, die sich auf einer Bank ausruhen. Ich wurde darum gebeten, dieses Bild zu löschen, da die Wächter sich dessen sicher waren, ich würde von diesem Bild sagen, dass darauf Obdachlose abgebildet seien.

Das ist etwas, das eigentlich nie passieren darf: Ein Besen steht am Fuß der Statue von Kim Il Sung in Mansudae in Pjöngjang.

Wenn man Familien besucht, dann lieben es die Wächter, wenn man Bilder schießt, die der Welt zeigen sollen, dass die Kids Zugriff auf Computer haben. Aber wenn sie sehen, dass es keinen Strom gibt, dann fordern sie einen dazu auf, die Bilder zu löschen.

„Im Kunstzentrum von Pjöngjang erlebten wir einen Stromausfall, ein tägliches Ereignis, das zu zeigen die Nordkoreaner hassen. Wenn es passiert, dann erzählen sie dir, es sei wegen des amerikanischen Embargos.“

Es heißt, dass die nordkoreanische Armee eine der wichtigsten Armeen der Welt sei. Aber wenn man dorthin fährt, dann sieht man oft, dass die Soldaten niedrige Arbeiten durchführen, wie etwa den Bauern helfen.

Außerhalb der städtischen Gebiete sind solche Szenen ziemlich alltäglich.

„Das U-Bahn-System von Pjöngjang ist das tiefste der Welt, da es auch als Luftschutzbunkeranlage dient. Jemand hat gesehen, wie ich dieses Bild gemacht habe und hat mir gesagt, ich soll es löschen, da es auch den Tunnel mit abbildet.“

Ein Besuch in einem Haus auf dem Land. Diese Häuser und die Familien, die darin leben, werden sorgfältig von der Regierung ausgewählt. Aber manchmal zeigen Details, wie etwa hier die Nutzung des Badezimmers als Zisterne, dass die Zeiten hart sind.

Öffentliche Verkehrsmittel, die die großen Städte mit einander verbinden, existieren praktisch nicht. Bürger benötigen die Erlaubnis, um von einem Ort zum nächsten zu reisen. Auf den Autobahnen kann man Soldaten sehen, die per Anhalter fahren.

Es ist auch verboten, die Unterernährung bildlich zu dokumentieren.

Wenn man das Delfinarium in Pjöngjang besucht, dann darf man die Tiere fotografieren – nicht aber die Soldaten, die 99 Prozent des Publikums ausmachen.

In einer christlichen Kirche ist dieser Beamte auf einer Bank eingenickt. Man darf die Beamten niemals in einem schlechten Licht zeigen.

„Dieser Soldat hat auf einem Feld geschlafen. Dieses Bild hat wirklich dazu beigetragen, dass ich aus dem Land verbannt wurde.“

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

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Afghanistan vor dem Krieg

in Welt

Diese Bilder nahm Professor Podlich von der Arizona State University im Jahr 1967 während er auf einer zweijährigen Reise mit der UNESCO in Afghanistan auf. Er unterrichtete dort auf dem Higher Teachers College in Kabul. Er besuchte Afghanistan mit seiner Frau und seinen beiden jugendlichen Töchtern Peg und Jan. Die Familie teilt nur zu gerne ihre Fotos und Eindrücke mit der Welt, um zu zeigen, wie das Land vor den furchtbaren Kriegen aussah.

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Über ihren Vater Dr. William Podlich (Zweiter von rechts) sagt Peg Podlich: „Er hat immer gesagt, weil er im Zweiten Weltkrieg gedient hat… wollte er den Interessen des Friendens dienen. 1967 wurde er von der UNESCO als Experte für Pädagogik und Erziehung für zwei Jahre in Kabul engagiert… Er interessierte sich sehr für Sozialkunde und Gesellschaft. Während seines Erwachsenenlebens machte er zeitlebens viele Bilder, wann immer er herumreiste [in Arizona, nach Mexiko und an andere Orte]. In Afghanistan schoss er farbige Halbrahmen-Dias [mit einer Kodakchrome] und ich glaube, er verwendete eine kleine Olympus-Kamera.

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„Ich bin in Tempe, Arizona aufgewachsen. Als meinem Vater meiner jüngeren Schwester Jan und mir die Möglichkeit anbot, mit ihm und unserer Mutter nach Afghanistan zu gehen, begeisterte mich diese Aussicht“, sagt Peg Podlich (rechts im Bild). „Ich würde mein letztes Jahr auf der High School in einem exotischen Land verbringen, nicht im normalen Tempe… Natürlich gab es jede Menge kulturelle Unterschiede zwischen Arizona und Afghanistan, aber ich machte sehr interessante und unterhaltsame Erfahrungen. Die Menschen erschienen stets freundlich und hilfsbereit. Ich bin nie in echte Schwierigkeiten geraten oder habe etwas abbekommen, obwohl ich ein ziemlich ahnungsloser Teenager war! Damals war alles viel freundlicher.“

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Peg Podlich (mit Sonnenbrille) während einer Busreise mit der Familie von Kabul nach Peshawar in Pakistan.

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Auf diesem Bild ist Jan Podlich während eines Einkaufsbummels nach Istalif zu sehen, ein Dorf, das ungefähr 30 Kilometer nordwestlich von Kabul liegt. „Wir sind in Kabul an einem sonnigen Morgen im Juni angekommen… Wir trafen uns mit meinem Vater, der uns durch den Zoll schleuste. Wir gelangten in einem UN-‚Kombi‘ (eine Art Oldschool-SUV) nach Kabul. Ich war müde, aber ich kann mich noch daran erinnern, wie begeistert ich vom Anblick der bunten (dunkelblauen, grünen und kastanienbraunen) Geister war, die neben der Straße entlangschwebten. Mein Vater erklärte mir, dass unter diesen Chadris Frauen waren und dass einige Frauen sie in der Öffentlichkeit tragen mussten. Wir nannten diese Kleider niemals Burkas.“

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Afghanische Männer überblicken das Dorf Istalif, das sich etwa 30 Kilometer nordwestlich von Kabul befindet.

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Jan Podlich (links) und Peg Podlich in den Gärten von Paghman in Kabul. Damals eine blühende Oase, heute jedoch existieren die Gärten nicht mehr.

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Afghanische Schulmädchen kehren nach dem Unterricht nach Hause zurück – etwas, das die Taliban rund 30 Jahre später verbieten werden. „Afghanische Mädchen und Jungen wurden bis auf High-School-Niveau unterrichtet und obwohl Mädchen [und Jungen] Uniformen trugen, durften die Mädchen bis zur Sekundarstufe kein Chadri (Burka) tragen“, sagt Peg Podlich. „Fähige junge Frauen gingen aufs College, genau wie die Männer.“

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Junge afghanische Schüler tanzen auf dem Spielplatz einer Schule. Sie werden dabei von einem Lehrer und einem Schüler auf Instrumenten begleitet.

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Männer und Jungen schwimmen und waschen sich im Fluss von Kabul.

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Afghanische Studenten lernen Chemie in einem Klassenzimmer mit Lehmwänden.

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„Während des Jahres, das ich in Kabul verbracht habe, lebte meine Familie in einem Haus nahe Shar-e Naw, oben an der Straße des Shar-e- Naw-Parks“, sagt Peg Podlich. „Meine Eltern hatten in den 1940er Jahren in Denver, Colorado gelebt. meine Mutter sagte immer, dass Kabul sie an Denver erinnerte: ungefähr eine Meile hoch, oft sonnig, mit wunderschönen Bergen in der Ferne. Ich dachte, es wäre irgendwie wie Arizona – wegen der ausgetrockneten Landschaft und dem fehlenden Regen. Da ich [in Arizona] geboren wurde, fiel es mir leicht, die schlichte Schönheit der Landschaft dort in Afghanistan wertzuschätzen.“

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Die Shah-Do Shamshira-Moschee in der Nähe des Flusses von Kabul.

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Ein Junge verziert Kuchen, Kekse und andere Süßwaren.

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„Im Frühling des Jahres 1968 nahm meine Familie einen öffentlichen afghanischen Fernbus durch den Chaiber-Pass, um Pakistan zu besuchen (Peshawar und Lahore)“, erinnert sich Peg Podlich. „Die Straße war in diese Richtung auch eher holprig.“ Wenn ich mich recht erinnere, war es an manchen Stellen recht grauenvoll: Auf der einen Seite ging es steil bergab, auf der anderen Seite ebenso steil bergan! Ich erinnere mich daran, dass mein Vater vor der Abfahrt in Kabul einen jungen Mann dafür bezahlte, dass er mit einem Weihrauchfass um den Bus herumging, um den Bus zu segnen oder das Böse Auge fernzuhalten. Ich glaube, es hat funktioniert – wir hatten eine gute und sichere Reise.“

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Der 2,6 Kilometer lange Salang-Tunnel, der unter der Gebirgskette am Hindukusch hindurchführt, wurde mit der Unterstützung der Sowjetunion errichtet. Er wurde im Jahr 1964 eröffnet.

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Junge Männer, die im Außenbezirk von Kabul nach Hause gehen.

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Das Bamiyan-Tal. Dort standen gigantische Buddha-Statuen, die von den Taliban im Jahr 2001 zerstört wurden. „Das war eine holprige, harte Fahrt“, erinnert sich Peg Podlich, „aber ich werde niemals vergessen, wie weit und grün das Tal war oder wie monumental diese zwei Buddha-Statuen waren, die aus dem blanken Fels herausgearbeitet worden waren… Die Statuen waren ein prachtvoller Anblick, sogar für jemanden wie mich, die ich doch keine Ahnung von der Geschichte oder der technischen Leistung hatte, die diese Statuen bedeuteten.“

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Eine kleinere Buddha-Statue im Bamiyan-Tal.

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„Das Higher Teachers College war eine Einrichtung mit einem Zweijahresprogramm, in der Lehrer auf College-Niveau geschult wurden. Es befand sich an der Ecke Seh Aqrab- und Pul-e Surk-Straße, im Westen von Kabul, in der Nähe von Kart-e Sei“, erinnert sich Peg Podlich. Auf diesem Foto sind Mr. Bahir (links), der William Podlichs Ansprechpartner am College war, sowie ein afghanischer Lehrer zu sehen, die außerhalb de Schule posieren.

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Junge Afghanen versammeln sich, um gemeinsam Tee zu trinken, zu singen und Musik zu machen.

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Ein Händler frittiert Jalebi, eine süße afghanische Nachspeise, an einem offenen Feuer.

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Zwei Schwestern posieren für ein Foto auf einer Straße in Kabul.

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Peg und Jan Podlich besuchten die American International School in Kabul. Peg sagt, dass dort in den Jahren 1967-68 rund 250 Schüler eingeschrieben waren, darunter 18 im letzten Schuljahr vor dem Abschluss.

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Eine afghanische Militärband versammelt sich zu einem unbekannten Anlass.

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„Ich war im letzten Jahr der High School und ich besuchte die American International School in Kabul draußen an der Darul-aman-Straße“, sagt Peg Podlich (links im Bild zu sehen). „In Tempe bin ich vier Blocks bis zur Schule gelaufen; in Kabul hielt ein Schulbus vor unserer Haustür an. Jan und ich rannten nach draußen, wenn de Fahrer hupte. Im Bus wurden wir von indischen Frauen beaufsichtigt, die natürlich Saris trugen. Wir wurden mit rund 20 Kindern durch Kabul zurückgefahren, um den Hügel herum bis in den Westen der Stadt.“

z1William Podlich geht auf einem Hügel außerhalb von Kabul spazieren.

Zuerst veröffentlicht auf RFERL. Übersetzt aus dem Englischen von Amazyble.com.

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