Schönheitskönigin entlarvt das grausame System von Organentnahmen bei lebendigem Leibe in China

in Kriminalität/Menschenrechte

Zehntausense Praktizierende der religiösen und friedlichen Bewegung Falun Gong, werden durch die chinesische Regierung gefoltert und getötet, weil die Bewegung „zu groß und zu politisch wird“ – viele davon im Zuges des grausigen Verbrechens, gewaltsam ihre lebenswichtigen Organe für die Transplantation in Patienten mit Bargeld oder politischen Verbindungen zu „ernten“.

Die 26-jährige in China geborene kanadische Schauspielerin Anastasia Lin – die im Mai 2015 zur Miss World Kanada gekrönt worden war, aber von der Teilnahme an der Endrunde im vergangenen Jahr in China ausgeschlossen wurde wegen ihrer Kritik daran, wie das Land seine politisch Gefangenen behandelt – hat sich zu einer Menschenrechtsaktivistin gewandelt, die die Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden in China bloßstellt.

Zwei Monate nachdem Sie den kanadischen Wettbewerb gewonnen hatte, sagte Lin in einer US-Kongressanhörung über religiöse Verfolgung in China aus. Dabei sagte sie, dass sie „für diejenigen sprechen wolle, die in China  geschlagen, verbrannt und mit Stromschlägen misshandelt würden.“

Lin, ein ausgesprochener Verfechter der Menschenrechte und Gegner der religiösen Verfolgung in China, bezog sich auf Dutzende von Millionen von Falun Gong-Praktizierenden, die festgenommen, inhaftiert und in chinesischen Gefangenenlagern wegen ihrer Organe „geschlachtet worden“ seien. Falun Gong ist eine spirituelle Glaubensrichtung, die im Jahr 1992 als „böser Kult“ durch Chinas herrschende Kommunistische Partei verboten wurde, weil sie selbständiges Denken ermutigt und damit von den Machthabenden als eine Bedrohung für die soziale Stabilität angesehen wird.

Lin, die sich im August 2015 selbst als Falun Gong-Praktizierende zu erkennen gab, sagt, dass es unerlässlich sei, die Dämonisierung des Falun Gong Glauben zu stoppen und den Chinesen eine Stimme zu geben, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

„Es ist keine organisierte Religion. In den Lehren – definiert von Qi Gong Meister Li Hongzi im Jahr 1992 – geht es darum, seine eigene wahre Identität zu finden. Und das ist es, was ich versuche, indem ich meine Stimme erhebe. Wenn ich das nicht tun würde, wird die Unterdrückung niemals aufhören. „

In diesem Jahr wurde ihr gestattet, in Washington am Wettbewerb teilzunehmen, durfte aber nicht zur Presse sprechen, da der Miss World-Wettbewerb weitgehend von chinesischen Unternehmen gesponsert wird.

Als ein lautstarker Kritiker der chinesischen Menschenrechtsverletzungen durfte Lin auch an der US-Premiere von The Bleeding Edge nicht teilnehmen – ein Film, der Chinas Zwangsorganentnahmen zum Thema hat, und in dem sie eine chinesische Falun Gong-Praktizierende spielt, die gefoltert und getötet wird, bevor man ihr Herz entnimmt.

Der Miss World-Wettbewerb verhinderte auch ein Treffen Lin’s mit einem Beamten des Außenministeriums, in dem sie die anhaltenden Belästigungen ihres Vaters durch Sicherheitsbeamte melden wollte, die durch Einschüchterung ihres Vater letztlich sie zum Schweigen bringen wollten. Dennoch gibt Lin, die in China geboren worden und im Alter von 13 Jahren mit ihrer Mutter nach Kanada gezogen war, nicht nach. Der Boston Globe schreibt:

„Lin, die in der Provinz Hunan geboren wurde, wurde mit dem Glauben an die absolute Autorität der Kommunistischen Partei und ihre Lehren aufgezogen. Als Schülersprecher in der Grundschule, verbreitete sie Regierungspropaganda, die Praktiker des Falon Gong dämonisierte, eine sanfte Meditations-Disziplin, die in der buddhistischen Lehre von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Toleranz verwurzelt ist.

Erst nachdem sie als Teenager nach Kanada ausgewandert war, entdeckte Lin, die Wahrheit: Praktizierende der religiösen Bewegung Falun Gong, weit entfernt davon, etwa ein bedrohlicher Kult zu sein, werden von einem gefährlichen Regime schikaniert, welches Zehntausende von ihnen foltert und tötet – viele davon im Zuges des grausigen Verbrechens, gewaltsam ihre lebenswichtigen Organe für die Transplantation in Patienten mit Bargeld oder politischen Verbindungen zu ‚ernten‘.“

Lin hat die chinesische Regierung dadurch verärgert, dass sie enthüllt hat, dass Zehntausende von Falun Gong-Praktizierenden getötet wurden, damit ihre Organe „geerntet“ und für Transplantationen verkauft werden konnten.

„Ich rede von Organen, die politischen Gefangenen entnommen wurden, das bedeutet Bürgen, die nichts weiter falsch gemacht haben, als ihre Meinung zu sagen und zu glauben, woran sie glauben. Es bedeutet, dass unschuldige Bürger wegen ihrer Organe getötet und ihre Körperteile zur Gewinnerzielung verkauft werden. Es passiert, und die Menschen müssen dem ihre  Aufmerksamkeit widmen.“

Laut Matthew Pennington von der Associated Press behauptet die chinesische Regierung, dass sie die langjährige Praxis der unfreiwilligen Organentnahme von hingerichteten Gefangenen für den Einsatz in Spendertransplantationen im Jahr 2015 beendet und sie durch ein freiwilliges Spender-System ersetzt habe. Internationale medizinische Fachkräfte und Menschenrechtsaktivisten weisen diese Behauptungen zurück.

Im Juni 2016 schrieben der ehemaligen kanadische Abgeordnete David Kilgour, Menschenrechtsanwalt David Matas und Journalist Ethan Gutmann in ihrem Bericht, daß China nach wie vor weit verbreitet und systematisch Organe von Gefangenen entnimmt. Dazu gehören politische Gefangene, und jene Menschen, deren Ansichten in Konflikt zu der herrschenden Kommunistischen Partei Chinas stehen, die wegen ihrer Organe ermordet werden.

Die Kommunistische Partei sagt die Gesamtzahl legaler Transplantationen liege bei etwa 10.000 pro Jahr. Der Bericht indes schätzt, dass 60.000 bis 100.000 Organe jedes Jahr in chinesischen Krankenhäusern transplantiert werden. Dem Bericht zufolge besteht die Differenz in den hingerichteten Gefangenen, viele von ihnen politische Gefangene, die wegen ihrer religiösen oder politischen Überzeugungen eingesperrt worden waren.

Mittlerweils hat das Europäische Parlament im Juli 2016 eine Erklärung verabschiedet, die eine unabhängige Untersuchung zu“anhaltenden, glaubwürdigen Berichten über systematische, staatlich sanktionierte Organentnahmen von nicht zustimmenden politischen Gefangenen“ in China fordert.

Verweise:

 

Übersetzt aus dem Englischen von  AnonHQ.comhttp://anonhq.com/beauty-queen-turned-activist-exposes-the-evils-of-human-organ-harvesting-in-china/

 

 

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