500 Kinder vermisst in Washington im Jahr 2017 – Beamte befürchten Sexhandel und fordern Hilfe vom FBI an

in Kriminalität/Menschenrechte/Welt

Washington D.C. – Insgesamt 501 Jugendliche wurden seit Beginn des Jahres in der US-Hauptstadt als vermisst gemeldet. Aufgrund dieser erschreckenden Zahl sahen sich mehrere Beamte gezwungen, in einem Brief an das Justizministerium um besondere Hilfe bei der Untersuchung dieser Angelegenheit zu ersuchen.

Der Brief, welcher der Associated Press vorliegt, bat FBI-Direktor James Comey und Generalbundesanwalt Jeff Sessions darum, „die notwendigen Mittel einzusetzen, um zu bestimmen, ob diese Entwicklungen eine Anomalie sind oder ob sie auf eine Grundtendenz hinweisen, die angegangen werden muss“. Er trägt die Unterschriften des Vorsitzenden des Ausschusses der schwarzen Kongressabgeordneten, Cedric Richmond (Delaware), und der Abgeordneten Eleanor Holmes Norton, die Washington D.C. im Kongress vertritt.

„Zehn farbige Kinder sind innerhalb von zwei Wochen in der Hauptstadt unserer Nation verschwunden, und diese Tatsache hat nur sehr wenig Aufmerksamkeit der Medien geweckt. Das ist zutiefst beunruhigend“, heißt es in Richmond’s Brief.

Wie die AP berichtet, protokollierte der Distrikt Columbia (‚D.C.‘) dem Metropolitan Police Department, der Polizei der Stadt, zufolge 501 Fälle von vermissten Jugendlichen, viele unter ihnen schwarz oder Latino (lateinamerikanischer Abstammung), während der ersten drei Monate dieses Jahres. Zweiundzwanzig waren am 22. März ungelöst, sagte die Polizei.

Das Twitter-Profil der Polizei von D.C. ist buchstäblich mit Bildern von vermissten jungen schwarzen und Latino-Mädchen gespickt. Trotz des Anliegens der Beamten und der Beiträge auf Twitter, versichert die Polizei der Öffentlichkeit, dass es nichts Außergewöhnliches sei.


„Wir haben sie nur häufiger in den Sozialen Medien veröffentlicht“, sagte Rachel Reid, die Sprecherin der Metropolitan Police.

„Wir können uns nicht auf die Zahlen konzentrieren“ sagte Derrica Wilson, Mitbegründer der ‚Black and Misssing Foundation‘, einer Organisation, die dem Phänomen vermisster Schwarzer nachgeht. „Wenn wir auch nur ein vermisstes Kind haben, ist das schon zu viel.“


Die Polizei versuchte sodann, vielfach geäußerte Bedenken zu zerstreuen, dass diese Mädchen entführt und von Menschenhändlern als Sexsklaven verkauft worden sein könnten.

„Wir haben keinen Grund zu der Annahme, dass junge Mädchen im Bezirk von Menschenhändlern in großer Zahl ausgebeutet werden“, sagte Polizeichef Chanel Dickerson, Leiter des Bereichs Jugend und Familie gemäß NBC News 4.

Beachten Sie bitte, wie Dickerson das Kriterium „in großer Zahl“ verwendet, was bedeutet, dass er die Tatsache nicht ausschließen mochte, dass Menschenhändler in der Gegend tatsächlich junge Mädchen ausbeuten.

Wie das Free Thought Project mehrfach hervorgehoben hat, sind einige dieser Menschenhändler bereits in D.C. gefasst worden- und einige von ihnen waren Polizisten.

Linwood Barnhill Jr., ein Veteran des D.C. Police Department, ist vom Free Thought Projekt bereits dafür bloßgestellt worden, dass er einen Kindersexsring von seinem Haus aus betrieben hatte. Im Jahr 2014 fand man am frühen Morgen bei einer Durchsuchung seiner Wohnung im Südosten von D.C. ein 15-jähriges Mädchen, das zuvor von seinen Eltern als vermisst gemeldet worden war.

Nachdem die Polizei das Mädchen gerettet hatte, sagte es gegenüber Beamten, dass sie sechs andere Mädchen in der Wohnung getroffen habe, die ihr gesagt hätten, sie seien auch prostituiert und unter anderem mit Anzeigen auf backpage.com beschrieben worden. Barnhill nahm auch Nacktfotos der Mädchen auf, anscheinend für die Verwendung in der Werbung für Sex.

Marihuana, Kondome und ein großer Spiegel wurden ebenfalls in der Wohnung beschlagnahmt. Justizbeamte sagen, dass auf dem beschlagnahmten Spiegel die Namen der anderen verschleppten Frauen waren.

Etwa zur gleichen Zeit wurde ein weiterer Polizist in der Gegend ebenfalls wegen Menschenhandels mit Jugendlichen entlarvt und verhaftet. Lamin Manneh, 32, aus Baltimore bekannte sich schuldig, über Staatsgrenzen hinweg per Telefon und Internet ein Prostitutionsgeschäft mit zwei Jugendlichen betrieben zu haben, die er mehr als 300 Mal prostituiert hatte.

Laut AP sagte Wilson auch, sie sei besorgt darüber, dass Menschenhandel möglichweise ein Faktor sei, und sie berief sich auf den Fall der 8-jährigen Relisha Rudd, die vermisst wird, seit sie aus einem Obdachlosenheim der Stadt im Jahr 2014 verschwunden ist. Ein Hausmeister, der in dem Heim gearbeitet hatte, wurde tot aufgefunden, nachdem er scheinbar Selbstmord beging, während die Suche nach dem Mädchen begonnen hatte.

„Sie beuten Obdachlose aus, Kinder aus Fmilien mit niedrigem Einkommen, Ausreißer, sie operieren Online“, sagte Wilson.
„Ob diese jüngsten Verschwinden eine Anomalie oder Signale eines zugrunde liegenden Trends sind, es ist jedenfalls wichtig, dass das Justizministerium und das FBI alle zur Verfügung stehenden Mittel einsetzt, um den örtlichen Beamten zu helfen, diese Ereignisse zu untersuchen, und um diese Kinder so schnell wie möglich zu ihren Eltern zurückzubringen“, so Richmond.

Laut der anti-Menschenhandels-Gruppe Polaris in Washington ist die Anzahl der gehandelten Menschen in den USA aufsehenerregend.

  • Seit 2007 hat die von Polaris eingerichtete Nationale Menschenhandels-Hotline Berichte über 22.191 Fälle von Sexhandel in den Vereinigten Staaten erhalten.
  • Im Jahr 2016 gab das Nationale Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder eine Schätzung ab, wonach 1 von 6 gefährdeten Ausreißern, die ihnen gemeldet worden waren, wahrscheinlich ein Sexhandels-Opfer ist.
  • Die Internationale Arbeitsorganisation schätzt, dass sich weltweit 4,5 Millionen Menschen in der Falle gewaltsamer sexueller Ausbeutung befinden
  • In einem Bericht im Jahre 2014 schätzte das Urban Institute, dass die im Untergrund operierende Sex-Wirtschaft in den USA von 39,9 Millione Dollar in Denver, Colorado, bis zu ​​290 Millionen Dollar in Atlanta, Georgia, reichte.

Leider scheinen die US-Behörden weit mehr Zeit mit der Suche nach allen möglichen anderen Dingen zu verbringen, als nach vermissten Kindern zu suchen.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von  http://thefreethoughtproject.com/500-kids-missing-dc-2017-trafficking/

 

 


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1 Comment

  1. Hatte….. Eisenhower…. nicht einen Vertrag gemacht mit den … Reptilian Resistance …..,wie dem auch sei ,es interessiert keinen wo die Kinder sind ,sie sind weg und damit ist für viele Menschen das Thema durch,für die Masse sind dann nur die …Reptiloide Prominente… wichtig -eben Unterhaltung -da muss man nicht so viel nachdenken-

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