Eine Kinderärztin beschreibt, wie Sie Ihr Kind vor sexuellem Missbrauch schützen können – Eltern aufgepasst!

in Kriminalität/Welt

Das sollte für ALLE Eltern von Interesse sein: sexueller Missbrauch von Kindern – speziell, wann es passiert, wo es passiert, und WER unsere Kinder zu Opfern macht, und wie Sie mit Ihren Kindern darüber sprechen und es VERHINDERN sollten.

Von: Jenny Rapson/For Every Mom  Vor kurzem hat eine gute Freundin von mir einen Facebook-Post von einer anderen Freundin mit mir geteilt, die zufällig Kinderärztin ist. Der Post bezog sich auf etwas, das für alle Eltern von Interesse sein sollte: sexueller Missbrauch von Kindern – speziell, wann es passiert, wo es passiert, und WER unsere Kinder zu Opfern macht, und wie Sie mit Ihren Kindern darüber sprechen und es VERHINDERN sollten.

Ich war sogleich von der Vorzüglichkeit dieser Informationen beiendruckt und fragte, ob ich sie hier wieder veröffentlichen könnte. Die Autorin, Dr. Tobi Adeyeye Amosun, antwortete: BITTE veröffentliche es. Ihr unschätzbarer Post ist hier nachstehend, und ich fordere Euch Mütter und Väter auf: Nehmen Sie es sich zu Herzen! Folgen Sie dem Rat des guten Arztes, und sprechen Sie auch mit Ihren Kindern.

Ohne in Details zu gehen, habe ich wohl jeden Monat etwa 1-2 Kinder in meiner Praxis, die sexuell missbraucht oder belästigt wurden. Ich werde jeden der Punkte ansprechen, die ich oben erwähnt habe, mit den Szenarien, die ich am häufigsten gesehen habe.

  1. Der Ort eines Vorfalls [des sexuellen Missbrauchs] ist wahrscheinlich dort, wo man vertraut ist.

Orte, von denen ich gehört habe, dass es passiert sei: bekannte Familienmitglieder und Freunde sind bei weitem die häufigsten Täter. Das Alter der Täter reicht von Jugendlichen bis hin zu Erwachsenen. Es ist fast immer ein männlicher Cousin, bekannter Nachbar, älterer Bruder/Cousin eines Freundes, Babysitter, Vater/Stiefvater, Onkel oder Freund der Mutter. Gelegentlich ist es eine Frau, aber das ist eher selten, wenn sie nicht gerade die Kinder hegt, um Zugang zu jemand anderem zu haben. Kirchliche Jugendgruppen sind die Nummer Zwei nach Häufigkeit, in der Regel, weil es dort weniger Aufsicht gibt. Schule, Lager und Sport sind die anderen Orte, aber weniger wahrscheinlich, es sei denn, es ist Kindern erlaubt, mit Lehrern und Trainern alleine zu sein. Fragen Sie die Schulen und Trainer und Kirchen, was ihre Sicherheitspläne sind, um Kinder zu schützen. Es wird nie perfekt sein, aber ich denke, dann wissen sie zumindest, dass da Eltern mit Problembewusstsein sind, und das hilft, alle in der Verantwortung zu halten.

  1. Pyjama-Parties: Ich wollte das separat ansprechen, weil es ein sensibles Thema ist.

Meine Tochter darf in die Zuhause von einigen wenigen ausgewählten Freunden (wie fünf Familien) zum Übernachten gehen. Niemals Eltern, die ich nicht sehr gut kenne, was bedeutet, dass sie nicht einfach bei Schulfreunden zuhause über Nacht bleiben kann. Niemals große Gruppen von Kindern, wo es vielleicht nicht bemerkt wird, wenn ein Kind davon getrennt ist. Ich kann Ihnen wirklich nicht sagen, wie oft mir Patienten erzählen, das erste Mal, dass sie unangemessen berührt wurden oder das erste Mal, dass sie Pornografie sahen, sei während einer solchen Übernachtung geschehen. Ich habe nur diese eine Chance, meine Kinder großzuziehen, und im Zweifelsfall bin ich lieber ein strenger Elternteil, der keinen Spaß macht, als dass ewas passiert.

  1. Bitte verwenden Sie angemessene anatomische Bezeichnungen für Körperteile.

Augen sind Augen, Knie sind Knie und Penisse sind Penisse. Verwenden Sie keine kitschigen oder vagen Bezeichnungen, wie Beute oder Kleiner oder Schatz. Es verwirrt die Sache, falls etwas berichtet werden muss. Desweiteren entstigmatisiert es diese Körperteile.

  1. „Korrekte Berührung“ versus „schlechte Berührung“: Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind den Unterschied kennt.

Korrekte Berührungen, die ich normalerweise lehre, sind diejenigen, die in Körperregionen stattfinden, welche von Badebekleidung nicht bedeckt sind, wie Schultern, Kopf und Füße. Korrekte Berührungen sind auch diejenigen, die dem Kind ein ruhiges und sicheres Gefühl vermitteln, wie eine Umarmung der Mutter. Schlechte Berührungen sind diejenigen in den Bereichen, welche von Unterwäsche bedeckt sind. Sie sind auch diejenigen, die Kinder nervös, ängstlich oder besorgt machen. Wenn eine ältere Person ein Kind in einer Weise berührt, bei der es sich unangenehm fühlt, ist das eine schlechte Berührung. Kinder sollten stets ihren Eltern oder einem anderen Erwachsenen von schlechten Berührungen erzählen. Und lassen Sie Kinder wissen, dass es niemals Geheimnisse zwischen Kindern und Erwachsenen geben sollte, und dass sie NIEMALS in Schwierigkeiten kommen werden, wenn sie jemanden etwas sagen.

  1. „Fremde Gefahr“ ist ein Irrglaube.

In der weit überwiegenden Mehrheit der Fälle, in denen ein Kind belästigt wird, ist der Täter der Familie bekannt. Hüten Sie sich vor so genannten „Grooming“-Verhaltensweisen, wobei der Täter Kontakt zu Missbrauchszwecken pflegt. Dies erfolgt in der Regel durch einen männlichen (oder weiblichen) Erwachsenen, der sich bei dem Kind und der Familie beliebt macht, um deren Argwohn und innere Abwehr zu senken. Normalerweise werden sie versuchen, eine vertrauensvolle Beziehung mit der Familie zu etablieren und nach Möglichkeiten zu suchen, mit dem Kinder allein zu sein. Sie tun dies, damit irgendwelche späteren Anschuldigungen von seiten des Kindes unglaubwürdig und als erfunden erscheinen werden. Dies ist in fast jeder Situation passiert, die ich in meiner Praxis gesehen habe.

  1. Seien Sie sich bewusst, was Kinder auf Smartphones und Tablet-Computern ansehen.

Vor allem von ihren Freunden, deren Eltern die Dinge nicht so genau beobachten. Ich empfehle das in der Regel allen Eltern, genau darauf zu achten, und solange sie für das Telefon zahlen und das Kind unter 18 Jahren alt ist, ist es ihre Verantwortung, die Aktivitäten ihrer Kinder in sozialen Medien, SMS, etc. zu überwachen. Es gibt so viele wirklich pfiffige Wege für Kinder, ihre online-Aktivitäten zu verbergen, und die Eltern hinken dabei technisch fast immer hinterher.

  1. Am Wichtigsten, vertrauen Sie Ihrer Intuition.

Wenn jemand Ihnen etwas merkwürdig vorkommt oder ein wenig zu nett zu Ihren Kindern ist, verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl und halten Ihre Kinder aus allen Situationen fern, wo sie etwa allein mit dieser Person sein würden. Wir sind bestimmt alle schon in Situationen gewesen, wo wir einfach nur höflich zu jemandem sein wollen, auch wenn wir ein ungutes Gefühl haben. Es gibt ein tolles Buch namens „The Gift of Fear“ (übersetzt etwa „Die Gabe der Bangnis“), das von Leuten handelt, die vergessen, in potenziell gefährlichen Situationen Ihrer Eingebung zu vertrauen, und warum es Momente gibt, in denen man auf sein Urteilsvermögen hören sollte.

Ich schließe meine Kinder nicht etwa ein und werfe den Schlüssel weg, so gerne ich sie für immer schützen möchte. Aber hoffentlich sind dies einige praktische Tipps von mir als Mutter und Kinderarzt, damit Ihre Kinder sich sicher fühlen, und um einige typische potenziell gefährlichen Situationen hervorzuheben. Nebenbei bemerkt, wir beginnen solche Gespräch bei uns zuhause, wenn die Kinder 3 bis 4 Jahre alt sind

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von    http://www.trueactivist.com/a-pediatrician-just-laid-out-how-to-protect-your-child-from-sexual-abuse-and-shes-begging-you-to-listen/

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2 Comments

  1. Ganz toller Beitrag!!! Danke!
    Auswärtsübernachtungen sind sicher eine der größten Gefahren! Auch ich war in diesem Bereich bei meinen eigenen Kindern lieber eine zu strenge Mutter, wenn ich ein komisches Gefühl hatte! Fast jeder durfte aber bei uns übernachten! Übergriffe in staatlichen Schulen oder staatlichen Jugendunterbringungsstätten von Pädagogen werden meist völlig totgeschwiegen, da halten dann auch die Jugendämter und Schulen den Deckel ganz fest drauf.
    Super Beschreibung für Kinder finde ich auch:“Körperregionen die normal mit Badekleidung/Unterwäsche bedeckt sind!“, das verstehen Kinder sicher viel leichter, d.h. falls die Eltern mit ihnen nicht zum FKK Strand gehen, aber das passiert eh ganz selten.

  2. Eindeutig ein Fehlschluss ist nach meiner Einschätzung die oft gehörte Meinung, unsere „sexualisierte Gesellschaft“ sei Schuld am Missbrauch on Kindern. Oft geschieht er gerade dort, wo Sexualität tabuisiert und unterdrückt wird, wie z.B. durch Geistliche in der Katholischen Kirche.
    Auch Pornosucht und andere Exzesse sind eigentlich als Symptome unterdrückter Sexualität zu sehen. Wo Sexualität als natürlichste Sache der Welt und als positive Kraft vermittelt und gelebt wird, besteht auch weniger die Gefahr von Missbrauch. Und ich möchte alle Eltern davor warnen, nun ihre Kinder zu Hause einzusperren und überängstlich zu reagieren. Angst hat noch nie starke Kinder hervorgebracht. Reden Sie mit ihren Kindern darüber, und stärken Sie ihre Kinder, damit sie den Mut haben, NEIN zu sagen, wenn ihre Grenzen überschritten werden. Aber vergessen Sie nicht zu betonen, dass es auch JA-Gefühle gibt! Seien Sie zuversichtlich, lebensfroh und guten Mutes. Trauen Sie ihnen was zu und seien Sie nicht so ängstlich. Das ist eine grassierende Krankheit unserer Zeit!

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