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Soziale Medien

Haben Sie je von der Sarahah-App gehört? Es ist die sich derzeit am schnellsten verbreitende App der Welt – und es gibt einen Grund dafür

in Onlinewelt
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Es gibt eine Menge Apps zum Chatten und zur Nachrichtenübermittlung, die einfach etwas bieten wollen, das sich von allen anderen unterscheidet, und die Anwendung, mit der wir uns nun befassen, tut genau das.

Sarahah, eine Anwendung, die durch einen saudischen Entwickler namens Zane Al Abdini Tewfik geschaffen wurde, ist innerhalb kürzester Zeit bei den Einheimischen sehr beliebt geworden, aber das war nicht der Fall, bevor sie sich zuerst in anderen Ländern viral verbreitet hat.

Sarahah, was auf Arabisch soviel wie “Ehrlichkeit” bedeutet, bietet Nutzern die Funktion, sich gegenseitig anonyme Botschaften zu schicken. Allerdings verlangt die Anwendung von ihren Nutzern, sich zu registrieren, bevor sie jemandem eine Nachricht schicken können.

Sobald man die Registrierung abgeschlossen hat, können Sie den Link Ihren Freunden oder Familienmitgliedern zur Verfügung stellen oder Sie können Ihr Profil öffentlich machen, damit die Leute Ihnen anonyme Nachrichten schicken können. Auf solche Nachrichten kann nicht geantwortet werden und der Empfänger weiß nicht, wer ihm die Nachricht geschickt hat.

Der Entwickler erstellte ursprünglich eine Internetseite mit der Absicht, damit Angestellte ehrliche Bewertungen über ihre Chefs abgeben können, ohne dabei ins Rampenlicht zu treten. Aber innerhalb von drei Monaten steht Sarahah an vierter Stelle der iOS-Apps, die am meisten im Trend liegen, und konnte auf Google Play gut und gerne über fünf Millionen Downloads auf sich verbuchen.

Das Konzept der Anwendung ist üblich und doch anders, was bis zu einem gewissen Maße Spaß machen kann; aber Sarahah hat auch eine dunkle Seite.

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Viele Plattformen sozialer Medien haben eines miteinander gemeinsam: Sie wollen alle, dass ihre Nutzer echte Informationen zur Verfügung stellen, wenn sie ihre Leistungen nutzen, um die Art von Schikane und Cyber-Mobbing zu verhindern, die mit anonymen Nutzern einhergeht – so wie Online-Missbrauch und Trollen.

Sarahah ermöglicht es Nutzern auch, Leuten anonym Nachrichten zu schicken und dies könnte katastrophale Folgen haben. Schlimme Nachrichten an andere Nutzer zu schicken, die den Absender nicht nachverfolgen können, könnte beunruhigende Ergebnisse nach sich ziehen. Darüber hinaus könnte eine Gruppe von Nutzern eine Person angreifen und negative Nachrichten schicken, die dem angegriffenen Nutzer psychisch zu schaffen machen könnten.

Indiatimes berichtet:

Die Beliebtheit der App lässt sicherlich auf das Wesen des Menschen im Allgemeinen und unsere Neigung zur Schadenfreude schließen. Es könnte einfach das Beste sein, davon Abstand zu nehmen und sich stattdessen darauf zu konzentrieren, sich von Angesicht zu Angesicht mit Kritik auseinanderzusetzen, ohne seine Beherrschung zu verlieren.

Verweis: http://www.indiatimes.com/technology/apps/the-sarahah-app-is-kicking-up-a-storm-online-here-s-why-you-should-stay-away-from-its-charm-327556.html

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/sarahah-app-is-spreading-fast-but-there-are-somethings-best-kept-traditional/

Oberpeinliches Video enthüllt die Lügen hinter Instagram-Posts – und Sie sind wahrscheinlich daran beteiligt

in Onlinewelt
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Hat des den Anschein, dass alle anderen ein aufregenderes, liebevolleres und interessanteres Leben führen? Wenn Sie mit “ja” geantwortet haben, sind Sie damit nicht allein. Dies liegt daran, weil die Mehrheit der Leute nun ihr Leben auf sozialen Medien verherrlicht, indem sie Fotos aus schmeichelhaften Perspektiven machen und Filter benutzen.

Während die Entscheidung, sich zu schminken und vorzutäuschen, dass man wie eine griechische Göttin aufgewacht ist, zwar kurzfristig das Ego aufpoliert, kann es dazu führen, dass andere das Gefühl bekommen, auch zu “faken” zu müssen. Das ist jedenfalls genau das, was das folgende, von Ditch the Label angefertigte, Video vermitteln will. Es entsteht eine Art Teufelskreis, dem Einhalt geboten werden muss.

Die Anti-Mobbing-Organisation, die in den USA, Großbritannien und Mexiko tätig ist, kommt zu dem Schluss, dass viele Leute das Gefühl haben, für die Außenwelt “perfekt” erscheinen zu müssen – obwohl es wahrscheinlich unmöglich ist, die hohen gesellschaftlichen Standards in jeder Hinsicht zu erfüllen. Daher ist es für Männer und Frauen gleichermaßen beinahe zu einer selbstverständlichen Gewohnheit geworden, unehrliche Beiträge über ihre Gewohnheiten, den Tagesablauf und ihr Erscheinungsbild hochzuladen.

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In Partnerschaft mit boohhoo.com hergestellt, wirft das Video wichtige Fragen über Wahrnehmung, Wahrheit und Identität auf, wie Bored Panda betont. Ditch the Label schreibt auf seiner Internetseite: “Wir sind alle mitschuldig daran, auf sozialen Medien ein wenig die Wahrheit zu verdrehen, aber an welchem Punkt sind wir einfach zu weit gegangen?”

Sehen Sie sich unten das überzeugende Video an:

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonymous-news.com/cringe-worthy-video-reveals-the-lies-behind-instagram-posts-and-youre-likely-part-of-it/

Leitende Geschäftsführerin von Facebook: Wollen Sie ISIS stoppen? Dann LIKEN Sie sie!

in Onlinewelt
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Die leitende Geschäftsführerin von Facebook, Sheryl Sandberg, hat einen originellen Rat für Leute, die etwas gegen die Facebook-Seiten von ISIS unternehmen wollen. Anstatt sie zu melden – was man für die logische Vorgehensweise halten könnte, die zu ihrer Löschung führt – glaubt sie, dass die Leute davon Gebrauch machen sollten, was sie als “Like-Attacken” bezeichnet, um den sozialen Netzwerk-Terror zu beenden.

Bei einem Gremium des Weltwirtschaftsforums in Davos behauptete sie, als Antwort auf die Frage, was Facebook unternehme, um ISIS zu bekämpfen, dass es unmöglich sei, hetzerische Posts zu verhindern, weil “sobald man einen löscht, sofort wieder ein anderer auftaucht”.

Die damalige Antwort bestand offensichtlich darin, den ISIS-Rekrutierungsseiten viel mehr kostenlose öffentliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, was ein neues Licht auf ihre Praktiken wirft, indem ihre zukünftigen Rekruten mit friedlichen Nachrichten bombardiert werden.

Sie erklärte daraufhin, wie Facebook-Nutzer in Deutschland eine Neonazi-Facebook-Seite “geliked” und sie anschließend mit positiven Nachrichten überschwemmt hätten.

“Anstatt aufzuschreien und zu protestieren, bekamen sie 100.000 Likes von den Leuten, die sie eigentlich nicht mochten und die Botschaften der Toleranz auf die Seite stellten; also wenn man zu der Seite kam, veränderte es den Inhalt und das, was zuvor eine mit Hass und Intoleranz angefüllte Seite war, wurde daraufhin zu Toleranz und einer Botschaft der Hoffnung”, sagte sie.

“Das beste Gegenmittel für schlechte Rede ist gute Rede, und das beste Gegenmittel für Hass ist Toleranz.”

“Die beste Sache, um sich gegen die Rekrutierung durch ISIS auszusprechen, sind die Stimmen von Leuten, die von ISIS rekrutiert wurden, und die aus eigener Erfahrung wissen, was es wirklich bedeutet, sie entkommen und zurückgekommen sind, um die Wahrheit zu sagen.” Sie erklärt, dass “Gegenrede” das beste Mittel sei, um gegen Terrororganisationen vorzugehen.

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Natürlich ist nicht bekannt, warum ISIS nicht einfach eine neue Facebook-Seite einrichten kann, wenn sie von “Like-Attacken” stark in Mitleidenschaft gezogen werden – dieselbe Begründung, die offenkundig Facebook davon abhielt, zur Tat zu schreiten (räusper – siewollensichnichtwirklichdrumkümmernundwollendassduihrenJobmachst – räusper). Die Facebook-Seite einer Terrororganisation zu liken könnte auch die ungewollte Aufmerksamkeit der einen oder anderen US-Spionagebehörde erregen – das Argument “aber ich versuchte doch nur, Hoffnung und Frieden zu propagieren” könnte vielleicht nicht ziehen, wenn einer von deinen Freunden deine Like-Benachrichtung gesehen hatte und daraufhin beschloss, ISIS zu kontaktieren, um mehr darüber zu erfahren.

Daher könnte das mehrfache Liken des Ku-Klux-Klan, von ISIS und Neonazi-Seiten den ganzen Bekanntenkreis dazu veranlassen, dass man jedesmal wenn man sie wiedersieht, komische Blicke erntet, aber wer weiß schon, was wirklich in die Facebook-Geschäftsführerin gefahren ist.

Facebook ist seit Langem dafür kritisiert worden, unfähig (oder unwillig) zu sein, die Verbreitung von ISIS-Propaganda in ihrem Netzwerk einzudämmen; einmal hatten sie sogar Anonymous daran gehindert, ISIS-Anwerber bloßzustellen – indem sie die Anonymous-Gruppe dafür gesperrt hatten, dass sie deren Job erledigt hatten. Offensichtlich wird es (laut Facebook) auch als “Hate Speech” [Hassrede] eingestuft, wenn man ISIS hasst.

Als eine offensichtliche Reaktion auf den Vorwurf der Untätigkeit (oder der neagtiven Reaktion), haben sie 1 Million Euro zur Unterstützung von NGOs zugesichert, die gegen Hate Speech vorgehen – obwohl nicht bekannt ist, wie das ISIS davon abhalten soll, neue Rekruten zu bekommen.

Facebook und mehrere andere Technikunternehmen trafen sich vor einigen Wochen auch mit US-Regierungsvertretern, um darüber zu diksutieren, wie sie gegen Terrorganisationen vorgehen können.

Verweise:

Übersetzt aus dem Englischen von http://anonhq.com/47179-2/

Israel ruft zum Genozid an Palästinensern auf – und die Mainstream-Medien ignorieren es

in Medien/Menschenrechte
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Es ist schier unglaublich: Die sozialen Medien und die Mainstream-Medien ignorieren den Aufruf Israels zum Genozid an Palästinensern. Massive Proteste und Facebook-Kampagnen, die zum Genozid an Palästinensern aufrufen, werden von den westlichen Mainstream-Medien und von Facebook selbst ignoriert – und das, obwohl es große Bedenken und Zusammenarbeit mit dem Ziel gibt, solche „Aufrufe zur Gewalt“ zu stoppen.

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Dieses auf Facebook hochgeladene Bild zeigt einen Israeli, der eine Waffe auf den Betrachter richtet. Der Text lautet: „Mäht sie nieder“. Bildquelle: Facebook-Seite von „Das Volk Israels verlangt Rache“.

Seit Oktober letzten Jahres hat die israelische Regierung Palästinenser und ihre Verbündeten dessen beschuldigt, dass sie gegen Israelis „zur Gewalt anstacheln“; völlig ungeachtet der Tatsache, dass seitdem 34 Israelis zu Tode gekommen sind – im Vergleich zu 230 Palästinensern. Die Erhöhung der Gewaltakte wird auf einen international scharf verurteilten israelischen Übergriff auf palästinensische Ländereien im Westjordanland zurückgeführt. Die Bedenken der israelischen Regierung hinsichtlich der jüngsten Gewalttaten hat dazu geführt, dass Palästinenser dafür verhaftet wurden, dass sie Inhalte in sozialen Medien geteilt haben, die möglicherweise zu Verbrechen führen könnten. Bislang wurden dieses Jahr 145 Palästinenser für „Vorstufen von Verbrechen (pre-crime)“ durch „Anstachelung“ in sozialen Medien verhaftet. Diese Vorgehensweise führte letztendlich zu einer Kollaboration zwischen Facebook und der israelischen Regierung. Deren gemeinsame Bestrebungen zur Eindämmung der „Anstachelung“ in sozialen Medien haben dazu geführt, dass mehrere Facebook-Accounts von palästinensischen Journalisten und Nachrichtenagenturen gesperrt wurden (darüber hat derwaechter.net hier auf Deutsch berichtet).

Jedoch haben es die sozialen Medien und die westlichen Mainstream-Medien bislang versäumt, die „Anstachelung“ der Israelis gegen die Palästinenser zu verurteilen. Derartige Gewaltaufrufe treten nämlich überraschenderweise sehr häufig auf – wenn man bedenkt, dass sie wenig bis gar keine Aufmerksamkeit erregen. Diese anti-palästinensischen Posts, Bilder und Proteste strotzen oft nur so vor Aufrufen zum Genozid. Dazu gehören Parolen wie „Tod der gesamten arabischen Nation“ oder „Tötet sie alle“, die verblüffend häufig auftauchen.

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Sogar die Times of Israel veröffentlichte eine so genannten „Op-Ed“-Zeitungskolumne zum Thema „Wann Genozid zulässig ist“ und bezog sich darin auf die Art, wie Israel die Palästinenser behandelt. Obwohl der Post letztendlich wieder heruntergenommen wurde, deutet er auf eine allzu übliche und gefährliche Mentalität hin, die von den sozialen Medien, von der israelischen Regierung und von den westlichen Medien „aus Bequemlichkeit“ ignoriert wird. Eine israelische Nachrichtenagentur führte sogar einen Test in Bezug auf die damals nur mutmaßliche Vorzugsbehandlung durch: Sie fand heraus, dass Facebook und die israelischen Autoritäten mit den Forderungen nach Rache der Palästinenser und der Israelis sehr unterschiedlich umgingen.

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Ein auf Facebook gepostetes Bild zeigt zwei junge Frauen, die ein Schild hochhalten, auf dem steht: „Araber zu hassen ist nicht Rassismus; es ist Moral.“ Bildquelle: Facebook-Seite von „Das Volk Israels verlangt Rache“.

Sogar massive Proteste, die zum Genozid an den Palästinensern aufrufen, wurden vollständig von den sozialen Medien und den Presseunternehmen ignoriert. Im April dieses Jahres fand ein massiver anti-palästinensischer Protest in Tel Aviv statt. Dort forderten Tausende den Tod aller Araber. Der Protest war organisiert worden, um einen israelischen Soldaten zu unterstützen, der einen bereits verwundeten Palästinenser getötet hatte, indem er ihm in Exekutionsmanier in den Kopf schoss. Der Soldat namens Elor Azaria wurde für diesen Mord des Totschlags angeklagt. Der Vorfall hatte sich inmitten des palästinensischen Hoheitsgebiets in der Stadt Hebron ereignet. In Hebron befindet sich eine illegale jüdische Siedlung, die trotz ihrer unrechtmäßigen Existenz von den israelischen Verteidigungskräften (IDF) verteidigt wird. Das hat zu häufigen Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern in dem Gebiet geführt.

An dem Protest in Tel Aviv nahmen ungefähr 2.000 Menschen teil und mehrere israelische Popikonen sorgten für die Unterhaltung der Teilnehmer. Dazu gehörten die Sänger Moshik Afia und Amos Elgali, sowie der Rapper Subliminal. Gesänge wie „Elor [der Soldat] ist ein Held“ und die Forderung nach der Freilassung des Soldaten waren regelmäßig zu hören. Eine Frau wurde mit einem Schild fotografiert, auf dem stand: „Tötet sie alle“. Ein jüdischer Reporter vor Ort merkte an, dass die Aktion „mehr ein Freudenfest des Mordes zu sein schien als alles andere“. Trotz der offensichtlichen Feindlichkeit und der Anstachelung, die bei dem Protest deutlich sichtbar waren, ist es nicht schwer, sich vorzustellen, wie die Reaktion gewesen wäre, wenn es ein pro-palästinensischer Protest gewesen wäre, in dem nach dem Tod der Juden verlangt wird. Der deutliche Unterschied zwischen dem, was den Palästinensern erlaubt ist und was den Israelis erlaubt ist, sollte uns alle beunruhigen. Denn die weitverbreitete Voreingenommenheit der sozialen Medien, der Presse und vieler Regierungen drohen uns blind zu machen für die Realitäten des israelisch-palästinensischen Konflikts.

Von Whitney Webb für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Facebook sperrt Accounts palästinensischer Journalisten und Nachrichtenagenturen

in Medien/Welt
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Nach der offiziellen Ankündigung der gemeinsamen Bemühungen von Israel und Facebook zur Zensur von Inhalten aus sozialen Medien, die gegenüber Israelis „zu Gewalt anstiften“, wurden nun die Accounts von mehreren palästinensischen Journalisten und Nachrichtenagenturen blockiert.

Nur wenige Wochen nach der offiziellen Ankündigung der Kollaboration mit Israel wurde Facebook dabei ertappt, dass es die Accounts von palästinensischen Journalisten gesperrt hat. Redakteure von zwei palästinensischen Nachrichtenmedien, die im Westjordanland angesiedelt sind, haben berichtet, dass ihre Facebook-Accounts gesperrt wurden. Zunächst wurde kein Grund für die abrupte Sperrung angegeben. Das lässt darauf schließen, dass ihre Accounts aufgrund der gemeinsamen Bemühungen von Facebook und Israel gesperrt wurden, die Inhalte in sozialen Medien eindämmen wollen, die angeblich gegen Israelis „zu Gewalt anstiften“.

Letzte Woche gelang es vier Nachrichtenredakteuren von der Shehab News Agency und drei Führungskräften vom Quds News Network ebenfalls nicht, auf ihre persönlichen Accounts zuzugreifen. Beide Agenturen, die von tagesaktuellen Nachrichten über die besetzten palästinensischen Gebiete berichten, haben Millionen von „Gefällt mir“-Angaben (Likes) auf Facebook – nämlich 6,3 Millionen und 5,1 Millionen. Als Facebook zu einem Kommentar gedrängt wurde, warum die Accounts blockiert worden waren, gab der Social-Media-Gigant zur Antwort, dass die Accounts „versehentlich“ gesperrt worden waren. In einer Erklärung gaben sie bekannt: „Unser Team verarbeitet jede Woche Millionen von Meldungen und manchmal unterläuft uns ein Fehler.“ Alle bis auf einer der gesperrten Accounts wurden ein paar Tage später wiederhergestellt, aber die neuesten Sperrungen sind immer noch wirksam.

Bislang hat das israelische Militär (Israel Defense Forces, IDF) dieses Jahr mehr als 145 Palästinenser wegen „Anstiftung“ über soziale Medien angeklagt. Bei dieser Vorgehensweise, über die auf der Website The Intercept im Juni öffentlich berichtet wurde, überprüfen israelische Beauftragte aktiv die Inhalte von palästinensischen Facebook-Posts. Danach leiten sie die Anträge zur Zensur an Facebook weiter, denen dort in 95% der Fälle stattgegeben wird. Daraufhin folgen oft Festnahmen derjenigen, die „zur Gewalt anstiften“. Obwohl dies immer häufiger geschieht, gibt es derzeit in Israel keinen rechtlichen Präzedenzfall dafür, dass jemand aufgrund von Online-Inhalten angeklagt wird.

Israel beschäftigt sich mit der Anstachelung in sozialen Medien seit sich in dem Land im vergangenen Jahr zunehmend Gewaltausbrüche ereignet haben. Laut der Nachrichtenagentur AFP sind 230 Palästinenser und 34 Israelis seit vergangenem Oktober getötet worden. Facebook hat sich seinerseits Israel angebiedert, nachdem 20.000 Israelis im letzten Jahr Facebook wegen der „Missachtung“ von palästinensischen „Aufrufen zur Gewalt“ angeklagt hatten. Im vergangenen Sommer hat nun eine israelische Anwaltschaft mit Verbindung zum Mossad Facebook auf eine Milliarde US-Dollar verklagt, weil es den US-amerikanischen Anti-Terrorismus-Akt verletzt hat, indem es Palästinensern dabei geholfen hat, „Terroristen zu rekrutieren, zu radikalisieren und zu unterweisen.

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Aufgrund des Drucks lenkte Facebook im Juni dieses Jahres ein und stellte Jordana Cutler ein, die lange Zeit Beraterin von Netanyahu und ehemalige Stabschefin in der US-israelischen Botschaft gewesen war. Sie bekleidet nun die Position als Abteilungsleiterin für Richtlinien und Kommunikation von Facebook Israel. Da die Zusammenarbeit zwischen Facebook und Israel in den kommenden Monaten wahrscheinlich eher noch intensiver wird, ist zu erwarten, dass in naher Zukunft weitere „Störungen“ auftreten, die zur Folge haben, dass die palästinensischen Aktivisten und ihre Verbündeten in den sozialen Medien weiter zensiert werden.

Was sagt ihr zu dieser Neuigkeit? Bitte teilt diesen Artikel und sagt uns eure Meinung dazu in den Kommentaren!

Bildquelle des Titelbilds: middleeastmonitor.com. Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com.

 

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Kontrolle in sozialen Medien: Facebook feuert das ganze News-Team wegen angeblicher Voreingenommenheit

in Medien/Onlinewelt
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So sieht Kontrolle in sozialen Medien aus: Der gewinnorientierte Social Media-Gigang Facebook mit Hauptsitz in den Vereinigten Staaten hat das ganze Topaktuell-Team (Englisch: Trending) gefeuert, weil die Mitarbeiter konservativen Medienkanälen gegenüber voreingenommen waren.

Konservative Medienkanäle setzen sich für persönliche Verantwortlichkeit ein, für eine Einschränkung der Regierungsmacht, freie Märkte, individuelle Freiheit, traditionelle amerikanische Werte und eine starke nationale Verteidigung. Sie glauben auch daran, dass die Rolle einer Regierung diejenige sein sollte, Menschen die Freiheiten einzuräumen, die sie brauchen, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. In den Vereinigten Staaten zählen unter anderem die folgenden Medienkanäle zu den konservativen Anbietern: Chicago Tribune, The New York Post, The Las Vegas Review-Journal, The Dallas Morning News, und das The Wall Street Journal.

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Gizmodo war im Mai 2016 die erste Seite, die dem Topaktuell-Team Vorwürfe machte, voreingenommen zu sein. Die Funktion für topaktuelle Nachrichten (Trending News) auf Facebook soll den Nutzern die aktuell beliebtesten Nachrichtenthemen zeigen, über die auf der Plattform in diesem Moment diskutiert wird. Aber Gizmodo erhob den Vorwurf, dass das Team für topaktuelle Nachrichten eher wie eine traditionelle journalistische Nachrichtenredaktion arbeitete – mit einem Team aus „Kuratoren“, die Geschichten auswählten, die ihnen zufolge einen Nachrichtenwert hatten. Gizmodo sagte weiterhin, dass anonyme ehemalige Redakteure für topaktuelle Themen (Trending Topics) darüber berichtet hatten, dass das Topaktuell-Team mit Absicht Nachrichten benachteiligte, die in eine konservative Richtung gingen und somit verhinderten, dass diese in der List erschienen.

Als diese Vorwürfe erhoben worden waren, nahm sich der konservative Online-Medienkanal Breitbart der Sache an und stellte weitergehende Untersuchungen an.

Breitbart fand heraus, dass das Topaktuell-Team künstlich Storys hinzufügte, die nicht topaktuell waren und sie so in das Newsfeed für topaktuelle Nachrichten einschoben. Das Team hat ebenfalls routinemäßig Themen unterdrück, die für Konservative interessant waren. Im Juli des Jahres 2016 berichtete Breitbart ausführlich darüber mit einer Artikelserie, in der es die liberalen Ansichten von einigen der führenden Teammitglieder bei Facebook aufdeckte. Diese kritische Reportage von Breitbart führte Berichten zufolge dazu, dass der republikanische Senator John Thune, der den Vorsitz über das Handelskomitee des Senats führt, einen Brief an Mark Zuckerberg, den CEO von Facebook, schickte und darin Antworten verlangte.

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Gerüchten zufolge hatte Senator Thune auch darauf gedrängt, dass der Kongress etwas gegen Facebook unternehmen sollte, doch Zuckerberg bearbeitete ihn und versicherte ihm, dass eine interne Untersuchung eingeleitet werden würde, um die Stichhaltigkeit dieser Vorwürfe zu überprüfen.

Nach der internen Untersuchung hat Facebook Quartz zufolge sein gesamtes Team entlassen, das für topaktuelle Nachrichten zuständig war. Facebook hat selbst am 26. August 2016 eine Erklärung dazu abgegeben und die Änderungen am Topaktuell-Team angekündigt. Darin gab er bekannt, dass die Plattform sich nun hin zu einem eher auf Algorithmen fokussierten Prozess bewegen würde.

In der Erklärung schrieb Facebook: „Unser Ziel ist es, Topaktuell für so viele Menschen wie möglich bereitzustellen. Das wäre schwer, wenn wir uns nur darauf verlassen würden, Themen von Hand zusammenzufassen. Ein mehr von Algorithmen angetriebener Prozess erlaubt es uns, Trending so zu skalieren, dass wir mehr unterschiedliche Themen abdecken können und es mit der Zeit mehr Menschen weltweit zur Verfügung stellen können.  Wir haben schon immer gehofft, dass wir das machen können, aber wir setzen diese Änderungen jetzt früher um – aufgrund der Rückmeldungen, die wir aus der Facebook-Community Anfang des Jahres bekommen haben.“

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Quartz zitiert Facebook mit den Worten, dass die Beschreibungen der topaktuellen Nachrichtenthemen, also der hauptsächliche Grund für die Anstellung von Redakteuren zum Kuratieren von Nachrichten, jetzt entfernt werden.

Jedoch trotz der Änderungen, die von Facebook angekündigt wurden, schreibt Breitbart, dass man Facebook nicht mehr vertrauen kann, da die Firma nun eine politische Position eingenommen hat – und Hillary Clinton in den anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA unterstützt. Breitbart sagte, dass „Facebooks Änderung natürlich nicht garantiert, dass das System künftig nicht mehr politisch voreingenommen ist.“

Facebook fügte die Funktion Topaktuell im Jahr 2014 auf der Plattform hinzu. Topaktuell war dafür geschaffen worden, um den Nutzern dabei zu helfen, interessante und relevante Konversationen zu finden, die auf Facebook geführt werden – zum Beispiel zu Eilmeldungen für Nachrichten und zu Events aus der ganzen Welt.

In letzter Zeit ist Facebook unter genauer Beobachtung gewesen, weil es versucht hatte, einige Nachrichtenquellen zu zensieren, die auf der Plattform geteilt worden waren – wohingegen andere sich wachsender Beliebtheit erfreuten. Diese Zensur richtet sich insbesondere gegen alternative Medienkanäle im Vergleich zu den Mainstream-Medien.

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So lautet die offizielle Übersetzung im Facebook-Hilfebereich

Unter „Topaktuell“ siehst du eine Liste mit Themen und Hashtags, die vor Kurzem auf Facebook zu den beliebtesten gehörten. Diese Liste wird auf Basis verschiedener Faktoren personalisiert, darunter Seiten, die du mit „Gefällt mir“ markiert hast, dein Standort und beliebte Themen auf Facebook. Erfahre mehr darüber, wie du die Funktion „Topaktuell“ verwendest und wie wir festlegen, welche Trends gezeigt werden.

So lautet die Übersetzung des oben auf dem Bild gezeigten englischen Textes (US-amerikanisch):

Topaktuell zeigt dir die beliebten Themen und Hashtags, über die gerade auf Facebook gesprochen wird. Du wirst Geschcihten von Menschen und Seiten sehen, die diese mit dir geteilt haben oder die diese öffentlich geteilt haben. Klicke rechts auf deiner Home-Seite auf ein Thema, das topaktuell ist, um zu erfahren, was die Menschen dazu sagen.

Im Juli 2016 entschuldigte sich Facebook bei der Whistleblower-Website WikiLeaks, nachdem es die Links zu den Dateien aus den Leaks rund um das Democratic National Committee (DNC) blockiert hatte. Aus den Leaks wurde ersichtlich, dass hochrangige Angehörige der Demokratischen Partei darauf hingearbeitet hatten, dass Clintons Nominierung als Kandidatin der Partei gesichert ist.

Neben vielen anderen Kanälen sind auch das Free Thought Project und Anonymous Headquarters bereits Opfer der heftigen Zensur von Facebook geworden.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Das Netz für Tiere: Soziale Medien jagen vier Hundequäler

in Tierrechte/Welt
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Dieses Video stammt aus Chandigarh in Indien und wurde online geteilt. Darin schleudert ein Mann gewaltsam einen Hund herum, während er ihn an den Füßen festhält.

Ein kürzlich veröffentlichtes Video aus Indien zeigt eine Gruppe Männer, die einen Hund missbrauchen. Das Video ist wirklich herzzerreißend. Für all jene unter uns, die das Video lieber nicht ansehen wollen, reichen allein die Beschreibung und das Bild schon aus.

 

 

Über die sozialen Medien ist eine Jagd entbrannt, um die vier Männer zu finden, die einen Hund im Norden von Indien gequält haben. Ein Video ist aufgetaucht, in dem vier junge Männer einen Hund herumschwingen, während sie seine Hinterläufe festhalten. Sie schlagen das Tier wiederholte Male. Der Vorfall hat sich so in Chandigarh ereignet.

Innerhalb von wenigen Tagen wurde das Video mehr als eine Million Mal angesehen (vom 7. bis zum 21. September insgesamt schon mehr als 8 Millionen Mal) und die Menschen sind verständlicherweise entsetzt vor Wut.


Ekel erregend.


Diese grausamen Monster sollten eingesperrt und bestraft werden. Sie sind keine Menschen, sondern Teufel. Sie sollten auf die gleiche Weise herumgeschwungen werden.

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Das sich mittlerweile viral verbreitende Video enthüllt zwar nicht die Identitäten der Männer, aber einige Kommentatoren glauben zu wissen, wo der Vorfall stattgefunden hat.


Ich richte meinen Appell an die Polizei, an die SPCA (Society for the Prevention of Cruelty to Animals, etwa: Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkeit gegenüber Tieren), an die Allgemeinheit und an alle, die ein Herz haben. Findet diese Männer und lasst sie bezahlen. Ich habe einen Hund. Er ist mein Leben. Niemand darf so etwas tun, bloß weil er stärker ist und höher in der Nahrungskette angesiedelt ist. Sperrt sie zusammen mit einem Tiger ein und sagt ihnen, dass sie dasselbe noch einmal machen sollen. Bitte findet sie. Es heißt, dass das in Chandigarh passiert ist.

Chandigarh und Grausamkeit gegen Tiere

Diese Situation erinnert uns an einen anderen Fall der Tierquälerei aus dem letzten Jahr. Dabei hingen vier Männer einen Hund an den Hinterläufen auf und verprügelten ihn mit Stöcken. Danach wurde der Hund in einen Sack gepackt und in der Nähe von Aerocity weggeworfen.

Kinder, die in der näheren Umgebung gespielt haben, nahmen ein Video von dem Hund auf, während er an einem Baum aufgehängt wurde und verbreiteten es in den sozialen Medien, woraufhin eine Ermittlung erfolgte. Rechtliche Schritte wurden gegen die Männer eingeleitet und eine Untersuchung wurde durchgeführt. Die Männer wurden festgenommen und am 26. Januar 2016 gegen Kaution freigelassen.

Was haltet ihr davon? Bitte kommentiert diesen Post und teilt die Nachricht!

Übersetzt aus dem Englischen von TrueActivist.com.

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