Judge Teori Zavascki arrives to attend a session at the Supreme Court in Brasilia March 11, 2015. REUTERS/Ueslei Marcelino

Brasilianischer Richter, der Untersuchung über politische Korruption leitete, bei einem “seltsamen Unfall” getötet

in Kriminalität/Politik/Welt
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Richter Teori Zavascki im Jahr 2015,  Foto – REUTERS / Ueslei Marcelino

Teori Zavascki, Richter am Obersten Gerichtshof Brasiliens, wurde nur wenige Wochen getötet, bevor von ihm “explosive nthüllungen” über die Verwicklung von bis zu 200 brasilianischen Politikern in einen massiven Korruptionsskandal erwartet wurden.

Seit September letzten Jahres taumelt Brasilien am Rande des Chaos nach dem Sturz der ehemaligen Präsidentin Dilma Rousseff, den viele Beobachter für einen “Coup” halten. Obwohl Rousseff angeblich wegen vermeintlicher Manipulation der öffentlichen Haushalte aus dem Amt gezwungen wurde, ist der eigentliche Grund wohl vielmehr ihre Rolle bei der Eröffnung der größten Untersuchung über politische Korruption in der Geschichte der Nation. Umgangssprachlich unter der Bezeichnung “Waschanlagen”-Skandal bekannt, sind buchstäblich Hunderte von brasilianischen Politikern und Oligarchen in die Untersuchung verwickelt, wodurch die krummen Geschäfte der Mächtigsten des Landes erstmalig unter die Lupe genommen werden. Aber auch Rousseff’s Ersatz – der unergründlich korrupte Michel Temer – konnte die Untersuchung trotz seiner Bemühungen nicht stoppen. Dank der Arbeit eines einzelnen tapferen brasilianischen Richters, Teori Zavascki vom brasilianischen Obersten Gerichtshof ist die Untersuchung unvermindert vorangebracht worden; das heißt, bis jetzt.

Nur wenige Wochen, bevor von ihm “explosive Enthüllungen” über die Verwicklung von Hunderten von Politikern in einen massiven Schmiergeldskandal erwartet wurden, ereilte Zavascki am 19. Januar 2017 ein unglückliches Schicksal als in einem “seltsamen Unfall” das Flugzeug, in dem er unterwegs war, nur 80 Minuten nach dem Start ins Meer stürzte. Bald darauf fanden Retter drei Leichen in den Trümmern des kleinen Flugzeug, darunter Zavascki. Das Flugzeug selbst gehörte zur Luxushotelgruppe Emiliano, und die Identität der beiden anderen Personen, die in den Trümmern entdeckt wurden, ist weiterhin unbekannt. Zwar gibt es bislang keine offizielle Untersuchung oder Beweise dafür, ob und inwieweit möglicherweise ein Verbrechen bei dem Unfall im Spiel war, jedenfalls bleibt ohne Zavascki die Zukunft des “Waschanlagen”-Skandals ungewiss.

Obwohl der Tod des Obersten Richters von vielen Brasilianern als eine große Tragödie betrachtet wird, konnte Temer wahrscheinlich einen Seufzer der Erleichterung tun, da es ihm eine “wertvolle Atempause“in der Korruptionsuntersuchung verschafft, die seine junge Präsidentschaft bislang erschüttert hat. In der Tat war Zavascki seitdem Temer an die Macht gekommen war, ihm ein Dorn im Auge gewesen. Temer, noch nicht einmal sechs Monate im Amt, hat bereits vier seiner Kabinettsmitglieder aufgrund der von Zavascki geleiteten Untersuchung verloren und wurde sogar von einem Angeklagten als Empfänger illegaler Wahlkampfspenden benannt. Darüber hinaus sind mehrere Minister und Führer seiner Partei (PMDB) ebenfalls in den Skandal verwickelt, so dass viele bereits darüber spekulieren, ob Temer’s Admimistration die Untersuchung überhaupt politisch überleben kann.

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Nunmehr, da Zavascki ihm nicht mehr auf den Fersen ist, wird die künftige Leitung der Untersuchung nun an jemanden fallen, den Temer auswählt. Temer dürfte dabei am ehesten einen Richter benennen, der mit seiner Sache und seiner Regierungspartei sympathisiert, was bedeutet, dass nur der brasilianische Senat – selbst weitgehend von Korruption befallen – einer kompletten Zersetzung der Untersuchung entgegentreten könnte. Wie Reuters schlussfolgerte, “Für die durch die “Waschanlagen”-Skandale bestürzten Brasilianer war Zavascki’s Tod – sei es durch Unfall oder nicht – nur der jüngste Grund, den Glauben an ihre Institutionen zu verlieren”.

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Übersetzt aus dem Englischen von  True Activist.  http://www.trueactivist.com/brazilian-judge-overseeing-political-corruption-probe-killed-in-freak-accident/

 

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1 Comment

  1. …da möchte wohl jemand nicht das es offiziell bestätigt / zugegeben wird, das die CIA Brasilien übernommen hat, nun das Südostasien / Asien, der Mittlere Osten und Afrika verloren sind bzw. beschützt werden, bleibt ja nur noch Latinamerika für dreckige Spielchen übrig ( persönliche Meinung ; ) …

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