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Naturschutz

Thailand forstet auf, indem Millionen Bäume aus Flugzeugen abgeworfen werden

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Aufgrund der Entwaldung sind heute nur noch 6,2 Millionen Quadratkilometer der ursprünglichen 16 Millionen Quadratkilometer von Wäldern übrig, die einst die Erde bedeckt haben. Abgesehen davon, dass der Kahlschlag die Existenz der Menschheit negativ beeinflusst, bedroht die ungezügelte Entwaldung weltweit eine Vielzahl von Baumarten. Dazu gehören die Paranuss und die Pflanzen, die Kakao produzieren, sowie die Açaí-Palme. Zusätzlich ist dadurch der Lebensraum vieler Tierarten bedroht, etwa jener der vom Aussterben bedrohten Affen in den abgelegenen Wäldern des zentralen vietnamesischen Hochlands. Die Entwaldung trägt außerdem zum Klimawandel bei, anstatt ihn abzuschwächen (15% aller Treibhausgasemissionen werden dadurch produziert).

Auf der einen Seite zerstören also die industrielle Landwirtschaft, die Viehzucht, illegale Abholzung und Projekte für die Infrastruktur unverfroren die Walddecke der Erde. Auf der anderen Seite hat Thailand jedoch einen einzigartigen Weg gefunden, wie es sein abgeholztes Land wieder reparieren kann. Dort wird eine Anbaumethode angewandt, die als Samenbombardement (seed bombing) oder Wiederaufforstung aus der Luft (aerial reforestation) bekannt ist. Dabei werden Bäume und andere Nutzpflanzen angebaut, indem sie aus einem Flugzeug oder einer fliegenden Drohne heraus abgeworfen oder fallen gelassen werden.

@ChrisPinckley: Bäume mit Samenbomben in Thailand anzupflanzen ist aktuell eines der besten Beispiele für ‘bewusstes Unternehmertum’ oder ‘ideelles Unternehmertum’ da draußen.

Hier erläutert der The Guardian, wie eine Samenbombe genau funktioniert:

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Die Baumzapfen sind so ausgerichtet und designt worden, dass sie sich selbst in derselben Tiefe im Boden eingraben als wären sie von Hand eingepflanzt worden. Sie beinhalten ein Düngemittel und ein Material, das die umliegende Feuchtigkeit aufsaugt. Damit werden die Wurzeln des Baumes bewässert. Die Container sind aus Metall, zersetzen sich aber sofort, so dass der Baum seine Wurzeln in den Boden stecken kann.

Im Juli 2013 startete Thailand ein fünf Jahre dauerndes Pilotprojekt, in dem es die Methode zur Wiederaufforstung aus der Luft anwandte, um die Regeneration der Wälder zu unterstützen. Samen von einheimischen Pflanzen wie Phayung (Dalbergia cochinchinensis), Maka Mong und Kabok wurden abgeworfen. Ziel war die Erneuerung eines Naturschutzgebiets in der Provinz Phitsanulok, das bis 2017 wieder in einen gesunden, grünen Wald verwandelt werden soll.

Die Idee mit den Samenbomben keimte zunächst in Japan auf. Dort existiert eine althergebrachte Technik namens “tsuchi dango” oder “Erdknödel”. Im 20. Jahrhundert verhalf Masanobu Fukuoka, ein Vertreter der so genannten “Nichtstuerlandwirtschaft” der Idee zu Bekanntheit. Die ersten bekannten Aufzeichnungen zu Samenbomben stammen aus dem Jahr 1930. Damals wurden Flugzeuge dafür verwendet, um bestimmte Gebiete in den Bergen von Honolulu wiederaufzuforsten.

Aber die Idee, die Samenbomben im industriellen Maßstab zu übernehmen, um so weiträumige Gebiete mit Bäumen wiederzubeleben, erhielt erst im Jahr 1999 die benötigte Aufmerksamkeit, als der US-amerikanische Produzent Lockheed Martin Aerospace plante, 900.000 junge Bäume an einem Tag zu pflanzen. Ihr Plan, ein riesiges Transportflugzeug vom Typ C-130 zu verwenden, das normalerweise vom Militär dafür verwendet wird, Teppiche aus Landminen in Kampfzonen anzulegen, wurde für Schottland in Erwägung gezogen – und die Kosten waren nur halb so hoch wie die manueller Methoden.

Flugzeuge werden üblicherweise verwendet, um Flächenbrände zu bekämpfen, Hilfsgüter in Katastrophenzeiten und -gebieten abzuwerfen und um Menschen zu bombardieren. Aber die Idee, sie zur Instandsetzung dessen einzusetzen, was wir einst zerstört haben – auch wenn die Erfolgsquote bei 70% liegt – ist unsere beste Waffe gegen die Abholzung. Was denkt ihr? Bitte teilt eure Gedanken mit uns in der Kommentarsektion weiter unten.

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Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Norwegen verbietet als erstes Land weltweit die Entwaldung

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“Das ist ein wichtiger Sieg im Kampf für den Schutz der Regenwälder.”

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Bildquelle: worldwildlife.com

Hättet ihr es gewusst? Jedes Jahr werden schätzungsweise 55 Milliarden Tonnen fossile Energie, Mineralien, Metalle und Biomasse aus der Erde gefördert. Das Resultat: Menschen verbrauchen bis zu 50% mehr der natürlichen Ressourcen, als der Planet ohne Mühe zur Verfügung stellen kann. Wissenschaftler mutmaßen sogar, dass die Regenwälder auf der Erde innerhalb der nächsten 100 Jahre komplett verschwinden könnten.

Das bedeutet Ärger für die zukünftigen Generationen. Aus diesem Grund hat Norwegen kürzlich die Durchführung von Entwaldungen verboten – als erstes Land auf der ganzen Welt.

Laut der HuffPost hat sich das Land am 24. Mai dem Ziel des kompletten Verzichts auf Entwaldung (Zero Deforestation) verschrieben. Dieser bahnbrechende Schritt bedeutet, dass das Land über die öffentliche Auftragsvergabe der Regierung gelobt, jedes Produkt in seiner Lieferkette zu verbieten, das zur Entwaldung der Regenwälder beiträgt.

Nils Hermann Ranum von der Rainforest Foundation Norway (RNF, etwa: Stiftung für Regenwälder Norwegens) sagte dazu in einer Stellungnahme:

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“Das ist ein wichtiger Sieg im Kampf zum Schutz der Regenwälder. Im Laufe der letzten paar Jahre hat sich eine Anzahl Firmen dazu verpflichtet, den Einkauf von Gütern zu beenden, die mit der Zerstörung der Regenwälder in Verbindung gebracht werden können. Bis jetzt ist dieser Vorstoß noch nicht von ähnlichen Zusagen durch die Regierungen unterstützt worden. Deshalb ist es äußerst positiv, dass der norwegische Staat jetzt nachzieht und einige Anforderungen stellt, wenn es um die öffentliche Auftragsvergabe geht.”

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Bildquelle: earthtimes.org

Die Gesetzgeber haben sich auch dazu verpflichtet, einen Weg zu finden, wie sie essentielle Produkte so beziehen können, dass sie keine oder nur geringe Folgen auf ihr Ökosystem nehmen. Dazu gehören Produkte wie Palmöl, Soja, Rindfleisch und Holz. Diese Maßnahme könnte viel bewegen, da die Vereinten Nationen schätzen, dass die Produktion von Palmöl, Soja, Rindfleisch und Holzgütern die Schuld an etwas weniger als die Hälfte der gesamten Entwaldung der tropischen Wälder trägt.

Norwegens machte diese Zusage neben Deutschland und dem Vereinten Königreich auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen im Jahr 2014. Jetzt, so Ranum, ist es an der Zeit, dass die Länder ihre Zusagen einhalten und Norwegens Beispiel folgen.

“Andere Lände sollten Norwegens Führung nachfolgen und ähnliche Einsatzbereitschaft zur Zero Deforestation zeigen.”

Was haltet ihr davon? Bitte kommentiert und teilt diese Neuigkeiten!

Von für trueactivist.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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Bolivien verabschiedet “Gesetz von Mutter Erde”, das unserem Planeten als lebendes System Rechte einräumt

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Das Gesetz von Mutter Erde (“Ley de Derechos de La Madre Tierra”) erklärt den Planeten als heilig und erhebt ihn zu einem lebenden System, welches das Recht darauf hat, vor Ausbeutung beschützt zu werden. Darin enthalten sind 11 deutlich erklärte Rechte der Umwelt. Es wurde der Plurinationalen Legislativen Versammlung Boliviens verabschiedet. Das aus 10 Artikeln bestehende Gesetz stammt aus dem ersten Teil eines längeren Gesetzentwurfes, der vom Vereinigungspakt (“Pacto de Unidad“) im November 2010 entworfen und verabschiedet wurde. Können wir dieses Gesetz bitte weiter verbreiten? Es muss eine Möglichkeit für die freie Marktwirtschaft geben, als System zu funktionieren und gleichzeitig diesen Planeten mit Achtung zu behandeln. Punkt.

In Übereinstimmung mit der Philosophie der “Erdmutter”-Göttin Pachamama heißt es dort: “Sie ist heilig, fruchtbar und die Quelle des Lebens, die in ihrem Mutterleib alle Lebewesen ernährt und sich um sie kümmert. Sie ist in stetiger Balance, Harmonie und Kommunikation mit dem Kosmos. Sie besteht aus allen Ökosystemen und Lebewesen und ihrer Selbstorganisation.”

“Hier wird Weltgeschichte geschrieben. Die Erde ist die Mutter von allen”, sagte der Vizepräsident Alvaro García Linera. “Dadurch wird eine neue Beziehung zwischen dem Menschen und der Natur hergestellt, deren Harmonie zur Garantie ihrer Regeneration bewahrt werden muss.”

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Das Gesetz benennt sieben spezifische Rechte, auf die Mutter Erde und die Lebenssysteme, die Bestand von ihr sind, ein Anrecht haben:

  • Ein Recht auf Leben: Damit ist das Recht gemeint auf die Aufrechterhaltung der Integrität von Lebenssystemen und von natürlichen Prozessen, die sie unterstützen. Dazu gehören ebenfalls die Kapazitäten und die Konditionen für ihre Erneuerung
  • Ein Recht auf die Vielfalt des Lebendigen: Damit ist das Recht gemeint auf die Erhaltung der Unterscheidung und Vielfalt der Lebewesen, aus denen Mutter Erde besteht; und zwar ohne, dass sie genetisch verändert werden oder dergestalt künstlich in ihrer Struktur verändert werden, dass es ihre Existenz, ihre Funktionsweise und ihr zukünftiges Potenzial bedroht
  • Ein Recht auf Wasser: Damit ist das Recht auf den Erhalt der Qualität und der Komposition des Wassers gemeint, um die Lebenssysteme zu erhalten und sie insbesondere vor Verunreinigung zu beschützen, um das Leben von Mutter Erde und all ihrer Bestandteile zu erneuern
  • Ein Recht auf saubere Luft: Damit ist das Recht auf den Erhalt der Qualität und der Komposition der Luft gemeint, um die Lebenssysteme zu erhalten und sie insbesondere vor Verunreinigung zu beschützen, um das Leben von Mutter Erde und all ihrer Bestandteile zu erneuern
  • Ein Recht auf Balance: Damit ist das Recht auf den Erhalt oder die Wiederherstellung der Wechselbeziehungen, der wechselseitigen Abhängigkeit, sowie der Fähigkeit zur Ergänzung und Funktionalität der Komponenten von Mutter Erde unter einander; dies soll in einer ausgewogenen Weise erfolgen, so dass sich die Zyklen fortsetzen können und so dass sich ihre überlebenswichtigen Prozesse erneuern können
  • Ein Recht auf Wiederherstellung: Damit ist das Recht auf die effektive und rechtzeitige Wiederherstellung der Lebenssysteme gemeint, die direkt oder indirekt durch menschliche Aktivitäten beeinflusst werden
  • Ein Recht auf ein Leben ohne Kontamination: Damit ist das Recht auf die Bewahrung von Mutter Erde und all ihrer Komponenten gemeint, insbesondere in Bezug auf den Schutz vor toxischem oder radioaktivem Abfall, der durch menschliche Aktivitäten generiert wird

Quellen:

Von Bill Ottman bei minds.com. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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