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Chinesischer Milliardär weiß, wo Amerikas Jobs gelandet sind – und zwar nicht in China

in Welt/Wirtschaft
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Davos – Jack Ma ist ein Milliardär und der Gründer von Alibaba; die chinesische Firma, die Wal-Mart als den weltweit größten Einzelhändler im Jahr 2016 abgelöst hat. In seiner Rede beim World Economic Forum (Weltwirtschaftsforum) sagte er, dass die Vereinigten Staaten niemanden außer sich selbst an der ökonomischen Misere geben können und dass ein Großteil des Problems in den verschwenderischen Ausgaben für Kriegsführung begründet liegt.

Der CNBC-Reporter Andrew Ross Sorkin hatte Ma zu seinen Gedanken in Bezug auf die amerikanische Wirtschaft gefragt und inwieweit China davon betroffen ist. Der neue amtierende Präsident Donald Trump zeigte bislang eine durchwegs anti-chinesische Haltung – der ehemalige Reality-TV-Star hat die asiatische Supermacht lange Zeit dessen beschuldigt, US-amerikanische Arbeitsplätze abzuschöpfen – und er und das Handelsteam, das er gerade aufstellt, scheinen begierig und willens, Zölle auf chinesische Waren zu erheben.

„Es ist nicht so, dass andere Länder euch Leuten die Jobs wegnehmen. Es ist eure Strategie. Verteilt das Geld und die Dinge auf eine angemessene Weise“, sagte Ma und fügte hinzu: „Ihr sollt das Geld für eure eigenen Leute ausgeben.“

Zum Thema Ausgaben für das Militär behauptete der chinesische Milliardär, dass die Vereinigten Staaten mehr als 14 Billionen US-Dollar innerhalb der letzten drei Dekaden für die Kriegsführung verschwendet haben – Geld, das wiederum in die inländische Infrastruktur und in Programme für die amerikanische Bevölkerung hätte investiert werden können.

Wie Anti-Media berichtete, hielt der chinesische Präsident Xi Jingping am Mittwoch eine historische Rede beim World Economic Forum in Davos, in der er den Globalismus anpries und Argumente dafür lieferte, dass China in der Wirtschaft die neue führende Nation der Welt sei.

Apropos Globalisierung: Ma nannte sie eine „perfekte“ Strategie und wies darauf hin, dass die US-amerikanischen Firmen substanziell von dem System profitiert haben:

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„Die amerikanischen multinationalen Firmen haben Millionen und Abermillionen Dollar mit der Globalisierung gemacht. In den vergangenen 30 Jahren haben IBM, Cisco Microsoft zweistellige Millionenbeiträge gescheffelt – die Gewinne, die sie damit gemacht haben, sind höher als die der vier chinesischen Banken zusammengenommen… Aber wohin ist das Geld dann geflossen?“

Als er den chinesischen Präsidenten auf der Bühne in Davos am Mittwoch der Konferenzwoche begrüßte, erklärte der Gründer und Vorsitzende des WEF Klaus Schwab: „In einer Zeit, die von großer Unsicherheit und Unbeständigkeit gekennzeichnet ist, richtet die Welt ihren Blick auf China.“

Jack Ma von Alibaba schien dieses Gefühl in seinem Gespräch mit CNBC ebenfalls aufzugreifen – dass es China ist und das System der ökonomischen Globalisierung, die den Pfad in die Zukunft erhellen wird:

„Die Welt brauch neue Führer, aber bei der neuen Art der Führung geht es darum, zusammenzuarbeiten. Als Geschäftsmann möchte ich, dass die Welt den Wohlstand gemeinsam teilt.“

Von James Holbrooks für theantimedia.org. Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

Quellen:

Kontrolle in sozialen Medien: Facebook feuert das ganze News-Team wegen angeblicher Voreingenommenheit

in Medien/Onlinewelt
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So sieht Kontrolle in sozialen Medien aus: Der gewinnorientierte Social Media-Gigang Facebook mit Hauptsitz in den Vereinigten Staaten hat das ganze Topaktuell-Team (Englisch: Trending) gefeuert, weil die Mitarbeiter konservativen Medienkanälen gegenüber voreingenommen waren.

Konservative Medienkanäle setzen sich für persönliche Verantwortlichkeit ein, für eine Einschränkung der Regierungsmacht, freie Märkte, individuelle Freiheit, traditionelle amerikanische Werte und eine starke nationale Verteidigung. Sie glauben auch daran, dass die Rolle einer Regierung diejenige sein sollte, Menschen die Freiheiten einzuräumen, die sie brauchen, um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. In den Vereinigten Staaten zählen unter anderem die folgenden Medienkanäle zu den konservativen Anbietern: Chicago Tribune, The New York Post, The Las Vegas Review-Journal, The Dallas Morning News, und das The Wall Street Journal.

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Gizmodo war im Mai 2016 die erste Seite, die dem Topaktuell-Team Vorwürfe machte, voreingenommen zu sein. Die Funktion für topaktuelle Nachrichten (Trending News) auf Facebook soll den Nutzern die aktuell beliebtesten Nachrichtenthemen zeigen, über die auf der Plattform in diesem Moment diskutiert wird. Aber Gizmodo erhob den Vorwurf, dass das Team für topaktuelle Nachrichten eher wie eine traditionelle journalistische Nachrichtenredaktion arbeitete – mit einem Team aus „Kuratoren“, die Geschichten auswählten, die ihnen zufolge einen Nachrichtenwert hatten. Gizmodo sagte weiterhin, dass anonyme ehemalige Redakteure für topaktuelle Themen (Trending Topics) darüber berichtet hatten, dass das Topaktuell-Team mit Absicht Nachrichten benachteiligte, die in eine konservative Richtung gingen und somit verhinderten, dass diese in der List erschienen.

Als diese Vorwürfe erhoben worden waren, nahm sich der konservative Online-Medienkanal Breitbart der Sache an und stellte weitergehende Untersuchungen an.

Breitbart fand heraus, dass das Topaktuell-Team künstlich Storys hinzufügte, die nicht topaktuell waren und sie so in das Newsfeed für topaktuelle Nachrichten einschoben. Das Team hat ebenfalls routinemäßig Themen unterdrück, die für Konservative interessant waren. Im Juli des Jahres 2016 berichtete Breitbart ausführlich darüber mit einer Artikelserie, in der es die liberalen Ansichten von einigen der führenden Teammitglieder bei Facebook aufdeckte. Diese kritische Reportage von Breitbart führte Berichten zufolge dazu, dass der republikanische Senator John Thune, der den Vorsitz über das Handelskomitee des Senats führt, einen Brief an Mark Zuckerberg, den CEO von Facebook, schickte und darin Antworten verlangte.

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Gerüchten zufolge hatte Senator Thune auch darauf gedrängt, dass der Kongress etwas gegen Facebook unternehmen sollte, doch Zuckerberg bearbeitete ihn und versicherte ihm, dass eine interne Untersuchung eingeleitet werden würde, um die Stichhaltigkeit dieser Vorwürfe zu überprüfen.

Nach der internen Untersuchung hat Facebook Quartz zufolge sein gesamtes Team entlassen, das für topaktuelle Nachrichten zuständig war. Facebook hat selbst am 26. August 2016 eine Erklärung dazu abgegeben und die Änderungen am Topaktuell-Team angekündigt. Darin gab er bekannt, dass die Plattform sich nun hin zu einem eher auf Algorithmen fokussierten Prozess bewegen würde.

In der Erklärung schrieb Facebook: „Unser Ziel ist es, Topaktuell für so viele Menschen wie möglich bereitzustellen. Das wäre schwer, wenn wir uns nur darauf verlassen würden, Themen von Hand zusammenzufassen. Ein mehr von Algorithmen angetriebener Prozess erlaubt es uns, Trending so zu skalieren, dass wir mehr unterschiedliche Themen abdecken können und es mit der Zeit mehr Menschen weltweit zur Verfügung stellen können.  Wir haben schon immer gehofft, dass wir das machen können, aber wir setzen diese Änderungen jetzt früher um – aufgrund der Rückmeldungen, die wir aus der Facebook-Community Anfang des Jahres bekommen haben.“

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Quartz zitiert Facebook mit den Worten, dass die Beschreibungen der topaktuellen Nachrichtenthemen, also der hauptsächliche Grund für die Anstellung von Redakteuren zum Kuratieren von Nachrichten, jetzt entfernt werden.

Jedoch trotz der Änderungen, die von Facebook angekündigt wurden, schreibt Breitbart, dass man Facebook nicht mehr vertrauen kann, da die Firma nun eine politische Position eingenommen hat – und Hillary Clinton in den anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA unterstützt. Breitbart sagte, dass „Facebooks Änderung natürlich nicht garantiert, dass das System künftig nicht mehr politisch voreingenommen ist.“

Facebook fügte die Funktion Topaktuell im Jahr 2014 auf der Plattform hinzu. Topaktuell war dafür geschaffen worden, um den Nutzern dabei zu helfen, interessante und relevante Konversationen zu finden, die auf Facebook geführt werden – zum Beispiel zu Eilmeldungen für Nachrichten und zu Events aus der ganzen Welt.

In letzter Zeit ist Facebook unter genauer Beobachtung gewesen, weil es versucht hatte, einige Nachrichtenquellen zu zensieren, die auf der Plattform geteilt worden waren – wohingegen andere sich wachsender Beliebtheit erfreuten. Diese Zensur richtet sich insbesondere gegen alternative Medienkanäle im Vergleich zu den Mainstream-Medien.

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So lautet die offizielle Übersetzung im Facebook-Hilfebereich

Unter „Topaktuell“ siehst du eine Liste mit Themen und Hashtags, die vor Kurzem auf Facebook zu den beliebtesten gehörten. Diese Liste wird auf Basis verschiedener Faktoren personalisiert, darunter Seiten, die du mit „Gefällt mir“ markiert hast, dein Standort und beliebte Themen auf Facebook. Erfahre mehr darüber, wie du die Funktion „Topaktuell“ verwendest und wie wir festlegen, welche Trends gezeigt werden.

So lautet die Übersetzung des oben auf dem Bild gezeigten englischen Textes (US-amerikanisch):

Topaktuell zeigt dir die beliebten Themen und Hashtags, über die gerade auf Facebook gesprochen wird. Du wirst Geschcihten von Menschen und Seiten sehen, die diese mit dir geteilt haben oder die diese öffentlich geteilt haben. Klicke rechts auf deiner Home-Seite auf ein Thema, das topaktuell ist, um zu erfahren, was die Menschen dazu sagen.

Im Juli 2016 entschuldigte sich Facebook bei der Whistleblower-Website WikiLeaks, nachdem es die Links zu den Dateien aus den Leaks rund um das Democratic National Committee (DNC) blockiert hatte. Aus den Leaks wurde ersichtlich, dass hochrangige Angehörige der Demokratischen Partei darauf hingearbeitet hatten, dass Clintons Nominierung als Kandidatin der Partei gesichert ist.

Neben vielen anderen Kanälen sind auch das Free Thought Project und Anonymous Headquarters bereits Opfer der heftigen Zensur von Facebook geworden.

Übersetzt aus dem Englischen von AnonHQ.com.

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