Tweet einer Britin wird viraler Hit nach Medienschelte über ausbleibende Berichte über 100-Millionen-Pfund-Spende durch britische Muslime

in Medien
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Es hat sich nun herausgestellt, dass im Vereinigten Königreich lebende Muslime während des diesjährigen heiligen Monats Ramadan 100 Millionen britische Pfund für wohltätige Zwecke an weniger privilegierte Menschen in der ganzen Welt gespendet haben.

Muslim Charities Forum (MCF), eine Dachorganisation für muslimische Wohltätigkeitsorganisationen im Vereinigten Königreich, leitete das Ramadan-Spendenprojekt von 2016. Das vorrangige Ziel von MCF ist es, weltweit humanitäre Hilfe und Unterstützung für die ärmsten und hilflosesten Menschen bereitzustellen.

Es heißt, dass MCF-Mitglieder letztes Jahr während des Monats Ramadan ungefähr 60 Millionen Pfund für weniger privilegierte Menschen auf der ganzen Welt aufgebracht haben.

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Die Organisation schätzte, dass dieses Jahr während des Ramadans über 100 Millionen Pfund an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet wurden. Zu den Wohltätigkeitsorganisationen, die die Spendengleder erhielten, gehören Islamic Relief, Muslim Aid, Orphans in Need, Penny Appeal, African Relief Fund und viele andere.

Es wird geschätzt, dass über 200.000 unterprivilegierte Menschen, die in ungefähr 59 Ländern auf der ganzen Welt leben, von den Wohltätigkeitsorganisationen unter dem Dach des MCF erreicht werden. Sie stellen sauberes Wasser, Nahrungsmittel und andere lebenswichtige Grundbedürfnisse für diese unglückseligen Leute zur Verfügung.

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Ein MCF-Sprecher sagte, die Geschwindigkeit und das Gesamtaufkommen, die ihm dieses Jahr von Seiten der Öffentlichkeit zuteil geworden sei, seien bemerkenswert. Er wurde von Buzz Feed mit den Worten zitiert: Dieses Jahr haben unsere Mitglieder während des heiligen Monats Ramadan ungefähr 45 Millionen Pfund an Spendengeldern erhalten, die dafür eingesetzt werden, einigen der hilflosesten Menschen der Welt essenzielle humanitäre Hilfe zur Verfügung zu stellen. Wir rechnen damit, dass dieses Jahr ein Gesamtbetrag von 100 Millionen Pfund im ganzen Sektor zusammengekommen sind, was einer unglaublichen Spendenbereitschaft von ungefähr 38 Pfund pro Sekunde entspricht.

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Als das MCF den Bericht auf seiner Internetseite veröffentlichte – was die Großzügigkeit dessen unterstreicht, was die im Vereinigten Königreich lebenden Muslime getan haben – weigerten sich die Mainstreammedien des Landes darüber zu berichten. Die Medien taten so, als sei nichts geschehen. Der Bericht wurde später sogar von der Charity Commission veröffentlicht.

Jedoch stieß eine junge nicht-muslimische Britin namens Ann auf den MCF-Spendenbericht auf der Internetseite von Charity Commission. Ann, eine Jura-Absolventin aus Oxford, konnte nicht verstehen, warum die Medien sich weigerten, über eine so bemerkenswerte Großzügigkeit zu berichten. Daher machte sie ihrem Unmut gegenüber den Mainstreammedien bei den sozialen Medien Luft. Auf Twitter beklagte sie sich in einem Tweet über die im Land verbreiteten Vorurteile gegenüber Muslimen. Die 23-jährige Frau twitterte: Muslime im Vereinigten Königreich spendeten dieses Jahr während des Ramadan 100 Millionen Pfund. Die Medien berichten nicht darüber, daher erscheint es hier. Danke.

Ihr Tweet verbreitete sich wie ein Virus, nachdem viele bemerkt hatten, dass ihnen die Medien vorenthielten, was die Muslime getan haben. Der Tweet wurde über 13.000 Mal geteilt. Sowohl Muslime als auch Nicht-Muslime teilten den Tweet. Ann hat seitdem auch mehr Follower auf Twitter. Viele sahen sie als eine Person, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzt.

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Arab News / Al Arabiya English stieß auf den Tweet und kontaktierte Ann, um zu erfahren, warum sie sich gegen die Medien auflehnte, obwohl sie keine Muslimin ist.

Ann sagte, sie fühlte einen inneren Drang, darüber zu twittern was sie sah, weil sie merkte, dass die Medien in ihrem Land nur an negativen Geschichten interessiert sind, insbesondere über Muslime. Sie verwies auf die Terroranschläge von Paris und Nizza, um zu veranschaulichen, wie die Medien andauernd darüber berichten, sich aber dazu entschlossen, diese bemerkenswert gute Tat durch britische Muslime zu verheimlichen.

Ich denke, dass die britischen Medien im Allgemeinen nur negative Dinge berichten – es kommt sehr selten vor, dass es gute Nachrichten in die Presse schaffen. Aber leider bedeutet das im Fall der britischen Muslime, dass die meisten Nachrichten Muslime nur im Zusammenhang mit Terrorangriffen erwähnen, wie in Paris und Nizza. Ich denke, die Leute sollten über diese erstaunliche Leistung der Muslime in diesem Jahr Bescheid wissen, und das ganze Jahr hindurch, anstatt dass alle durch ein paar wenige Extremisten in ein schlechtes Licht gerückt werden, sagte Ann.

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Beobachtern zufolge stellt sich durch Anns Tat der Glaube von einigen, dass die westlichen Medien eine Agenda haben, den Islam zu dämonisieren, als wahr heraus. Einige Kommentatoren sagen, es ist erstaunlich, wie die Medien eine Geschichte darstellen, als ob alle Muslime schlechte Menschen sind – selbst wenn sie nur einen einzelnen Muslim oder eine kleine muslimische Gruppe beinhaltet. Dies hat zu einem anhaltenden Anstieg der Islamophobie in westlichen Gesellschaften beigetragen. Viele glauben, dass die Medien schuld daran sind, das Bild des Islam zu beschädigen, was im Westen in einer negativen Haltung gegenüber der Religion resultiert.

Übersetzt aus dem Englischen von Anonhq.com

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2 Comments

  1. Leider betrifft das fast die gesamte Presselandschaft. Die Schweizer Ausgabe der 20Min ist dabei trauriger Spitzenreiter. Ich habe den Test gemacht und 5 mal einen positiven Kommentar zu einem Artikel gemach, in welchen wieder schlecht über Muslime berichtet wurde und versucht diesen Bericht ein wenig zu relativieren. Keiner dieser Kommentare wurde veröffentlicht, danach habe ich einen Kommentar verfasst welcher vor Vorurteilen und Anschuldigungen nur so trieft, dieser wurde innerhalb von 2 Minuten veröffentlicht. Den Vorgang habe ich auf Video aufgenommen. Das beängstigende daran ist, dass diese “Zeitung” im ganzen Land gratis verteilt wird und somit einen ziemlich grossen Einfluss hat. Ich finde es erschreckend, dass solch negatives Gedankengut öffentlich verteilt werden darf.

  2. Leider kommt es immer wieder vor, dass vergessen wird nachprüfbare Quellen anzugeben – wie z.B. in diesem Artikel.
    Woher hat der MCF die Zahlen? Wie hat die Frau diese nachgeprüft?
    Dieser Artikel ist nur ein “der hat gesagt, und dann hat der gesagt”.
    Ich bin bemüht mich umfassend zu informieren. Dazu gehört, dass ich neben “Der Wächter” auch die Gegenseite lese. Beiden extremen glaube ich erstmal nichts, sondern nehme deren Artikel als Anregung auf, mich aus verschiedenen Quellen zu informieren (von denen ich letztlich auch nur hoffen kann, dass ein Körnchen Wahrheit enthalten ist).
    Diesen Artikel finde ich nicht stichhaltig.

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