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Geopolitik - page 46

Aus den Emails von Hillary: NATO hat Libyen zerstört, um einen goldgestützten Dinar zu verhindern

in Geopolitik/Welt

Hillary Clintons Emails sind ein unerschöpfliches Geschenk. Als führender Verfechter der Resolution des UN Sicherheitsrats über die Einführung einer Flugverbotszone in Libyen behauptete Frankreich, dass seine größte Sorge dem Schutz der libyschen Zivilbevölkerung gelte (unter Beachtung der aktuellen Lage allein hätte man die Echtheit dieser Sorge in Frage stellen müssen). Eines der wahren Gründe, in Libyen einzumarschieren, war Gaddafis Plan über einen Gold Dinar, wie viele „Verschwörungstheoretiker“ behaupten.

Eine der 3000 Emails von Hillary Clinton, die vom amerikanischen Außenministerium am Neujahrsabend (an dem echte Neuigkeiten eher unter den Teppich gekehrt werden) veröffentlicht wurden, offenbarte, dass die NATO-Verschwörung zum Sturz Gaddafis in erster Linie das Ziel hatte, eine goldgestützte afrikanische Währung zu verhindern, und zweitens an Libyens Ölreserven heranzukommen.

Die fragliche Email wurde an die damalige Außenministerin Hillary Clinton von einem ihrer inoffiziellen Berater, Sydney Blumenthal, mit dem Betreff „Frankreichs Auftraggeber und Gaddafis Gold“ gesendet.

Im Foreign Policy Journal, einem Magazin zur Außenpolitik, heißt es:

Die Email bezeichnet Frankreichs Präsidenten Nicholas Sarkozy als führend bei dem Angriff auf Libyen aufgrund von fünf speziellen Interessen: an Libyens Öl herankommen, den Einfluss Frankreichs in der Region sichern, den Ruf Sarkozys im eigenen Land stärken, Frankreichs militärische Stärke aufrechterhalten und Gaddafis Einfluss auf das sogenannte „frankophone Afrika“ schwächen.

Am erstaunlichsten ist der ausschweifende Abschnitt, in dem die große Bedrohung beschrieben wird, wenn Gaddafis Gold- und Silbervorräte, geschätzte „143 Tonnen Gold und eine ähnliche  Menge an Silber“, dem Französischen Franc CFA als Hauptwährung in Afrika entgegen gestellt werden würde.

Und hier geht’s zu dem Abschnitt der Email, die beweist, dass die NATO Hintergedanken bei der Zerstörung Libyens hatte (UPDATE: der Link wurde entfernt):

Dieses Gold wurde vor dem aktuellen Aufstand angehäuft, um eine panafrikanische Währung, basierend auf dem Libyschen Gold Dinar, einzuführen. Dieser Plan entstand, um den frankophonen afrikanischen Ländern eine Alternative zum Französischen Franc CFA zu bieten.

(Kommentar einer Quelle: Eingeweihten zufolge hat die Anzahl der Gold- und Silberreserven einen Wert von über sieben Mrd. US Dollar. Französische Geheimdienstler entdeckten diesen Plan, kurz nach dem die Revolution begann. Dies war einer der Gründe für Präsident Sarkozys Entscheidung, Libyen anzugreifen. Diese Eingeweihten behaupten, dass Sarkozys Pläne von folgenden Problemen bestimmt wurden:

  1. Den Wunsch nach einem größeren Anteil an Libyens Ölproduktion
  2. Den Einfluss in Nordafrika zu stärken
  3. Seine eigene, innenpolitische Position in Frankreich zu verbessern
  4. Dem französischen Militär eine Gelegenheit geben, seinen Einfluss in der Welt wieder zu behaupten
  5. Eine Antwort auf die Sorge seiner Berater über Gaddafis langfristige Pläne, Frankreich als herrschende Macht im frankophonen Afrika zu verdrängen.

Sobald der französische Geheimdienst Gaddafis Pläne über den Dinar entdeckte, wurde folglich entschieden, die Kampagne gegen Gaddafi loszutreten. Schließlich hatten sie genügend guter Gründe gesammelt, um aktiv zu werden.

Traurigerweise hatte Gaddafi schon früher Europa (in einem „prophetischen“ Telefonat mit Blair) gewarnt, dass sein Sturz zu einem Anstieg des islamischen Extremismus im Westen führen würde. Eine Warnung, die auf taube Ohren stieß. Was sind schon einige Menschenleben in Frankreich und Libyen, wenn ein höheres Ziel die Taschen von Politikern und Eliten so viel besser füllt?

Quellen: NY Post, FOIA, Daily Telegraph

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Krieg gegen Russland? USA Stationieren Panzerbrigade 150 Kilometer Vor Sankt Petersburg

in Geopolitik/Welt

Die USA haben angekündigt, eine komplette Panzerbrigade an die Ostflanke der Nato zu verlegen, nur 150 Kilometer von Sankt Petersburg entfernt: 4200 Soldaten, 250 Panzer, ergänzt um Haubitzen und weitere 1.700 zusätzliche Militär-Fahrzeuge. Willy Wimmer, langjähriger Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung analysiert die Beweggründe für diesen Schritt und spricht von einer zielgerichteten Politik, zur erneuten Spaltung des europäischen Kontinents.

Von Willy Wimmer / RT Deutsch

Bei den ganzen Hiobs-Botschaften, die in diesen Tagen das Ergebnis der von Deutschland mitgetragenen Politik im globalen Maßstab sind, könnte man über eine im Ergebnis verheerende Nachricht fast hinweglesen. Dennoch hat es das in sich, was man heute in den Tageszeitungen lesen kann. Danach werden die USA ab dem nächsten Jahr eine Panzerbrigade und tausende von Fahrzeugen und weiteres militärisches Gerät östlich von Deutschland in den NATO-Staaten zwischen der Russischen Föderation und Deutschland stationieren. Begründet wird dies mit der angeblichen Besorgnis der dortigen NATO-Mitgliedsstaaten vor einer russischen Aggression, die außer diesen Staaten niemand so recht auf dem Kontinent sehen kann.

Endpunkt einer seit 1992 zielgerichteten amerikanischen Politik, die auf eine erneute Spaltung des Kontinentes zielt.

Natürlich haben alle NATO-Staaten darauf gesetzt, dass über den Maidan-Putsch nicht nur die damalige ukrainische Regierung fallen würde. Damit wäre es den USA möglich geworden, ihre seit mehr als einem Jahrzehnt offen deklarierte Politik, die auf eine erneute Spaltung Europas ausgerichtet ist, umzusetzen. Da spätestens seit dem öffentlich und unter Einschluss berühmter und kompetenter deutscher Kliniken das öffentliche Spektakel um die zopftragende ukrainische Oligarchin Julia Timoschenko über Jahre klar war, worauf die USA in der Ukraine zielten, haben unsere östlichen Nachbarn auf das aus ihrer Sicht richtige Pferd gesetzt. Das hat die Bundesregierung selbstredend auch fertig gebracht.

Die in der Folge des Maidan-Putsches beabsichtigte Beseitigung der russischen Marinepräsenz auf der Krim zwecks Kappung der Versorgung für Syriens Präsident Assad und die Beseitigung substantieller Rechte der russisch-sprachigen Minderheit in der Ukraine erwies sich mit schrecklichen Konsequenzen für die Bewohner der Ost-Ukraine als der „berühmte Schuss in den Ofen“.

Die markigen Worte aus den baltischen Staaten und aus Polen in Richtung Moskau wurden in dieser Zeit nur noch von den noch deutlicheren Sprüchen hoher deutscher NATO-Offiziere in Richtung Moskau ausgestochen. Das Klima war aber nachhaltig auf Krawall gebürstet und man hatte aus Kreisen der NATO die psychologische Grundlage für eine ausreichende Selbst-Bedrohung geschaffen. Damit wurde es atmosphärisch begründet, was heute Grundlage für die amerikanische Truppenstationierung ist.

Die USA unterlaufen konsequent die Vereinbarungen aus dem „zwei-plus-vier-Vertrag“ in Deutschland.

Diese angekündigte Truppenstationierung schließt ein Kapitel ab, das uns in Deutschland ganz unmittelbar betrifft. Alle Konsequenzen aus der Geschichte seit Napoleon hatten uns Deutsche bewogen, auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nur deutsche Truppen stationiert zu sehen. Unter keinen Umständen sollte die antagonistische Situation, die für den Kalten Krieg so maßgeblich gewesen war, fortgesetzt werden. Das dichte Geflecht vertraglicher Verbindungen und nicht die militärische Dominanz sollte Europa bestimmen.

Es sollte nicht zu einer Präsenz von alliierten NATO-Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR kommen. Deutschland war noch nicht wiedervereint, als aus den verbündeten Streitkräften heraus alle möglichen Versuche unternommen worden sind, diese Bestimmungen zu unterlaufen. Sichtbar wurde dieses Bemühen spätestens zu dem Zeitpunkt, als wegen des Krieges in Afghanistan der Flughafen Leipzig – es musste gerade Leipzig sein – zum Drehkreuz für den amerikanischen Truppeneinsatz in Afghanistan werden musste.

eute ziehen die Kolonnen vorwiegend amerikanischer Verbände gen Osten auf die Truppenübungsplätze in den östlichen Bundesländern, als gäbe es nicht in Grafenwöhr und an anderer Stelle ausreichenden Übungsraum für die globalen Muskel- und Kriegsspiele der USA. Der „zwei-plus-vier-Vertrag“ soll nach Kräften aufgeweicht und in sein Gegenteil gegenüber einer vertragsbezogenen Politik gegenüber Russland verkehrt werden.

150 Kilometer vor St. Petersburg – Leningrad rückt wieder ins Blickfeld

St. Petersburg blickt nach Europa. Der Blick nach Westen ist heutzutage keinesfalls erfreulich. Amerikanische Panzer stehen heute gleichsam vor den Toren der zweitwichtigsten Stadt Russlands wie vor Jahrzehnten sowjetische Raketen auf New York gerichtet waren. Da spielt es schon fast keine Rolle mehr, was in Bezug auf zu unterlassene westliche Truppenstationierungen zwischen der NATO und der Russischen Föderation in besseren Zeiten einmal vereinbart worden war. Die USA haben alles getan, die Dinge in Europa sich hochschaukeln zu lassen. Warum soll man in Moskau die seit 1992 ausgesandten westlichen Signale nicht so deuten, wie man es in Moskau für richtig hält?

Heute kann man in Deutschland mit Fug und Recht davon ausgehen, dass die USA gut 25 Jahre benötigt haben, Gräben in Europa wieder auszuheben und Mauern entstehen zu lassen. Der NATO-Vertrag, der ohne die inzwischen eingetretene militärische Integration, die erst nach der Gründung der NATO umgesetzt worden ist, die beiderseitige Ankopplung der atlantischen Gegenküsten zum Gegenstand hatte, wurde durch die USA ohne die Zustimmung der Völker der Vertragsstaaten seinem Vertragszweck zweckentfremdet.

Alle, auch die Deutschen, haben der NATO als Verteidigungsbündnis zugestimmt. Das hat das Bundesverfassungsgereicht in seinem berühmten „Tornado-Urteil“ des Jahres 2007 ausdrücklich festgehalten. Die Ausprägung der NATO als globales Angriffsbündnis ist vom Willen des deutschen Volkes keinesfalls gedeckt und es gibt keine dafür erforderliche Zustimmung des Deutschen Bundestages. Es ist überfällig, wenn die Bundesregierung und der Generalbundesanwalt den täglichen Rechtsbruch auf deutschen Straßen anprangern. Vorzuziehen wäre es allerdings, konsequent und ohne Ansehen der Blickrichtung dagegen vorzugehen. Noch besser wäre es allerdings, in Zusammenhang mit den NATO-Kriegen das Völkerrecht und die eigene Verfassung zu respektieren und die völkerrechtswidrigen amerikanischen Einsätze nicht mitzumachen.

Diese Politik führt uns wieder in die schrecklichen Bilder des Zweiten Weltkrieges. Ist das unsere Politik gegenüber einem Nachbarn, dem wir mehr als vielen anderen die Wiedervereinigung Deutschlands verdanken können? Einem Nachbarn gegenüber, der nachweisbar seit der Zeit vor dem Ende des Kalten Krieges auf das Völkerrecht, die friedlichen Beilegung von Konflikten und den Frieden setzt. Ganz anders als die USA, an die wir mehr und mehr gekettet sind und die sich zu unserem übergroßen Entsetzen in der Zerstörung des Völkerrechts und dem Führen von Kriegen hervortun.

Das amerikanische Verhalten gegenüber den NATO-Verbündeten und der Russischen Föderation erinnert, mehr als uns lieb sein kann, an den alten römischen Satz über Karthago. In der Konferenz von Bratislava im Mai 2000 haben die USA ihre Sicht deutlich gemacht. Danach scheint es darum zu gehen, Moskau zu zerstören, weil es Moskau gibt. Wir haben es wieder weit gebracht.

Artikel im Original erschienen unter:

https://deutsch.rt.com/meinung/37549-willy-wimmers-zu..

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US-Thinktank Stratfor: Kooperation zwischen Deutschland und Russland muss verhindert werden – Zusammen sind die einzige Macht, welche die USA bedrohen kann

in Geopolitik/Politik

Es gab noch kein Jahrhundert ohne einen Systemkrieg – ein Systemkrieg, soll heißen, dass das gesamte bestehende System erschüttert wird. Angefangen beim Sieben-jährigen Krieg in Europa über die Napoleonischen Kriege im 19. Jahrhundert bis hin zu den Weltkriegen; jedes Jahrhundert hatte einen.

Wollen sie darauf wetten, dass dieses Jahrhundert keinen haben wird?

Hier der Ausschnitt aus der Rede, um die es geht, mit deutschen Untertiteln:

Wahrlich düstere Worte. Geäußert von niemand geringerem als George Friedman, Leiter des Think-Tanks Stratfor (Strategic Forecasting) und der Firma Geopolitical Futures. Oft erregte er durch seine Meinungsäußerung oder Publikationen Aufsehen. So thematisierte er unter anderem in seinem Buch „The Next 100 Years“ vorhergesagte Konflikte wie beispielsweise zwischen den USA und Japan oder die politische Bedeutungslosigkeit Deutschlands bis 2050. Bescheidenheit scheint nicht zu seinen Stärken zu gehören, so sagte er bereits „Journalisten erklären, was in der Welt passiert, wir bei Stratfor erklären, was passieren wird.“

huGO-BildID: 25358983 This Sept. 29, 2004, photo shows George Friedman the founder and CEO of Startfor, a private intelligence gathering and analysis company in Austin, Texas. . WikiLeaks says Monday, Feb. 27, 2012, it has begun publishing leaked emails from the Austin, Texas-based intelligence analysis firm. (Foto:Austin American-Statesman, Ralph Barrera/AP/dapd) MAGS OUT; NO SALES; INTERNET AND TV MUST CREDIT PHOTOGRAPHER AND STATESMAN.COM
Gründer und Leiter von Stratfor: George Friedman

Politisch ist er als Pro-Imperialistisch einzuordnen, was man an folgenden Äußerungen erkennen sollen könnte:

Die USA können als Imperium nicht andauernd in Eurasien intervenieren … Ich empfehle eine Technik, die von Präsident Ronald Reagan eingesetzt wurde gegen Iran und Irak: Er unterstützte beide Kriegsparteien! Dann haben sie gegeneinander und nicht gegen uns gekämpft. Das war zynisch und amoralisch. Aber es funktionierte. Denn die USA sind nicht in der Lage, ganz Eurasien zu besetzen. In dem Moment, in dem wir einen Stiefel auf europäischen Boden setzen, sind wir aufgrund demografischer Umstände zahlenmäßig total unterlegen.

Das Hauptinteresse der USA, für das wir immer wieder Krieg geführt haben – im Ersten und Zweiten Weltkrieg und auch im Kalten Krieg – waren die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland. Weil vereint, sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse besteht darin, sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt.

So logisch seine Ansichten erscheinen mögen, so zynisch, egoistisch und amoralisch sind sie auch. Dabei steht seine Haltung zu der Notwendigkeit von Konflikten zur Aufrechterhaltung des eigenen (US-amerikanischen) Imperiums im krassen Gegensatz zu seinem Namen.


Ende Januar wurde George Friedman von Businessinsider interviewt. Doch wie gelangte Friedman zu der Meinung, man müsse sich für einen neuen Krieg wappnen? Als Auslöser für Systemkriege macht er den Niedergang etablierter Staaten und den Aufstieg neuer an deren Stelle verantwortlich. Dieser Vorgang sei gefährlich, da „diese [Staaten] noch nicht ihre Balance gefunden haben“. Er begründet historisch: „Deutschland vereinigte sich 1871 und es war die Hölle los. Japan mehrte im frühen 20. Jahrhundert seine Macht und Chaos brach aus.“

So weit so gut. Doch wo will Friedman heute diesen Prozess beobachten? Am ehesten sieht er ein Risiko in aufstrebenden Nationen wie Japan, der Türkei und Polen. Seiner Meinung nach ergäben sich dadurch Konfliktszenarien in Osteuropa, dem Mittleren Osten und im maritimen Feld zwischen den USA und Japan.


So sehr die internationale Staatengemeinschaft im Moment auch durch die Finanzkrise und Konfliktherde wie Syrien, die Ukraine und den Islamischen Staat auf die Probe gestellt wird – ob man so weit gehen darf und sich Kriegsängsten auf dem Niveau der Weltkriege hingeben darf sollte zu diskutieren sein. So begrüßenswert erneute Konflikte auf europäischem Boden aus Sicht Friedmans sind („Unsere Ziele sind relativ simpel. Wir müssen nur sicherstellen, dass alle Konflikte in der östlichen Hemisphäre stattfinden, damit wir keine Konflikte auf unserem Boden haben.“), so steht diesem „Ziel“ glücklicherweise doch vieles im Wege: Im Gegensatz zur Vergangenheit ist Europa nicht durch ausschließliche nationale Politik und mangelnden Dialog geprägt, sondern hat in der Europäischen Union eine Institution, die friedensfördernd und konflikthemmend wirken kann. Des Weiteren ist die Bevölkerung Europas nicht mehr ausschließlich auf die veröffentlichte Meinung angewiesen, sondern kann sich individuell ergänzend durch das Internet weitere Informationen beschaffen. So ist zumindest theoretisch eine Beeinflussung durch Staaten erschwert. Denn im Vorfeld eines Krieges gilt es ja vor allem die Bevölkerung zu der Teilnahme an diesem zu überzeugen. So viele Argumente sich auch für und gegen die Behauptung Friedmans aufzählen lassen mögen – vorerst sollte man sich davor hüten in Kriegsängste zu verfallen und sich eher Gedanken darüber machen, wie man selbst zu einer Reduzierung dieses Risikos beitragen kann. So zum Beispiel durch die Wahl konfliktablehnender Parteien, die den internationalen Dialog begrüßen und überwiegend nationale Politik in Frage stellen.


Feature Image (C) dapd

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Die einzige Weltmacht – Der Berater der letzten 6 US-Präsidenten erklärt die wahren Absichten der USA

in Geopolitik/Politik

»Ein Buch, das man lesen und ernst nehmen sollte.« Helmut Schmidt

Dieses Buch ist eines der wichtigsten der letzten Jahrzehnte und unerlässlich zum Verständnis der aktuellen Konflikte auf dieser Welt. Jeder sollte sich seine eigene Meinung dazu bilden!

Vor allem eine Pflichtlektüre für ALLE Politiker der Welt, um endlich aufzuwachen und die wahren Absichten der USA zu verstehen. Denn, wie verblendet, machthungrig, geldgierig oder karrieregeil muss man sein, um folgendes nicht zu verstehen oder nicht zu glauben: Der persönliche Berater der letzten 6 US-Präsidenten und ein Vorbild Obamas, Zbigniew Brzezinski höchstpersönlich, schreibt in seinem Buch offen und ehrlich, dass Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, Freihandel etc. nötigenfalls ganz gezielt als Instrumente missbraucht werden müssen, wenn es dem Erhalt der weltweiten US-Vormachtstellung dienlich ist.

Dies lässt die Konflikte der letzten Jahrzehnte und vor allem die aktuellen in einem ganz anderen Licht erscheinen, wenn man an den Irak und die nicht gefundenen Massenvernichtungswaffen, Afghanistan, Libyen, Syrien und vor allem an TTIP und das noch viel gefährlichere TISA Abkommen, denkt.

Die einzige Weltmacht – Amerikas Strategie der Vorherrschaft

Eine kurze und eindrucksvolle Zusammenfassung des Buches von Hubert Milz (Top 500 Amazon Rezensent):

Zbigniew Brzezinski, der Autor des Buches; wurde 1928 in Warschau geboren, die Familie weilte seit 1938 in Kanada und Brzezinski erwarb 1958 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

Brzezinski gilt als eine „Graue Eminenz“ unter geo- und militärpolitischen Beratern in und rund um Washington DC – und dies schon seit Jahrzehnten. Brzezinski beriet die demokratischen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson oder Jimmy Carter und Brzezinski wird von Barack Obama überschwänglich gelobt. Aber auch republikanische Präsidenten – wie Ronald Reagan oder die beiden Bushs – hörten auf Brzezinski.

Brzezinski wird meist als den Demokraten nahestehend dargestellt, sein Gegenpart auf republikanischer Seite ist nach dieser Sichtweise die dortige „Graue Eminenz“ Henry Kissinger. Aus Parteiensicht mag dies zutreffen, inhaltlich jedoch kaum. Beide „Graue Eminenzen“ befürworten eine Politik, die ohne jedwede Rücksicht auf andere – nach Außen und nach Innen – nur machtpolitische US-Interessen zum Kalkül hat. Beide sind Vertreter eines ähnlichen konsequenten Unilateralismus.

Auch in diesem Buch, welches im amerikanischen Original 1997 als ‚The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives‘ erschienen ist und zu einer Art internationalem Bestseller avancierte, macht Brzezinski wie üblich aus seinem bedingungslosen Unilateralismus kein Geheimnis.

Zunächst streift Brzezinski in einem kurzen Überblick die Weltreiche, die es in der Geschichte der Menschheit in den verflossenen Jahrtausenden gegeben hat. Für Brzezinski sind dies alles nur sogenannte Weltreiche gewesen; im eigentlichen Sinne erkennt Brzezinski z. B.
– im Römischen Imperium – im Reich Karl V., in welchem die Sonne nie unterging – oder im Britischen Empire
keineswegs Imperien. Brzezinski zeigt auf, in welcher Art und Weise jene sogenannten Imperien ihre Machtausdehnung bewerkstelligt hatten und mit welchen Mittel diese sogenannten Imperien ihre Machtstellung versucht hatten zu konservieren oder auch weiter auszuweiten.

Das erste und bisher einzige Imperium der Weltgeschichte ist nach der Lesart Brzezinskis das US-Imperium. Für Brzezinski ist die Welt das Schachbrett für die Spielzüge der Geopolitik. Dieses machtpolitische Spiel ist von den USA derart zu gestalten, dass alle eventuell möglichen Konkurrenten des US-Imperiums kleingehalten, geschwächt und/oder völlig ausgeschaltet werden.

Um dieses Ziel zu erreichen sind alle Mittel erlaubt – Skrupel sind ein Luxus, den Brzezinski sich nicht leisten kann; denn er predigt einen bedingungslosen Machiavellismus! Brzezinski schwelgt zwar in Lobpreisungen bezüglich der Werte der westlichen Welt, will jedoch gerade diese aufgelisteten Werte (Demokratie, Freiheit, Menschenrechte, Freihandel etc.) nötigenfalls ganz gezielt als Instrumente missbrauchen, sobald ein solcher Missbrauch dem Erhalt der weltweiten US-Vormachtstellung dienlich ist.

Dies ist die Essenz, die m. E. zwangsläufig und logisch aus den Ausführungen Brzezinskis abzuleiten ist. In der Lesart Brzezinskis gibt es demzufolge für das US-Imperium weder Freund noch Feind, sondern nur mögliche Konkurrenten: Freunde sind nur scheinbare Freunde – heute Freund, morgen Feind (und umgekehrt), je nach dem Nutzen für das US-Imperium – m. E. nicht nur in der Außenpolitik, sondern ebenso in der Innenpolitik. Daraus folgt jedoch auch, dass das „Management des US-Imperiums“ auch im Innern der USA jeden Gegner – US-Verfassung hin, US-Verfassung her – zu eliminieren hat.

Eine Empfehlung zum Schluss!
– Wer dieses Buch Brzezinskis gelesen hat, sollte im Anschluss einmal einen Blick auf die US-Weltpolitik der letzten Jahrzehnte werfen!
– Anschließend sollte jenes weltweite us-politische Agieren in die Zusammenschau mit Brzezinskis Gedankengebäude, welches er in diesem Buch Stein um Stein aufgebaut hat, gestellt werden!
– Dann braucht sich auch niemand zu wundern, weshalb Barack Obama, der (siehe oben) Brzezinski bewundert, im Mai 2014 in einer Rede in West Point gesagt hat: „I believe in American exceptionalism with every fiber of my being. But what makes us exceptional is not our ability to flout international norms and the rule of law; it is our willingness to affirm them through our actions. (Ich glaube an die Einzigartigkeit der USA – mit jeder Faser meines Seins. Was uns so einzigartig macht, ist aber nicht unsere Fähigkeit, uns über internationale Normen und das Recht hinwegsetzen zu können; es ist unser Wille, dies durch unser Handeln umzusetzen.)“
– Danach sollte gefragt werden, ob die vielen Kritiker einer solchen Politik, die vielen Mahner usw. (z. B. Ron Paul oder Paul Craig Roberts, die beide Washington DC von Innen kennen und beide das Bild des ursprünglichen/urwüchsigen US-Amerikaners symbolisieren – und diesen ursprünglichen/urwüchsigen US-Amerikaner schätze ich sehr) tatsächlich nur Verschwörungstheoretiker sind, also Spinner, denen keine Beachtung zu schenken ist?

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Oder hier die Dokumentation dazu als Video:

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